Stromversorgung

Hochspannungsleitungen werden ab Essen-Eiberg saniert

Die Freileitungsmonteure arbeiten in luftiger Höhe – gut gesichert und in Funkverbindung mit den Mitarbeitern am Boden.  

Die Freileitungsmonteure arbeiten in luftiger Höhe – gut gesichert und in Funkverbindung mit den Mitarbeitern am Boden.  

Foto: Amprion

Freisenbruch.   Der Stromtransporteur Amprion erneuert Stromleitungen von April 2019 bis Frühjahr 2020. Die Hochspannungsleitung ist über 50 Jahre alt.

Wer in den nächsten Wochen und Monaten in Eiberg und Umgebung Menschen auf Strommasten entdecken sollte, braucht sich keine Sorgen zu machen. Die Arbeiter begeben sich im Auftrag des Dortmunder Stromtransporteurs Amprion in luftige Höhen. „Wir sanieren die Hochspannungsleitung zwischen dem Umspannwerk Essen-Eiberg und Mettmann“, erklärt Projektsprecherin Anne Frentrup.

Umfangreiche Arbeiten im Stromnetz stehen an. Bis voraussichtlich zum Frühjahr 2020 wird die Sanierung der Hochspannungsfreileitung zwischen Eiberg und der Umspannanlage Mettmann am „Schwarzen Pferd“ dauern.

Doch dies ist auch nötig. Die Leiterseile der 380-kV-Stromkreise stammen aus den 1960er Jahren und müssen daher erneuert werden. Außerdem werden an den mächtigen Stahlmasten Reparaturen vorgenommen, stellenweise Isolatoren ausgetauscht und Leiterseile nachgespannt. Mit der Sanierung kommt die Amprion ihrer gesetzlichen Verpflichtung nach, die regionale und überregionale Versorgungssicherheit an der Ruhr und im Rheinland weiterhin sicherzustellen.

Stromleitung führt von Eiberg bis nach Mettmann

Die Strecke zwischen Essen und Mettmann ist rund 30 Kilometer lang. Auf Essener Stadtgebiet befinden sich insgesamt 35 Masten mit Spannfeldern zwischen 300 und 400 Metern. „Wir haben die Strecke nochmals in vier Baufelder unterteilt, so dass vier Baufirmen parallel arbeiten können“, erklärt Projektleiter Alexander Gischas.

„Wir werden zunächst die gesamte östliche Seite der Freileitung sanieren. Sobald der Strom über die neuen Leiterseile fließen kann, werden wir nach etwa vier Monaten die westliche Seite freischalten und dort mit der Sanierung beginnen.“ Die Route beginnt in Eiberg, macht einen Schlenker nach Hattingen, erreicht dann über Kupferdreh und Velbert auch Heisingen, um danach das Essener Stadtgebiet endgültig zu verlassen.

Die Amprion ist bemüht, das Projekt möglichst schonend abzuwickeln: „Die Arbeiten im und am Mast werden ohne große Geräuschkulisse über die Bühne gehen“, sagt Anne Frentrup. „Davon werden die Anwohner wahrscheinlich gar nicht viel mitbekommen.“ Dennoch sei es wichtig, über die Arbeiten im Vorfeld zu informieren, „damit sich die Leute nicht wundern, wenn sie plötzlich irgendwelche Arbeiter auf den Masten entdecken.“

Straßensperrungen sind möglich

Etwas anders verhält es sich, wenn die Leitungsseile einmal von östlicher, später von westlicher Seite über die Ruhr gezogen werden. „Dann kann es unter Umständen zu vereinzelten Verkehrsbehinderungen kommen, weil wir eventuell Straßen während der Arbeiten sperren müssen“, erklärt Anne Frentrup weiter. „Doch dies ist in aller Regel nur stundenweise der Fall. Wir hoffen, dass wir in Essen sogar komplett ohne Sperrung auskommen.“

Laut Zeitplan sollen diese Arbeiten zwischen dem 20. Mai und 21. Juni beziehungsweise zwischen dem 14. Oktober und 8. November stattfinden. „Da aufgrund der Witterungsverhältnisse ab November eine Freischaltung der betroffenen Stromkreise nicht mehr möglich ist, werden ab April 2020 Restarbeiten vorgenommen“, so Projektleiter Alexander Gischas. „Die Stromversorgung bleibt jedoch während der gesamten Projektdauer gesichert“, sagt Anne Frentrup. „Dazu sind wir verpflichtet.“

>> RUHR WIRD ZWEIMAL PASSIERT

  • Die Sanierungsarbeiten an den Traversen (östliche Seite) sind zwischen dem 9. April und 9. August 2019 terminiert; die auf westlicher Seite vom 10. September bis 8. November dieses Jahres. Während der gesamten Bauzeit wird das Leiterseil der 380 kV-Masten getauscht und eventuell Vogelschutzmarkieren eingebaut.
  • Im Laufe des Projektes werden die Arbeiter beim Ziehen der neuen Stromleitung zweimal die Ruhr passieren. Einmal in der Zweit zwischen dem 20. Mai und dem 21. Juni sowie noch einmal zwischen dem 14. Oktober und dem 8. November 2019. „Über mögliche Verkehrsbehinderungen werden wir zeitnah informieren“, sagt Projektsprecherin Anne Frentrup.

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