Hundewiese

Halter und Politiker hoffen auf eingezäunte Hundewiese

Hund Bruno auf der Auslauffläche im Freisenbrucher Park: Um diese Wiese wünschen Halter sich einen Zaun.

Hund Bruno auf der Auslauffläche im Freisenbrucher Park: Um diese Wiese wünschen Halter sich einen Zaun.

Foto: Socrates Tassos / FUNKE Foto Services

Essen-Freisenbruch.  Um Ärger und Bußgeld zu vermeiden, wünschen sich Halter einen Zaun um die Hundewiese in Freisenbruch – auch im Sinne von Joggern und Radfahrern.

Um Bußgelder und Ärger mit Spaziergängern oder Radfahrern zu vermeiden, wünschen sich Hundehalter aus Freisenbruch einen Zaun um ihre Hundewiese. Die liegt im Park nahe des Morungenweges und ist lediglich durch einen Weg von der Grünfläche getrennt, die die Vierbeiner nicht betreten dürfen. Und so gehören Ermahnungen oder Knöllchen mitunter zum Gassigang, wenn die Mitarbeiter des Ordnungsamtes unterwegs seien, beschreibt Sabine Sorg aus Sicht einer Halterin und hofft auf Abhilfe.

Ihr Hund Bruno sei zwar ein friedfertiger und gelassener Vierbeiner, beschreibt Sabine Sorg ihre Englische Bulldogge. Aber wie soll der Rüde denn wissen, dass er nicht auf dem Weg laufen darf. Und am frühen Abend sei das ein beliebter Treff, da toben gern acht bis zwölf Hunde miteinander. Da wäre es doch im Sinne aller, wenn ein Zaun die Grenze der Hundewiese markieren würde, sagt die Halterin.

Nennenswerte Unfälle gibt es bislang nicht, Konflikte schon

„Weil es hier durchaus bereits Probleme mit dem Ordnungsamt und Radfahrern gibt, sind sich alle einig, dass etwas passieren muss“, sagt auch SPD-Bezirksvertreterin Michaela Heuser, die sich beim Ortstermin von der Lage überzeugt hat. Zu nennenswerten Unfällen sei es zwar noch nicht gekommen, das schließt aber Konflikte zwischen Spaziergängern, Joggern, Fahrradfahrern und Hundebesitzern nicht aus. Sie alle nutzten den Park gleichermaßen, und um ein gutes Miteinander aller Beteiligter zu fördern, sei eine eingezäunte Hundewiese die geeigneteste Lösung.

Auf eine Lösung bei der Pflege der Auslauffläche hoffen die Hundehalter ebenso. Denn das Gras sei zwar kürzlich gemäht worden, aber die Erfahrung der Hundehalter sei, dass den ganzen Sommer über nichts mehr passiere und das Gras wuchere, beschreibt Sabine Sorg. Da sei es nicht nur schwierig die Hinterlassenschaften zu beseitigen, die Hunde hätten durch das hohe Gras häufiger Zecken.

Es wird vor allem um die Kosten für Zaun und Mäheinsatz gehen

Ob Mäheinsatz oder Zaun, dabei wird es zunächst darum gehen, die Kosten zu ermitteln. „Die Stadt kann da ruhig mal etwas für Hundehalter tun, es würde ja immerhin allen helfen“, findet Michaela Häuser. Natürlich wäre es auch möglich, nach Mitstreitern und Sponsoren für die Finanzierung Ausschau zu halten. Grundsätzlich sei es aber nicht der Plan, diese Finanzierung zu stemmen.

Hundehalter bieten sich als Paten der Fläche an

Pflege und Patenschaften für die Fläche könnten sich Hundehalter für eine eingezäunte Wiese hingegen vorstellen. Mit diesem Wunsch nach einem Zaun stehen sie übrigens nicht allein da, der kommt regelmäßig auch als anderen Stadtteilen. „Bedarf besteht etwa im Hörsterfeld“, sagt Michaela Heuser. Dort seien Anwohner auf sie zugekommen, denn auch dort sei die Hundewiese von Spazierwegen umgeben und erstrecke sich in Richtung Spielplatz. In dessen Nähe habe nicht jeder Verständnis für frei laufende Hunde. Entspannter sieht das Herrchen von Labrador Ronja die Situation. Er setzt auf Rücksicht statt auf Zäune und diese gelte für Hundehalter wie für Jogger oder Radfahrer.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben