Musical

Essener Musical Academy feiert Zehnjähriges mit drei Shows

Die jüngsten Musicaldarsteller stehen mit dem „Dschungelbuch“ und bunten Kostümen auf der Bühne.

Die jüngsten Musicaldarsteller stehen mit dem „Dschungelbuch“ und bunten Kostümen auf der Bühne.

Foto: Foto / EMA

Essen-Burgaltendorf.  Zehnjähriges Bestehen feiert der Verein „Essener Musical Academy“ (EMA) mit Aufführungen in der Weststadthalle. Eine Erfolgsgeschichte.

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Vor rund zehn Jahren hatte Michael Walta die „Essener Musical Academy“, kurz EMA, aus einer spontanen Idee ins Leben gerufen. Zum Abschlussfest im katholischen Kindergarten plante der dreifache Vater eine Aufführung, an der die Jüngsten mitwirkten. „Danach fragte einige Eltern, ob wir nicht einen festen Musical-Kreis bilden könnten“, erzählt der Burgaltendorfer Künstler. Längst hat sich die Academy zu einem Erfolgsprojekt über Burgaltendorf hinaus entwickelt.

Solo tourt 51-jährige Schauspieler und Bühnenprofi Walta seit anderthalb Jahren hauptberuflich als Bauchredner mit der „Wilden Hilde“, einer frechen Nilpferddame und dem „Wühli“ genannten Maulwurf, durch die Lande. Seine Freizeit aber widmen er und Ehefrau Katja Kientop-Walta (47) seit 2009 dem Nachwuchs: Mit knapp 25 Kindern von sechs bis zwölf Jahren fing die private Musical-Schule an. Nun zählt sie 92 Mitglieder von sechs bis über 50 Jahren in fünf Gruppen.

Zu Beginn war man im „Dorf“ noch unter sich, mittlerweile kommen die Mitglieder zu den wöchentlichen Proben im Singen, Tanzen und Schauspielern aus ganz Essen und Umgebung. Choreografie unterrichtet seit 2010 Ramona Kunze, den Gesang vermittelt Jonas Utsch am Klavier.

Ein Dreivierteljahr dauerte es damals, bis der gemeinnützige Verein gegründet war. „Hätte ich vorher gewusst, wie schwierig das sein würde, hätte ich die erste Euphorie im Keim erstickt“, sagt Walta rückblickend. Monatelanges Ringen mit Ämtern und Behörden raubte Energie und Nerven. Die Idee dahinter: „Wir wollen die Kunst in der Region fördern, aber auch Jugendarbeit leisten“, so Kientop-Walta. Am Ende war es geschafft, die EMA-Leitung konnte sich auf die kreative Arbeit konzentrieren.

Mit „Schwein gehabt“ präsentierte man 2010 das erste Musical. Seit nunmehr einem Jahrzehnt sind 21 Stücke zusammengekommen, darunter Klassiker wie „Grease“ und „Dschungelbuch“ (beide 2018), „Tabaluga und Lilli“ (2015), „Die kleine Meerjungfrau“ (2016) und „Peter Pan“ (2017). Walta hat sie für die drei Darstellergruppen Kids, Teens und Bigs seitdem umgeschrieben und auf die Bühne gebracht.

„Windstärke 10“, das neue Musical der erwachsenen „EMA-Bigs“, eröffnet die Reihe der Jubiläumsshows. Die 18 Darstellerinnen und ihre zwei männlichen Kollegen begeben sind auf Kreuzfahrt. Wie im TV-Traumschiff haben einige Passagiere besondere Schicksale. Ulla überredet ihre Freundin Anne, sie auf See zu begleiten. Doch ihr Mann Holger soll davon nichts wissen. Der aber begibt sich zeitgleich mit seiner Geliebten auf große Reise. So geht es Bord bald turbulent, lustig, romantisch aber auch wehmütig zu.

Mit Ohrwürmern wie „My heart will go on“, „Leichtes Gepäck“ oder „I do anything für love“ hat Walta mitreißende Songs ausgesucht. „Die Texte sind den Darstellern auf den Leib geschrieben“, verspricht er. Und einen hübschen, blonden Kapitän gibt es auch.

Die EMA-Teens treten in „Mrs. De Lacy“ auf. Die Story um einen geheimnisvollen Ring und eine Verbindung zwischen Geistern und Lebenden kommt rockig daher. Die Teens wollen gesanglich und tänzerisch überzeugen. Für die ganze Familie schließlich legen sich die Vereinsjüngsten bei ihrer spannenden Show „Traumtänzer 2019“ ins Zeug. Die Waisenkinder im Kinderheim des Mr. Harris entdecken einen zauberhaften Koffer voller Dinge, die sie in die Musical-Welt entführen. Ist das Waisenhaus zu retten oder müssen die Kinder bald auf der Straße leben?

Wer keine Zeit hat, die Shows zu besuchen, kann die „EMAS“ bald auf dem Steeler Weihnachtsmarkt (Start 2. November) erleben. Sie treten dreimal zum Kindertag des Weihnachtsmarktes (mittwochs) auf der kleinen Bühne auf.

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