Bürgerhaus Oststadt

Das Bürgerhaus Oststadt sucht Räume für die Umbauphase

Innen prägt das Holz den Eindruck im Bürgerhaus Oststadt: Marita Schimnatkowski (li.) und Vera Bunkus stellen das neue Jahresprogramm vor, das Jahresmotto: „Natur und Umwelt“.

Innen prägt das Holz den Eindruck im Bürgerhaus Oststadt: Marita Schimnatkowski (li.) und Vera Bunkus stellen das neue Jahresprogramm vor, das Jahresmotto: „Natur und Umwelt“.

Foto: Dietmar Wäsche

Essen-Freisenbruch.   Das neue Programm im Bürgerhaus Oststadt läuft bis zur Schließung im November. Dann beginnt die Sanierung. Für die Zeit werden Räume benötigt.

Ab November bleibt das Bürgerhaus Oststadt geschlossen, dann steht die Generalsanierung an. Bis die Stadt 3,3 Millionen Euro in den Treff investiert, läuft das Programm dort wie gewohnt weiter, das die Mitarbeiter jetzt vorstellen. Abseits von den Angeboten treibt sie derzeit aber eine weitere Aufgabe um: Die Suche nach Räumen, in die sie in der Umbauphase ausweichen können, um von ihren Terminen auch während der Schließung des Bürgerhauses so viele wie möglich anbieten zu können: ob im Gemeindehaus oder beim Kleingartenverein.

Bis zur Schließung, die laut Plan ein halbes Jahr dauern soll, steht im Bürgerhaus zunächst eine Premiere an: „Wir stellen unsere Angebote unter ein Jahresmotto, das sich der Natur und Umwelt widmet“, sagt Mitarbeiterin Marita Schimnatkowski, die so auf Nachhaltigkeit hofft. Die Projektarbeit mit Schulen und Kitas im Stadtteil laufe problemlos. Es gibt zahlreiche etablierte Aktionen wie Lesewoche oder interkulturelle Woche, die jedes Jahr stattfinden und weite Netzwerke, die über Jahrzehnte entstanden sind. Doch die Mitarbeiter haben erkannt, dass selbst noch so tolle Aktionen im Nachhinein versickern.

Mitmach-Theater zum Thema Müllvermeiden

„Wir werden nun thematisch arbeiten, um da gegenzusteuern“, sagt Marita Schimnatkowski. Vielleicht bleibe bei den Beteiligten mehr hängen, wenn sie immer wieder mit einem Thema konfrontiert würden, lautet der Plan, den sie mit ihrer Kollegin Vera Bunkus geschmiedet hat. Dafür wollen sie etwa mit den Kindern ein Mitmach-Theaterstück auf die Bühne bringen, das sich ums Müllvermeiden dreht oder in der Kita mit den Mädchen und Jungen Müll trennen.

Die Autoren in der Lesewoche werden sich ebenso mit Natur um Umwelt befassen wie auch die Angebote während der ersten drei Ferienwochen im Sommer beim Ferienspatz, wenn ein Umweltpädagoge mit den Kindern in den Wald spaziert oder Vogelhäuschen baut. Im September steht dann eine Fotoausstellung an, für die Kinder im Vorfeld Bilder in ihrem Stadtteil machen sollen: von vermüllten Spielplätzen oder Plastik beim Einkaufen.

Viele Angebote in der Schließungsphase erhalten

Zum bewährten Programm des Bürgerhauses zählen bis zur Sanierung auch weiterhin die Kinderspielgruppe der Elterninitiative, das Frühstück am Donnerstag, Sportangebote für Jugendliche, Workshops für Erwachsene und Nähkurse für Anfänger sowie Fortgeschrittene. On Töpfern, Malen oder Frauenfitness: „Ob wir alles in der Schließungsphase werden anbieten können, ist noch völlig offen“, sagt Vera Bunkus. Daher seien sie auf der Pirsch nach Möglichkeiten, wohl wissend, dass manches Angebot nach zu langer Pause einschlafen könnte.

Ausweichquartiere werden auch die Stadtteilbibliothek, die Awo-Ortsgruppe Oststadt und das Second-Hand-Lädchen brauchen, die unter dem Dach des Bürgerhauses sind. „Der Jugendbereich soll einen Container bekommen“, sagt Marita Schimnatkowski, die sich für die Umbauphase eine Art Info-Café als Anlaufstelle wünscht, damit die Besucher nicht das Interesse an dem Haus verlieren. Sie selbst wird sich dann von ihrem langjährigen Arbeitsplatz in den Ruhestand verabschiedet haben und bietet lachend an: „Als Honorarkraft wäre ich in der Anlaufstelle dabei.“

  • >>DIE BAUMAßNAHMEN UND ANMELDUNGEN ZUM PROGRAMM
  • Das Bürgerhaus Oststadt wurde 1976 nach Plänen des Architekten Friedrich Mebes am Schultenweg 37-41 erbaut. Die Kosten für die geplante Sanierung beliefen sich zunächst auf 1,4 Millionen Euro, erhöhten sich dann um knapp zwei Millionen, ein Grund ist der Denkmalschutz.
  • Die Sanierung umfasst etwa Brandschutzmaßnahmen (Fluchtwegtüren und -treppen). Im Keller muss an den Rohren Asbest entfernt werden, auch bei den Holzverkleidungen geht es um Brandschutz und Schadstoffe. Erneuert werden der Sanitärbereich und Elektroinstallationen, der Außenbereich wird abgesichert, das Absturzgeländer galt nicht mehr als sicher.
  • Kontakt: Telefon 88 51 127, Kursanmeldungen: di, do, fr, 9-12 Uhr; mi 15-18 Uhr, das Programm steht auf: www.buergerhaus-oststadt.de
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