Kundenumfrage

Das Bistro auf der Dilldorfer Höhe soll schöner werden

Asef Engintepe (Bildmitte) gilt als stets freundlicher Gastgeber. Dennoch wünschen sich seine Kunden, dass sein Bistro auf der Dilldorfer Höhe gemütlicher gestaltet werden sollte.

Asef Engintepe (Bildmitte) gilt als stets freundlicher Gastgeber. Dennoch wünschen sich seine Kunden, dass sein Bistro auf der Dilldorfer Höhe gemütlicher gestaltet werden sollte.

Foto: Uwe Möller

Dilldorf.   Anwohner der Dilldorfer Höhe wünschen sich gemütlicheres Ambiente, Warenvielfalt und Mittagstisch. Betreiber spricht von „schwieriger Situation“.

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Den Baldeneysee vor Augen, ein idyllisch gelegener Spielpark in Reichweite und jede Menge Grün – auf der Dilldorfer Höhe lässt es sich gut leben und wohnen. Einen Schönheitsfehler hat die Oase dennoch: Mit dem täglichen Einkauf hapert es gewaltig, es mangelt an Angeboten. Nur das Bistro von Asef Engintepe an der Dilldorfer Allee versorgt die Anwohner mit dem Notwendigsten: Zeitungen, Zigaretten, Getränke und Brötchen. Doch viele Kunden haben weitere Wünsche. Welche, das fand die Bürgerschaft Kupferdreh nun durch eine Umfrage heraus.

Die Idee zur Umfrage entsprang der Veranstaltungsreihe „Durchs Schlüsselloch“, in der die Bürgerschaft Kupferdreh regelmäßig über den Stadtteil informiert, aber auch Anregungen und Kritik der Bürger entgegennimmt. „Wir haben einen Fragebogen erarbeitet und an die Haushalte verteilt“, erklärt der stellvertretende Vereinsvorsitzende Jürgen Gentzmer. Knapp 100 Fragebögen kamen zurück.

Kunden wünschen sich eine Art Café

Demnach kaufen knapp 79 Prozent der Befragten mindestens einmal, einige sogar mehrmals pro Woche im Bistro ein. Zwei Drittel davon würden das Bistro häufiger nutzen, wenn das Angebot an Lebensmitteln größer wäre. Auch ein Mittagstisch fänden Kunden gut. Auch ein Ausbau könnte die Attraktivität des Bistros steigern. 63 Prozent der Befragten würden mehr Sitzplätze, Tische und ein gemütlicheres Ambiente begrüßen. Allein 300 Einträge bezogen sich auf diese Punkte, 50 auf eine größere Warenauswahl. Gelobt wurde der Betreiber, der stets freundlich und zuvorkommend sei. Gentzmer: „Viele finden es schön, dass es das Bistro gibt, sagen aber, es habe ob der guten Lage noch Potenzial, das es zu nutzen gilt.“

Asef Engintepe kennt die Wünsche seiner Kunden nur zu gut: „Viele hätten hier gerne eine Art Café, doch den Umbau könnte ich aus eigener Tasche nie bezahlen. Dafür wirft das Geschäft zu wenig ab.“ Ganz im Gegenteil müsse er sich im Sommer ein Polster erarbeiten, um über den Winter zu kommen. Dies sei schon so gewesen, als er vor neun Jahren das Bistro übernahm, nachdem vorher zwei Pächter nach kurzer Zeit aufgegeben hatten. Deshalb denkt der Familienvater von drei Kindern darüber nach, den Laden von seiner Frau und Mitarbeitern führen zu lassen und sich selbst einen weiteren Job zu suchen. „Doch soweit ist es noch lange nicht“, sagt er. „Wenn der Allbau als Eigentümer hier noch etwas mehr investieren würde, wäre das ein Gewinn für alle.“

Für einen Supermarkt reicht die Kundenzahl nicht

Die Bürgerschaft Kupferdreh will das Umfrageergebnis nun dem Wohnungsanbieter präsentieren. Doch Allbau-Sprecher Dieter Remy bremst die Euphorie: „Bevor wir das Bistro vor 13 Jahren gründeten, versuchten wir hier einen Supermarkt anzusiedeln. Doch allen Anbietern war der Einzugsbereich zu klein.“ Auf der Dilldorfer Höhe gebe es 120 Einfamilienhäuser und 350 Mietwohnungen. „Selbst wenn man diese mit vier Bewohnern multipliziert, sind dies rund 1800 potenzielle Kunden.“ Benötigt würden aber mindestens 3000. „Und Kupferdreher kaufen hier nicht, die haben alles vor Ort.“

Für Anregungen sei man stets offen. Man wolle, dass sich die Kunden wohlfühlen. „Aber so eine Investition muss sich auch rechnen.“

>> SPATENSTICH: 33 EIGENTUMSWOHNUNGEN

Der Allbau vollzog unlängst den Spatenstich für eine Siedlung von 33 Eigentumswohnungen auf der Dilldorfer Höhe. Diese liegt direkt am fünf Sportplätze großen Spielpark – dies erklärt den Namen „Parkblick“.

17 der Wohnungen zum Preis zwischen 239 000 und 412 000 Euro sind bereits verkauft und werden voraussichtlich im dritten Quartal 2019 bezogen.

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