Gastronomie

„Capobianco al Fiume“ bringt italienisches Flair an die Ruhr

Rocco (li.) und Angelo Capobianco in der Küche des Restaurants Capobianco al Fiume im Steeler Ruderverein.

Rocco (li.) und Angelo Capobianco in der Küche des Restaurants Capobianco al Fiume im Steeler Ruderverein.

Foto: Socrates Tassos / FUNKE Foto Services

Essen-Steele.   Im ehemaligen „Ruhrstop“ hat das Restaurant „Capobianco al Fiume“ eröffnet. Serviert wird klassische Küche wie bei Mama - und Ruhrpott-Kost.

Steele ist um eine kulinarische Note reicher: Im ehemaligen Ruhrstop beim Steeler Ruderverein hat das „Capobianco al Fiume“ eröffnet. Seit einer Woche serviert Inhaber Angelo Capobianco dort „cuccina italiana“ wie bei Mama – eine malerische Aussicht auf die Ruhr inklusive.

Das es so kommt, entspringt einem Zufall, verrät der Patrone. Das Ruhrstop sei ihm aufgefallen, als er vor neun Jahren an einer Gourmetmeile am Ruhrufer teilnahm. „Eigentlich wollte ich kein weiteres Lokal. Aber das ist wie bei einer schönen Frau“, erzählt Angelo Capobianco, „wenn du sie siehst, dann verliebst du dich auch.“

Für die Familie ist es das vierte Restaurant in Essen

Damals habe er dem Inhaber gesagt: „Wenn Du hier aufhörst, ruf mich an. – Das hat er dann auch getan.“ Freunde der der italienischen Küche mögen mitgezählt haben: Für die Familie ist das Restaurant am Fluss das nunmehr vierte in Essen. Seit 1997 betreibt sie das „Capobianco“ an der Rottstraße in der nördlichen Innenstadt. Ein Restaurant mit sympathisch-kitschigem Ambiente, dem alten Rom entliehen und mit hervorragender klassischer Küche. Angelos Bruder Rocco ist dort der Chef. Vor fünf Jahren eröffnete Angelo Capobianco das „Capofino“ in Kettwig. Und dann wäre da noch das „Little Italy“ in Rüttenscheid, wo Savatore, der dritte der drei Brüder, das Zepter führt.

Nun also das „Capobianco al Fiume“, Rocco und Angelo führen es gemeinsam. Das Sagen habe dort seine Frau Marina, berichtet der 50-jährige Gastronom. Alles bleibt eben in der Familie.

Familien, aber vor allem auch junges Publikum möchten die Capobiancos mit ihrem neuen Restaurant anspreichen. Das Lokal haben sie umbauen lassen – im Stil einer Osteria mit offener Küche, wo man dem Chefkoch bei der Arbeit über die Schulter gucken kann. Der Clou ist die große Terrasse mit mehr als 100 Plätzen. Wer dort seine Pasta bei einem Gals Vino genießt, kann den Ruderern beim Training zuschauen oder auch einfach nur die Sonne genießen.

Pommes und Currywurst

Und dann gibt es da noch das Achterdeck, eine weitere Terrasse unmittelbar am Radweg gelegen. Hungrige Radfahrer können sich dort mit Bratwurst, Currywurst und Pommes frites stärken. Küche à la Ruhrgebiet, alles andere als italienisch, aber ein unschlagbarer Beweis dafür, dass die Capobiancos, die aus der Nähe von Neapel stammen, in Essen längst zuhause sind.

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