Stadtplanung

Bürgeramt Kupferdreh ist saniert – eine Rampe fehlt noch

Das Bürgeramt Kupferdreh an der Kupferdreher Straße verfügt über keinen barrierefreien Eingang. Das soll sich bald ändern. In der nun fast abgeschlossenen Sanierung war die notwendige Rampe allerdings noch nicht enthalten.

Das Bürgeramt Kupferdreh an der Kupferdreher Straße verfügt über keinen barrierefreien Eingang. Das soll sich bald ändern. In der nun fast abgeschlossenen Sanierung war die notwendige Rampe allerdings noch nicht enthalten.

Foto: Dennis Freikamp

Essen-Kupferdreh.   Der Stadtplanungsausschuss muss die Baumaßnahme erst genehmigen. Die neue Toilettenanlage im Erdgeschoss soll bald fertig sein. Die Einzelheiten.

Nach sieben Monaten Sanierungszeit ist das Bürgeramt Kupferdreh seit Beginn des Monats April wieder geöffnet. Barrierefrei ist der Zugang zum Gebäude an der Kupferdreher Straße 86 allerdings noch nicht. Für die geplante Rampe benötige die Verwaltung zunächst die Zustimmung des Stadtplanungsausschusses. Dies erklärt Stadtsprecherin Silke Lenz auf Nachfrage.

Erst wenn das Gremium der Verwaltung den Auftrag erteilt habe, könne die Baugenehmigung erteilt und der Auftrag ausgeschrieben werden, führt Silke Lenz aus. Die Pläne für eine Rampenkonstruktion an der zehnstufigen Treppenanlage würden bis dahin ausgearbeitet.

380.000 Euro waren für Sanierung veranschlagt

Die Immobilienwirtschaft der Stadt hatte die umfangreichen Bau- und Renovierungsarbeiten in der Bezirksverwaltungsstelle, die neben dem Bürger- noch das Jugendamt beherbergt, im Sommer 2018 eingeleitet. Ab Ende August war das Gebäude komplett geschlossen. Veranschlagt waren 380.000 Euro für die Maßnahme. Die Räume bekamen einen Anstrich, Leitungen wurden erneuert „und der Boden wurde ausgetauscht“, berichtet Silke Lenz.

Das größte Projekt war bislang die Verlagerung der Sanitäranlagen: vom Keller ins Erdgeschoss – dort sollen die Toiletten für die Besucher künftig barrierefrei zu erreichen sein. Momentan seien die Arbeiten noch im Gange; mit der Fertigstellung rechne die Stadt Ende Mai, Anfang Juni, erklärt Lenz. „Auch in den anderen Bereichen wurden die Türzargen verbreitert, so dass Rollstuhlfahrer und Eltern mit Kinderwagen jetzt problemlos die Räume des Bürgeramtes nutzen können.“ In das Gebäude mit dem Charme der 60er Jahre sei insgesamt frischer Wind gekommen, freut sich die Stadtsprecherin.

Gebäude wurde 1957/58 errichtet

Die Stadt hatte zunächst eine Sanierung geplant, die die Barrierefreiheit nicht berücksichtigte. Das stieß auf großen Protest. Die Bezirksvertretung Ruhrhalbinsel schaltete sich ein, nachdem das Stadtteilgremium u.a. eine Petition der AG Selbsthilfe behinderter Menschen in Essen bekommen hatte. Die Politiker nutzen das Gebäude für ihre BV-Sitzungen. Auch die Polizei hat dort ihre Dienststelle für die Bezirksdienstbeamten.

Das Gebäude (erstellt 1957/58) gehört seit 1970 der Stadt Essen. Es stand aufgrund der in vielen Jahren prekären Etatlage immer mal wieder zur Disposition. Das Bürgeramt musste sogar zeitweise geschlossen werden, als die Mitarbeiter mit den Angelegenheiten rund um die ankommenden Flüchtlinge beschäftigt waren. Es folgte die Tandem-Lösung mit dem Kettwiger Amt.

>>> DIE ÖFFNUNGSZEITEN DES BÜRGERAMTES

  • Das Bürgeramt Kupferdreh befindet sich an der Kupferdreher Straße 86. Untergebracht sind dort noch das Jugendamt und die Bezirksverwaltungsstelle.
  • Geöffnet ist die Dienststelle: Montag von 8 bis 13 Uhr und von 14 bis 15 Uhr; Dienstag von 8 bis 13 Uhr und von 14 bis 15 Uhr; Mittwoch von 7 bis 13 Uhr; Donnerstag von 8 bis 13 Uhr und von 14 bis 15 Uhr; Freitag von 8 bis 13 Uhr.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben