Ausstellung

Bilder zeigen die Gefühle des Menschen als Momentaufnahme

Ute Schätzmüller stellt in der Galerie am Stadtgarten in Steele aus. Das Bild zeigt sie in einer früheren Bilderschau in Steele. Einige dieser Arbeiten sind auch ab Freitag, 24. Mai, zu sehen.

Ute Schätzmüller stellt in der Galerie am Stadtgarten in Steele aus. Das Bild zeigt sie in einer früheren Bilderschau in Steele. Einige dieser Arbeiten sind auch ab Freitag, 24. Mai, zu sehen.

Foto: STEFAN AREND

Essen-Steele.  Mit einer Ausstellung früherer Arbeiten wartet die Essenerin Ute Schätzmüller auf. Ihre Bilder zeigt sie in der Galerie im Steeler Stadtgarten.

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Mit einer neuen Ausstellung wartet der Steeler Stadtgarten auf. In der Galerie im Haus der Steeler Bürgerschaft zeigt die Essener Künstlerin Ute Schätzmüller ihre malerischen Arbeiten aus den letzten Jahren. Dabei setzt sie sich mit der Situation des Menschen in der Zeit auseinander. Die Vernissage ihrer Ausstellung „Silence broken“ beginnt am Freitag, 24. Juni, um 19 Uhr.

Sowohl in großformatigen Bildern als auch im kleinen Format geht es Ute Schätzmüller um die Befindlichkeit des Einzelnen in den Lebenssituationen, die nicht konkret ausgebreitet werden. Vielmehr sind grundlegende Gefühle, Verhaltensweisen oder Vorstellungen thematisiert. Kurator Uje Fenger: „Gezeigt werden Bilder von Alltagssituationen, die wir alle als persönliche kennen und erleben. Ob als Einzelperson, in der Partnerschaft oder Gruppe erleben wir Gefühlslagen, die von Freude, Trauer, Wohlbefinden, Einsamkeit oder Anspannung u.a. geprägt sind – und meist allein bewältigt werden müssen.“

Protagonisten in Landschaften, düsterer Enge oder sonnenheller Weite

Anders als in der Lebenswirklichkeit stellt die Künstlerin ihre Protagonisten in einen nicht präzise definierten Raum, eine Landschaft, eine düstere Enge oder auch in eine sonnenhelle Weite. Dadurch lenkt sie die Konzentration des Betrachters auf die jeweilige Person. Obwohl die Situation spontan erfassbar erscheint, zwingt der zweite Blick zu einer Überprüfung der Einschätzung und konfrontiert den Betrachter mit erlebten oder vermuteten Alternativen.

Oft stehen die Personen in einer endlosen Landschaft oder sind in einer Bewegung – der Augenblick wird eingefangen und zeigt uns kein Davor und kein Danach. So ist es am Betrachter selbst zu ergründen, was zu der jeweiligen Situation geführt haben mag und wie das vermeintliche Ende aussieht.

Bildgestaltung eröffnet Möglichkeiten der Kommunikation

„In diesem Spannungsfeld der Möglichkeiten zeigt Ute Schätzmüller keine Lösung auf, sondern lässt uns allein und erzeugt so die direkte Kommunikation mit dem Dargestellten als Herausforderung für uns“, sagt Uje Fenger. Dieser künstlerische Impuls ist das Wesentliche der malerischen Darstellung. Inwieweit der Einzelne den Lösungsweg zulässt und seine Möglichkeiten nutzt oder erkennt, ist nicht mehr Aufgabe der Kunst, sondern individuelle Positionierung.

Die Ausstellung ist dienstags, donnerstags und freitags von 16 bis 19 Uhr geöffnet. Finissage ist am Sonntag, 16. Juni, um 15 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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