Sanierung

260 Meter Burgmauer erhalten eine neue Abdeckung

Paul Hellersberg, Jürgen Menzel und Bernd Dannenberg rücken der alten Mauerabdeckung mit Schaufeln auf den Leib.Sie gehören zu einem Team von zwölf Ehrenamtlichen, die die Sanierungsarbeiten übernehmen.

Paul Hellersberg, Jürgen Menzel und Bernd Dannenberg rücken der alten Mauerabdeckung mit Schaufeln auf den Leib.Sie gehören zu einem Team von zwölf Ehrenamtlichen, die die Sanierungsarbeiten übernehmen.

Foto: STEFAN AREND

Essen-Burgaltendorf.   Das Mauerwerk der Burgruine Burgaltendorf wird gereinigt und neu bepflanzt. Die Hauptarbeit übernimmt der Heimat- und Burgverein.

Das Projekt wurde vom Heimat- und Burgverein von langer Hand vorbereitet und nun endlich in die Tat umgesetzt: 260 Meter Burgmauer werden in den nächsten Tagen und Wochen vom Unkraut befreit, gereinigt und neu bepflanzt.

Ausgerüstet mit Schaufeln und Schubkarren rücken Paul Hellersberg, Jürgen Menzel und Bernd Dannenberg an diesem sonnigen Tag der alten Mauerabdeckung auf den Leib – und geraten schnell ins Schwitzen. Die drei Senioren gehören zu dem Team aus insgesamt zwölf Mitgliedern des Heimat- und Burgvereins, die sich freiwillig für die Arbeit gemeldet haben. Mittendrin steht der achtjährige Jonathan Menzel, der seinem Opa kräftig mithilft. „Da oben arbeiten 360 Jahre“, scherzt Horst Heuer und schiebt die mit Erde und Unkraut gefüllte Karre zum Container.

Die alten Noppenfolien werden entsorgt

Die Mauern der Burg werden aber nicht nur vom Unktraut befreit, auch die darunterliegenden alten Noppenfolien müssen entsorgt werden. 2001 wurden sie bei der letzten Burgsanierung verwendet, haben nach 18 Jahren ausgedient. „Die Abdeckung ist nicht nur in die Jahre gekommen, dadurch, dass die Folie an vielen Stellen nicht mehr komplett ist, gefährdet sie den Bestand des Mauerwerks“, erklärt Rolf Siepmann, Vorsitzender des Heimat- und Burgvereins. Denn dort, wo die Abdeckung beschädigt ist, kann Wasser ins alte Gemäuer eindringen.

„Wir haben schon ein paar Stellen gefunden, wo das Mauerwerk beschädigt ist und Steine fehlen“, sagt Frank Meuwsen und zeigt eine besonders große Abbruchkante, die bislang vom Unkraut überwuchert und deshalb nicht sichtbar war. Wie diese Stellen ausgebessert werden, wird letztendlich der Denkmalschutz entscheiden.

Bald blühen hier Lavendel und Steinrosen

Das gesamte Projekt findet in drei Phasen statt: Nachdem am 24. und 25. April der alte Bewuchs entsorgt wurde, werden Ende April die Wannen gesäubert, auf Risse und Beschädigungen untersucht und beseitigt und die Ablaufmulden neu abgedichtet. Auch das werden die ehrenamtlichen Helfer übernehmen.

Mitte Mai dann wird die ganze Mauer von einem Fachunternehmen neu abgedeckt und begrünt. „Mit Lavendel, Steinrosen, mittelalterliche Kräutern und hübschen Bodendeckern wird unsere Burg ein völlig neues Aussehen bekommen“, freut sich Rolf Siepmann auf das Ende der lang ersehnten Sanierungsmaßnahme. Die wird übrigens um die 25.000 Euro kosten.

Die gesamte Maßnahme kostet 25.000 Euro

„Wir als Bezirksvertretung geben 15.000 Euro“, sagt Bezirksbürgermeister Manfred Kuhmichel, der gerade mit den anderen Bezirksvertretern gekommen ist, um sich einen Eindruck zu verschaffen. Den Rest steuert der Heimat- und Burgverein aus eigenen Mitteln bei. „So kommt das Geld, das wir bei Burg- und Ritterfesten einnehmen, ins Dorf zurück“, sagt Siepmann.

>> BURGFEST MITTE JUNI

  • Pünktlich zum diesjährigen Burgfest (15. und 16. Juni) wird die Burganlage im neuen Glanz erstrahlen.
  • Darauf freuen sich auch die Ehrenamtlichen, die regelmäßig durch die Anlage führen.
  • Mehr Infos zum Heimat- und Burgverein unter www.hbv-burgaltendorf.de

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