Open-Air-Kino

Open-Air-Kino auf dem Webermarkt und auf Zollverein

Auf dem Weberplatz sorgt bereits jeden Donnerstag der Feierabendmarkt für Leben. Sechsmal folgt nun ein Open-Air-Kino-Abend.

Foto: Socrates Tassos

Auf dem Weberplatz sorgt bereits jeden Donnerstag der Feierabendmarkt für Leben. Sechsmal folgt nun ein Open-Air-Kino-Abend. Foto: Socrates Tassos

Essen.   Das Projekt Sommerfreiraum will an sechs Donnerstagen Themen der Grünen Hauptstadt nahebringen. Auch Zollverein zeigt Filme unter freiem Himmel.

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In ein Sparten-Freilichtkino soll sich an den kommenden sechs Donnerstagabenden der Sommerferien der Weberplatz verwandeln: Vor allem mit Dokumentationen will das Büro der Grünen Hauptstadt ihre Themen auf unterhaltsame Art und in lockerer Atmosphäre unter der Überschrift „Sommerfreiraum“ an den Mann bringen. Dem zeitgleich stattfindenden Open-Air-Kino auf Zollverein dürfte dieses spezielle Angebot kaum Konkurrenz machen.

„Der große Demokrator“ ist der Titel des ersten Films, der die Reihe am 20. Juli eröffnet. Wer einen Schreibfehler vermutet und auf den berühmten Filmklassiker mit Charlie Chaplin hofft, könnte enttäuscht werden: Denn hier handelt es sich um eine Dokumentation aus dem Jahr 2013 des Filmemachers Rami Hanze, der sich vorgenommen hat, sich für eine nützliche Sache zu engagieren: Und so sammelt er 10 000 Euro Spendengelder, die er den Bürgern des Kölner Stadtteils Kalk zur Verfügung stellen will. Diese sollen selbst entscheiden, wofür sie es einsetzen: Unter dem Motto „Kalk für alle“ sollen die Bürger ihre Ideen einbringen – Demokratie zum Anfassen.

Veranstalter hoffen auf 30 bis 50 Zuschauer pro Abend

„Film ist ein tolles Medium, um Themen der Grünen Hauptstadt zu transportieren“, findet Anne Burzlaff vom Grüne-Hauptstadt-Projektbüro. Neben der Tatsache, dass die Organisatoren im am Weberplatz angrenzenden Haus der Begegnung eine ausrollbare Leinwand gefunden haben, gab auch der Austausch mit dem Essener Ableger der Bewegung „Transition Town“, die sich für Nachhaltigkeit einsetzt, den Anstoß für das Open-Air-Kino: „Transition Town hat ebenfalls eine Filmreihe geplant, und so kam schnell die Idee auf, dass wir uns zusammentun“, erläutert Burzlaff. Neben den donnerstäglichen Dokumentationen gibt es am 3. August auch ein Kunstfilmprogramm, das in Zusammenarbeit mit den „Kino-Eulen“, normalerweise Spezialisten in Sachen Kurzfilme für Kinder, entstanden ist. Auch hier gehe es um Umwelt und Nachhaltigkeit.

Dass diese spezielle Themen kein Publikumsrenner sein dürften, ist auch Burzlaff klar. „Für mich ist es schon ein Erfolg, wenn bei drei Leuten etwas hängen bleibt.“ Man hoffe indes auf 30 bis 50 Zuschauer pro Abend – schließlich sei auch der Eintritt frei. Die parallel zum „Sommerfreiraum“ startende mittlerweile traditionellen Open-Air-Kino-Reihe am Werk-Schwimmbad auf Zollverein, die ebenfalls donnerstags läuft und am 20. Juli ab 20.30 Uhr mit dem Klassiker „Dschungelbuch“ eröffnet wird, sehen die Macher der Freilichtfilm-Reihe auf dem Weberplatz ob der sehr eigenen Ausrichtung wohl nicht als Problem an.

DJs, chillige elektronische Musik und Leckeres vom Grill

Wichtiger ist ihnen, dass sich am Donnerstag der Feierabendmarkt etabliert hat, der seit dem 30. März Nachbarn und Besucher lockt. Normalerweise schließt dieser bereits um 20 Uhr: „Mit DJs, die chillige elektronische Musik auflegen und Leckerem vom Grill hoffen wir, die Besucher halten zu können und vielleicht sogar einige Nachbarn anlocken zu können“, so Burzlaff.

Die Programme

Am 27. Juli läuft auf dem Weberplatz „The Human Scale“, am 10. August „Wenn ein Garten wächst“, am 17. August „Bikes vs. Cars“ und am 24. August „Tomorrow“. Der Eintritt ist frei.

Das Open-Air auf Zollverein hat dieses Jahr das Thema „Erde“: Es zeigt am 27. Juli „Der Marsianer“, am 3. August „Into The Wild“, um 10. August „Unsere Erde“, am 17. August „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“ und am 24. August „Die Vermessung der Welt. Eintritt: 10 €, erm. 7. €, Beginn jeweils ab 20.30 Uhr.

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