Poker um Hauptverwaltung

OB Kufen zum Karstadt-Sitz: Viel spricht weiterhin für Essen

Kufen an der Kasse: Während er sich für eine Benefizaktion im September 2017 an die Ladentheke stellte, hält sich der OB im Standort-Poker um die Hauptverwaltung lieber im Hintergrund. Und verbreitet vorsichtigen Optimismus.

Kufen an der Kasse: Während er sich für eine Benefizaktion im September 2017 an die Ladentheke stellte, hält sich der OB im Standort-Poker um die Hauptverwaltung lieber im Hintergrund. Und verbreitet vorsichtigen Optimismus.

Essen.   Der Oberbürgermeister hat den Kampf um den Erhalt der Hauptverwaltung für die Stadt noch nicht aufgegeben. Millionen-Vorteile gegenüber Köln.

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Vor genau einem Jahr stand Thomas Kufen hinter der Ladentheke am Limbecker Platz und machte Kasse für Karstadt: Eine Benefizaktion, für die die evangelische Frauenhilfe den Oberbürgermeister gewonnen hatte.

In diesen Tagen, wo es um Karstadt als Traditions-Standort für die Hauptverwaltung geht, hält sich das Stadtoberhaupt dagegen lieber im Hintergrund. Nach Informationen dieser Zeitung hatte sich Kufen in den zurückliegenden Wochen mit allen Akteuren getroffen, um für den Standort Essen zu werben. In einer knappen Stellungnahme verbreitete der OB dazu gestern vorsichtigen Optimismus: „Eine Entscheidung über die Zukunft der Karstadt-Hauptverwaltung in Essen ist noch nicht gefallen“, so klang es fast ein wenig trotzig aus dem Rathaus: „Viele Argumente sprechen weiterhin für Essen. Vor allem das Know-how und die Expertise der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die zentrale Lage des Traditionsstandortes.“

Mietvertrag läuft noch bis zum Jahr 2028

Ein anderes Argument hatte „Der „Spiegel“ vor ein paar Tagen öffentlich gemacht: Verglichen mit der Kaufhof-Zentrale in Köln sei die Essener Karstadt-Hauptverwaltung pro Jahr sechs Millionen Euro günstiger. Und der Mietvertrag des Leipziger Vermieters publity mit der Karstadt Warenhaus GmbH über insgesamt 30 000 Quadratmeter Fläche läuft noch bis zum Jahr 2028.

Hunderte Mitarbeiter der Essener Zentrale leben im östlichen Ruhrgebiet. Für sie, so ein Betriebsrat, wäre ein Umzug nach Köln gleichbedeutend mit einem Rauswurf.

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