14. Raritätenbörse

Zeche Carl wird zum Mekka für Sammler seltener Stücke

Emailleschilder erleben zurzeit einen wahren Boom.

Emailleschilder erleben zurzeit einen wahren Boom.

Foto: Socrates Tassos / FUNKE Foto Services

Altenessen.   Ein Füllhorn seltener Stücke schütten Sammler aus nah und fern zu Pfingsten auf dem Gelände der Zeche Carl aus. Es ist Raritätenbörse.

Raritäten sind seltene und wertvolle Sammlerstücke. So steht es im Wörterbuch. Das können Anstecknadeln ebenso sein wie Möbel oder sogar Automobile. Wie groß die Vielfalt ist, wird sich über Pfingsten einmal mehr zeigen.

Am Pfingstsonntag und -montag, 9. und 10. Juni, findet auf dem Gelände der Zeche Carl die 14. Raritätenbörse statt.

Liebhaber ausgewählter und exzellenter Sammlerstücke treffen sich zur Raritätenbörse – Vintage und Design – nur Originale aus der Zeit. Verkauft, getauscht und gequatscht wird im Maschinenhaus sowie auf dem Außengelände der Zeche Carl.

Das Motto lautet „Klasse statt Masse“

„Die Raritätenbörse Ruhrgebiet ist ein internationaler Treffpunkt von Sammlern und Händlern hochwertigster Originale. Auf unserer Veranstaltung finden sie eine große Auswahl an Raritäten, Unikaten und Originalen, wie sie sonst nur in Museen zu finden ist“, erzählt Andreas Henseler, der Organisator. Es sei ein einzigartiges Angebot artverwandter Themen in einer kompakten Veranstaltung zu sehen. Eine begrenzte, handverlesene Zahl von Ausstellern aus dem In- und Ausland werden unter dem Motto „Klasse statt Masse“ Objekte aus verschiedenen Bereichen präsentieren und zum Kauf anbieten.

Jukebox, Flipper und alte Werbeschilder

Die Themenbereiche sind Design der 20er-, 50er- und 70er-Jahre (Möbel, Gebrauchsgegenstände, Lampen, Industriedesign, Art Deco, Jugendstil, etc.), Objekte aus den 50er-Jahren - Fifties (Schallplatten, Kleidung, Schmuck, Möbel, Gebrauchsgegenstände, Jukeboxen, Flipper, etc.), alte Reklame und historische Werbung (Emailleschilder, Blechschilder, Blechdosen, Werbefiguren, Automobilia und andere Reklameobjekte aus dem Tante-Emma-Laden von 1890 bis 1970); Objekte aus den 70er Jahren (Schallplatten, Kleidung, Schmuck, Möbel, Gebrauchsgegenstände, Lampen, Objekte aus Kunststoff, Design); alte Technik (Photografika, Nautik, Rechenmaschinen, Automobilia, Memorabilia, Bergbauraritäten, altes Blechspielzeug); Kuriosa und Sonderbares.

Alte Emailleschilder erleben zurzeit einen Boom

Ein regelrechter Boom herrscht zurzeit bei „Alter Reklame“. Andreas Henseler: „Vor allen Dingen sind die emaillierten Schilder aus der Zeit von 1910 bis 1950 gefragt.“ Sie sind Relikte einer Zeit, als die Werbung noch nicht so schnelllebig war wie heute. Sie sind dekorativ – und wertvoll. Andreas Henseler: „Heute sind die Schilder begehrte Sammelobjekte und zieren manchen Haushalt. Gerade auch Anleger haben diese Nische erkannt und legen ihr Geld lieber in ein dekoratives Original an, das noch Wertsteigerungspotenzial hat“, sagt der Organisator, der selber Schilder sammelt.

Ein Sammler zahlte auf der Börse 14.000 Euro für „Laurens Cigaretten“ von 1930

Für seltene Stücke werden da schon mal 50.000 Euro und mehr geboten. Nicht ganz so hoch war die Summe, für die ein Schild bei der letztjährigen Raritätenbörse den Besitzer wechselte. 14.000 Euro für die Werbung Laurens Cigaretten, 80 mal 60 Zentimeter groß, datiert auf 1930, sind aber auch nicht zu verachten.

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