Christuskirche

Winterspielplatz der Baptisten in Schonnebeck öffnet wieder

Die Christuskirche in Schonnebeck wird von Ende Oktober bis Anfang April zum Indoor-Spielplatz für Null- bis Vierjährige.   

Die Christuskirche in Schonnebeck wird von Ende Oktober bis Anfang April zum Indoor-Spielplatz für Null- bis Vierjährige.   

Foto: Foto: Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde

Essen-Schonnebeck.  Einen kostenlosen Winterspielplatz für Kinder von null bis vier Jahren bietet die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde in Schonnebeck an.

Ein Spielangebot für kalte oder nasse Tage gibt es demnächst wieder an der Gareisstraße 41 in Essen-Schonnebeck. Nach dem 10-Uhr-Sonntagsgottesdienst verwandelt sich das Innere der Christuskirche in einen Indoorspielplatz für Kinder von null bis vier Jahren. „Als ich mit meiner jüngsten Tochter in Elternzeit war, haben wir die Sache gestartet“, erzählt Gemeindeleiter David Glaubitz der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde (Baptisten). Der 37-Jährige ist nach wie vor im Helfer-Team, wenn auch nicht mehr ständig, da er wieder berufstätig ist.

Die Aktion findet bereits zum zehnten Mal statt. Weil die Gemeinde die Christuskirche in der Woche nicht täglich nutzt, kamen die Mitglieder auf die Idee, sie als Winterspielplatz anzubieten. Los ging es mit fünf bis sechs Kindern. „Heute kommen Mädchen und Jungen aus ganz Essen zu uns und sogar Eltern aus Bottrop, Mülheim oder Gelsenkirchen bringen sie zum Spielen in unsere Kirche“, so Glaubitz.

Krabbelbereich, Spielhaus und Abenteuerpfad locken

Schaukeln, Wippen oder Rutschen: Das Kinderparadies bietet den Kleinsten an drei Wochentagen von jeweils 9 bis 12 Uhr auf 200 Quadratmetern eine Reihe altersgerechter Beschäftigungs- und Bewegungsmöglichkeiten: Vom geschützten Krabbelbereich über ein Spielhaus bis hin zum Abenteuerpfad ist alles dabei. Gleich ein ganzer Fuhrpark an bunten Rutschautos steht zum ausgiebigen Benutzen frei zur Verfügung. Hinzu kommen ein buntes Bällebad sowie ein Trampolin und die Spielküche. Da sind der Fantasie der kleinen Besucher keine Grenzen gesetzt.

„Neben dem freien Spielen veranstalten wir täglich einen Sing- und Spielkreis“, so Glaubitz weiter. Dabei greift Pastor Christian Ache-Jahning auch schon mal zur Gitarre. Fünfmal in der Wintersaison wird eine „Mini-Kirche“ angeboten, die Termine werden vorher bekanntgegeben. „Dabei tritt auch der Esel, unsere Handpuppe auf“, erzählt Glaubitz, der sich bereits „auf das große Krabbeln“ der vielen kleinen Gäste in der Kirche freut. Eingeladen sind Eltern mit ihren Kindern von null bis vier Jahren, unabhängig von der Konfession. Mütter, Väter, Omas und Opas kommen ins Gespräch, während der Nachwuchs auf dem weichen Teppichboden tobt. Es gibt sogar Kaffee oder Tee. Auch ein Wickel- und ein Stillraum stehen den Gästen zur Verfügung.

Zur Finanzierung ist die Gemeinde auf Spenden angewiesen

Den Umbau des Innenraums übernehmen zehn ehrenamtliche Helfer, sobald der sonntägliche Gottesdienst beendet ist und der Pastor den Segen gesprochen hat, kommen die Stühle an den Rand und die Spielgeräte halten Einzug. Das ehrenamtliche Helfer-Team ist erfahren und holt die Geräte aus dem Nebenraum. Am Mittwochnachmittag geht es umgekehrt: Spielsachen kommen raus oder an den Rand, die Stühle werden in Reihen aufgestellt. Das geht so bis zum ersten April. Dann ist erstmal Schluss. Im Frühling und Sommer sollen die Kleinen schließlich draußen aktiv sein.

Spielsachen, aber auch beachtliche Heizkosten werden von der Baptisten-Gemeinde bezahlt. „Natürlich sind wir dabei auf Spenden angewiesen“, betont deren Leiter.

Winterparadies in Schonnebeck eröffnet Ende Oktober mit einem Fest

Und noch etwas ist Glaubitz wichtig: „Die Aufsichtspflicht liegt – wie bei einem Spielplatz unter freiem Himmel – bei den Begleitpersonen.“ Besucher werden gebeten, Stoppersocken oder Hausschuhe mitzubringen, damit der Boden sauber bleibt. Das ist vor allem an Regentagen von Bedeutung. Natürlich darf eigener Proviant mitgebracht werden, Getränke gibt es in der Kirche. „Die Rückmeldungen, die wir seit Jahren bekommen, ist überwältigend positiv“, teilt die Gemeinde mit. So will man an dem Gratis-Angebot weiter festhalten.

Eine Einschränkung im Kinderparadies gibt es: „Mehr als 50 Kinder gleichzeitig können hier nicht spielen“, so Glaubitz. An manchen Tagen habe man diese Obergrenze erreicht und musste Gäste abweisen. Offiziell wird der Winterspielplatz in der Christuskirche mit einem Fest am Sonntag, 27. Oktober, eröffnet. Ab 15 Uhr darf nach Herzenslust getobt werden.

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