Stadtteilarbeit

Winfried Rottenecker zieht es vom Nordviertel nach Bochum

Dieses Gesicht wird dem Nordviertel fehlen: Winfried Rottenecker (54) wechselt den Arbeitsplatz, bleibt aber der Stadtteilarbeit erhalten. Ab September allerdings in Bochum.

Dieses Gesicht wird dem Nordviertel fehlen: Winfried Rottenecker (54) wechselt den Arbeitsplatz, bleibt aber der Stadtteilarbeit erhalten. Ab September allerdings in Bochum.

Foto: Uwe Möller / FUNKE Foto Services

Nordviertel.   Elf Jahre lang arbeitete Diakon Winfried Rottenecker in St. Gertrud im Nordviertel. Er machte sich einen Namen über Essens Stadtgrenzen hinaus.

Dieser Verlust wird das Nordviertel hart treffen: Winfried Rottenecker, Diakon in der St. Gertrudis-Gemeinde, wechselt den Arbeitsplatz. Am 1. September tritt der 54-Jährige seine neue Stelle in der Propstei-Gemeinde St. Peter und Paul in Bochum an. Auch in der Nachbarstadt wird er sich um die Stadtteilarbeit kümmern.

Elf Jahre lang war Winfried Rottenecker in der nördlichen Essener Innenstadt sowie im Eltingviertel im Einsatz. In dieser Zeit hat er sich über die Stadtgrenzen hinaus einen Namen erworben. Denn er setzte sich für Migranten ein, warnte vor der Verdrängung von Mietern durch die Modernisierung des Eltingviertels und half tatkräftig mit, die früher ziemlich brach liegende Kinder- und Jugendarbeit im Nordviertel zu intensivieren. Ob Deutschkurse, Alphabetisierungskurse, Hausaufgabenhilfe, Kindertisch, Hilfe bei Anträgen oder Kochkurse – jeden Nachmittag steht die St. Gertrud-Kirche für die Menschen des Nordviertels offen. Religionszugehörigkeit spielt dabei keine Rolle. In der Nordviertelschule unterrichtet der Diakon zudem katholische Religion.

Nun sucht Winfried Rottenecker, dessen Dialekt seine süddeutsche Herkunft immer verriet, eine neue Aufgabe. Auf seine Tätigkeit in Essen blickt er zufrieden zurück: „Mir hat es Spaß gemacht, dass ich dabei sein konnte.“

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