Hilfsdienst

Westviertel: Malteser ziehen in den ehemaligen Opti-Park

Der renovierten Gebäudekomplex an der Altendorfer Straße 97-101 hat der Malteser Hilfsdienst eine komplette Etage angemietet und wird dort ab Mai die Essener Geschäftsstelle betreiben.

Der renovierten Gebäudekomplex an der Altendorfer Straße 97-101 hat der Malteser Hilfsdienst eine komplette Etage angemietet und wird dort ab Mai die Essener Geschäftsstelle betreiben.

Foto: Sara Schurmann

Essen-Westviertel.   Die Rettungswache der Malteser bleibt an der Maxstraße. Warum der Hilfsdienst Mitarbeiter aus Essen und Duisburg im früheren Opti-Park vereint.

Noch wird im ehemaligen Opti-Park an der Altendorfer Straße fleißig gewerkelt: Es finden die abschließenden Umbauarbeiten für den neuen Mieter statt. Der zieht nach Ostern in eine komplette Etage mit einer Fläche von 500 Quadratmetern ein. Es handelt sich um den Malteser Hilfsdienst, der seine Geschäftsstelle von der Maxstraße 64 an die Altendorfer Straße verlagert.

„Derzeit sind wir an der Maxstraße an zwei Standorten ansässig“, erklärt Benjamin Schreiber, stellvertretender Diözesangeschäftsführer und stellvertretender Bezirksgeschäftsführer der Malteser in der Diözese Essen. „An der Maxstraße 64 haben wir die Geschäftsstelle, in der Nummer 20 befindet sich die Rettungswache.“ Letztere werde auf jeden Fall auch weiterhin Standort für die ehrenamtlichen Kräfte bleiben.

Immobilie wurde kernsaniert

Die Geschäftsstelle jedoch wird sich erweitern – denn die Belegschaft verdoppelt sich nahezu. Schreiber: „16 Kollegen aus Duisburg werden demnächst in der Essener Niederlassung arbeiten.“ Gemeinsame Projekte und Arbeitsbereiche seien bislang auf zwei Städte aufgeteilt gewesen, die Kommunikation über die Distanz habe über die Jahre aber immer mehr Zeit gekostet. „Unsere Aufgaben und Projekte sind gewachsen, wir passen uns an und vergrößern uns.“

Im Haus an der Maxstraße hätte man durch die Anmietung zwei weiterer Etagen sicherlich genug Platz gehabt – doch die Wahl fiel auf das Gebäude des ehemaligen Opti-Parks, der von einem privaten Investor nach der Nutzung als Flüchtlingsunterkunft nun kernsaniert worden sei. Die Vermittlung arrangierte ein Maklerbüro; der Vertrag war Ende vergangenen Jahres in trockenen Tüchern. Auf einer Etage stehen in dem Bürokomplex 500 Quadratmeter zur Verfügung – „ideal, um alle Mitarbeiter auf einer Etage unterzubringen“, findet Benjamin Schreiber.

Um welche Bereiche handelt es sich konkret? Die Ausbildung in der Ersten Hilfe werde nun dort stattfinden, „sofern Firmen und Vereine uns nicht zu sich ins Haus holen“, sagt Schreiber. Ferner werden die Bereiche Flüchtlingshilfe, Hausnotruf, Jugend/Schulsanitätsdienst, Katastrophenschutz, Menüservice, Besuchsdienst mit Hund, Mitgliederwesen, Schulbegleitdienst und Soziales Ehrenamt dort künftig bearbeitet.

Bekämpfung der Altersarmut

„Die Bekämpfung der Altersarmut von Senioren ist für uns ein ganz großes Thema in diesem Jahr. Durch den Umzug können wir dafür nun verschiedene Arbeitsbereiche, zum Beispiel Hausnotruf und Menüdienst, miteinander verknüpfen. Für die Mitarbeiter sind das kurze Wege, für die Betroffenen ebenfalls“, streicht Benjamin Schreiber heraus.

Der Umzug ist nach Ostern anvisiert. Ab dem 2. Mai ist die neue Geschäftsstelle dann für den Publikumsverkehr geöffnet. Schreiber: „Wir sind mit dem öffentlichen Nahverkehr gut erreichbar, die Haltestelle liegt quasi vor der Tür. Einen Parkplatz mit Besucherstellplätzen gibt es ebenfalls.“ Geöffnet ist die Geschäftsstelle von Montag bis Freitag zwischen 8 und 16 Uhr.

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