Karnap

Verwirrter sorgt an der Lohwiese in Karnap für Aufregung

In Karnap erschreckt ein offenbar geistig verwirrter Mann die Nachbarschaft, sowohl an der Straße Lohwiese als auch in der Straßenbahn.

Foto: Michael Gohl

In Karnap erschreckt ein offenbar geistig verwirrter Mann die Nachbarschaft, sowohl an der Straße Lohwiese als auch in der Straßenbahn. Foto: Michael Gohl

Essen-Karnap.   In einer Facebook-Gruppe wird intensiv über einen Nachbarn aus Karnap diskutiert. Er pöbele die Nachbarn lautstark an und erschrecke Kinder.

Aufregung rund um die Lohwiese in Essen-Karnap: Ein Nachbar erschreckt hier seit einigen Monaten die Anwohner. „Die Person ist sehr auffällig und laut“, schildert Daniela S.. Die dreifache Mutter hat die Problematik in der geschlossenen Facebook-Gruppe („45329 Essen - Karnap - Altenessen“) publik gemacht: „Seit geraumer Zeit läuft ein Mann, groß und schlank, hier rum und brüllt vor sich hin. Beleidigt Leute, die ihm entgegen kommen, und mittlerweile wissen wir auch, dass er bei uns immer wieder ,Klingelmännchen’ macht. Seine verbalen Ausraster sowie seine Möchtegern-Angriffe machen meiner Tochter Angst.“

Damit löste sie eine heftige Diskussion in der Gruppe aus. Dutzende von Kommentaren belegen, dass zahlreiche Karnaper dem Mann begegnet sind und sich ebenfalls erschrocken haben.

Hündin wurde vor der Kita mit Bier überschüttet

Allerdings berichtet niemand von einem tätlichen Angriff auf einen Menschen, sondern nur über lautstarke Pöbeleien auf der Straße. Wohl ist eine Hündin traktiert worden, wie Serap S. erzählt: „Wenn ich meine Tochter von der Kita abhole, leine ich sie (die Hündin, die Red.) vor der Kita an und dort wartet sie dann brav auch. Als ich rein ging, haben ein paar Mamis gesehen, wie er unsere Hündin mit Bier überschüttet hat.“

Simone Stodiek, die die Facebook-Seite betreut, hat den „sehr großen und super dürren“, bärtigen Mann auch schon in der Straßenbahn erlebt. „Er stand neben mir und hat irgendetwas der Tür erzählt“, erinnert sie sich. Bedroht habe sie sich nicht gefühlt. Allerdings sei sie schon von mehreren Karnapern gebeten worden, in dieser Sache etwas zu unternehmen. Doch mehr als die Polizei zu informieren, könne sie auch nicht tun.

Das hat Daniela S. über den Notruf bereits gemacht. Als sie den herbei geeilten Beamten den Namen und Adresse des Mannes mitteilen konnte, hätten diese bestätigt, dass er bekannt sei. „Und sie sagten, man solle sich fern halten.“ Eine Stellungnahme der Polizei war gestern nicht zu bekommen.

Aggressive Kommentare zurück gepfiffen

Simone Stodiek hat sich über den ein oder anderen Facebook-Kommentar („im Dunkeln ihn vermöbeln“) geärgert. Inzwischen hat sie den Autor zur Ordnung gerufen. Denn sie glaubt: „Der Mann hat Probleme, aber ich finde, dass man ihn auch schützen muss.“

Das sieht auch Andrea S. so. Ihr Kommentar: „Klar, dass es erschreckt und auch manche ängstlich macht. Aber wenn er krank ist, macht er es nicht, um jemanden zu ärgern oder dass man sich darüber lustig macht. Er braucht Hilfe. Keiner weiß, was dahintersteckt.“

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