Streit um Kirchenvorstand

Vatikan weist Beschwerde von „Rettet St. Johann“ zurück

Der Verein protestierte gegen den Verkauf des Grundstücks und den Abriss der Kirche.

Der Verein protestierte gegen den Verkauf des Grundstücks und den Abriss der Kirche.

Foto: Socrates Tassos / FUNKE Foto Services

Essen-Altenessen.  Der Einspruch des Vereins „Rettet St. Johann“ gegen die Wahl des Kirchenvorstandes wurde auf höchster Ebene abgelehnt – vom Vatikan.

Im Streit um die Neuwahl des Kirchenvorstands der Pfarrei St. Johann Baptist und den Verkauf der Pfarrkirche in Altenessen hat nun auch die zuständige obere Verwaltungsbehörde des Vatikans die Position von Pfarrei und Bistum Essen gestärkt. Das teilt das Bistum in einer Pressemeldung mit.

Hierarchische Beschwerde

Die so genannte hierarchische Beschwerde, die ein von einem Mitglied des Vereins „Rettet St. Johann“ beauftragter Anwalt beim Vatikan eingelegt hatte, wurde von der – auch für dieses Rechtsmittel zuständigen – „Congegratio pro clericis“ (deutsch: Kongregation für den Klerus) „wegen rechtlicher und sachlicher Unbegründetheit“ zurückgewiesen. Der Verein setzt sich für den Neubau des Marienhospitals bei gleichzeitigem Erhalt der Kirche ein.

Gelsenkirchen und Münster lehnten Anträge ab

Zuvor hatten bereits das Verwaltungsgericht in Gelsenkirchen und das Oberverwaltungsgericht in Münster den Antrag des Vereins abgelehnt, dem Kirchenvorstand der Pfarrei St. Johann Baptist den Verkauf der Pfarrkirche über eine einstweilige Anordnung zu untersagen.

Kirchenvorstand verkaufte Grundstück für 1,1 Mio Euro

Ende Mai hat der Kirchenvorstand der Pfarrei das Grundstück der Pfarrkirche und der benachbarten Gebäude an den Krankenhausträger Contilia für 1,1 Millionen Euro verkauft.

Zudem werde es als Ersatz für die Pfarrkirche in der Klinik eine neue Kirche und weitere Räumlichkeiten für die Gemeinde St. Johann Baptist geben – so das Bistum.

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