30. Brunnenfest

Stoppenberger feiern zum 30. Mal ihr Brunnenfest

Brunnenfest Stoppenberg 1987 Halle Stiftsquelle

Brunnenfest Stoppenberg 1987 Halle Stiftsquelle

Foto: Willi Zimmermann

Stoppenberg.   Stoppenberg steht am kommenden Wochenende voll im Zeichen des Brunnenfestes – und das zum 30. Mal.

„Brunnenfest wurde zur Superfete“, so titelte das Wochenblatt beim ersten Fest dieses Namens, das die Werbegemeinschaft Stoppenberg veranstaltete. „Damals war es noch auf dem Gelände der Stiftsquelle, für die auch der Name Brunnenfest steht“, erinnert sich Franz B. Rempe, bei der Werbegemeinschaft für Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Stiftsquelle ist längst nicht mehr in Stoppenberg. Das Fest gibt es immer noch. Es zog von der Theodor-Pyls-Straße zwischenzeitlich zum Platz vor dem Hotel Petul und vor zwei Jahren schließlich auf den Barbarossaplatz. Dort ist am 6. und 7. Juli wieder Partyzeit – zum 30. Mal. Das Brunnenfest hat sich zu einem Klassiker unter den Stadtteilfesten in Essen entwickelt.

Zahlreiche Geschäftsleute haben sich in den vergangenen Jahrzehnten für den Stadtteil eingesetzt. Roland Hötte, Klaus Hölterhoff, Edith Feldhaus, Dorothee Förster, Willi König und Willi Zimmermann gehörten neben anderen zu den Organisatoren des ersten Brunnenfestes. Heute führt Martin Bachor die Werbegemeinschaft an. „Wir haben ein abwechslungsreiches Non-Stop-Programm für die ganze Familie zusammengestellt und freuen uns auf viele Besucher aus nah und fern“, erklärt Bachor, seit 2016 Vorsitzender der Werbegemeinschaft.

Vor Bachor hatte der Optiker Stephan Risch zusammen mit etlichen Mitstreitern 20 Jahre federführend dafür gesorgt, dass das traditionelle Stadtteilfest mit zwei Ausnahmen – einmal wegen des Sturms Ela und ein anderes Mal aus organisatorischen Gründen – regelmäßig stattfinden konnte. „Ihm gilt unser Dank für dieses außerordentliche Engagement“, hebt Martin Bachor hervor. Für die 30. Auflage haben sich die Mitglieder besonders in Zeug gelegt. „Ohne die Unterstützung und die finanziellen Beiträge unserer Mitglieder, aber auch der Bezirksvertretung, wären die hohen Kosten nicht zu stemmen“, so Martin Bachor.

Eröffnet wird das 30. Brunnenfest am Samstag um 16 Uhr durch Bürgermeister Rudolf Jelinek, der damit auch den Familiennachmittag einläuten wird. Ab 18 Uhr folgt der Dämmerschoppen mit der Schlagerparty. Frank Marin, Joel Gutje, Marta und Marco Kloss sorgen live für Stimmung. Höhepunkt des Abends wird der Auftritt des 20-jährigen Davin Herbrüggen sein, des Siegers von „Deutschland sucht den Superstar 2019“, der sicherlich auch seinen Siegerlied „The River“ singen wird.

Am Sonntag ab 11 Uhr geht es dann im Anschluss an den Frühschoppen weiter mit Künstlern, Musikern und Tanzgruppen aus dem Stadtteil und der Region. Um 13 Uhr macht die Big-Band des Gymnasiums am Stoppenberg den Auftakt. Anschließend erobern die „Chaotischen Hühner“ die Festbühne. Um 14.30 Uhr wird Oberbürgermeister Thomas Kufen Grußworte sprechen, um dann die Bühne für die Brunnenfest-Premiere des 40-köpfigen Ruhr-Sound-Orchesters zu räumen. Die Tanzgarde Närrische 11 und die Jazz-Formation Dixie Hot Doxx gehören zu den Dauergästen in Stoppenberg.

Eine Schlager-Legende krönt das Brunnenfest. Bata Illic, der im Herbst 80 Jahre wird, hat mit 62 Auftritten Geschichte der ZDF-Hitparade geschrieben. Seinen ersten Bühnenauftritt hatte er 1959, seine erste Schallplatte nahm er 1967 auf. Vor wenigen Wochen war er noch bei „50 Jahre Hitparade“ zu sehen und zu hören. „Weil mir meine Arbeit wirklich guttut. Egal, ob vor 500 oder 10.000 Menschen – ich bin glücklich, wenn ich singen darf“, sagt der gebürtige Bulgare.

In Stoppenberg wird die Zahl wohl dazwischen liegen. Im vergangenen Jahr kamen an beiden Tagen zusammen 5000 Besucher.

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