Sauberkeit

Stadt geht mit Niederdruck gegen Kaugummi auf Plätzen vor

Ekelig: Kaugummi unter der Schuhsohle.

Ekelig: Kaugummi unter der Schuhsohle.

Foto: Foto Services

Essen-Schonnebeck/Altenessen.   Aktionsplan „Essen bleib(t) sauber“: In jedem Stadtbezirk wird eine verdreckte Fläche außerplanmäßig gereinigt. Dafür wurde Maschine angeschafft.

Der Platz vor der Alten Badeanstalt mit den Eingängen zur U-Bahn in Altenessen sowie der Karl-Meyer-Platz in Schonnebeck werden demnächst einer Grundreinigung unterzogen, um das Kaugummi auf dem Pflaster zu beseitigen. Ursprünglich sollte die neue Reinigungsmaschine schon im vergangenen Jahr – zuerst am Hauptbahnhof und in der Innenstadt – eingesetzt werden. Doch dann wurde es zu kühl, weil der Einsatz der Maschine erst ab 10 Grad Wärme sinnvoll ist.

Hintergrund: Im vergangenen Sommer startete die Stadt ihren Aktionsplan „Essen bleib(t) sauber“. Oberbürgermeister Thomas Kufen reagierte damit auf die vielen Klagen über die zunehmende Anzahl von Dreckecken: „Ob in der Innenstadt oder in den Stadtteilen, auf öffentlichen Wegen und Straßen oder in Wald und Parkanlagen – vermüllte Wege und Plätze mag niemand. Daher setzen wir uns künftig verstärkt für die Beseitigung von Abfall und wildem Müll in unserer Stadt ein.“

Niederdruckdampftechnik kommt zum Einsatz

Ein Baustein dieses Aktionsplans ist das Angebot, neben dem Umfeld des Hauptbahnhofs probeweise auch jeweils einen öffentlichen Platz pro Stadtbezirk von Grund auf reinigen zu lassen. „Die Reinigung bezieht sich in erster Linie auf die Entfernung von Kaugummis von verschiedenen Untergründen mittels Niederdruckdampftechnik“, kündigte Brigitte Norwidat-Altmann, Leiterin der „Stabsstelle des Oberbürgermeisters Sauberkeit und Ordnung“, diese „überobligatorische Reinigung“ an. Aus Kostengründen sollte jede Fläche pro Bezirk nicht größer als 5000 Quadratmeter sein.

Bisher nur eine einmalige Aktion

Während sich die Bezirksvertretung V auf das Umfeld der Badeanstalt einigte, schlugen die BV VI den S-Bahnhof Zollverein-Nord vor. Dieser fiel schon häufiger durch ein verdrecktes Umfeld auf, zum Beispiel im Fußgängertunnel und auf den Außentreppen. Im Herbst wurde wenigstens nach der Beschwerde eines Anwohners das Gebüsch rund um die Fahrradboxen freigeschnitten.

Finanziert aus dem Budget des Aktionsplans

Doch nach einer Ortsbesichtigung kam man zu der Einschätzung, dass der Bereich für die Reinigungsleistungen nicht geeignet sei. Deshalb fragte das Projektmanagement nach einer „geeigneten Fußgängerfläche mit Aufenthaltsqualität“ nach. Die Bezirksvertretung benannte deshalb den Karl-Meyer-Platz in Schonnebeck.

Die außerplanmäßige Reinigung wird aus dem Budget des Aktionsplans bezahlt. Ob sie künftig regelmäßig stattfinden kann, hängt von der weiteren Finanzierung ab.

Bedarf ist sicherlich vorhanden.

Hotline und mobile Einsatzgruppe

Um über „Müll-Brennpunkte“ informiert zu werden, hat die Stadt die Telefon-Hotline 88 88 888 sowie die Telefax-Nummer 88 88 019 eingerichtet.

Eine mobile Einsatzgruppe soll den Verursachern schneller auf die Schliche kommen. Umweltsünden sind nun teurer.

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