SOS Kinderdorf

SOS-Kinderdorf sorgt sich um Kinder im Essener Norden

Offizielle Eröffnung des SOS-Kinderdorfs an der Hammacherstraße im Ostviertel, v.l. Matthias Hauer (MdB CDU), Herbert Stauber, Oberbürgermeister Thomas Kufen, Birgit Lambertz (Geschäftsführerin SOS-Kinderdorf), CDU-Ratsfrau Christiane Moos, hinten v.l. Prof. Johannes Münder (Ehrenvorsitzender SOS-Kinderdorf), Rudolf Jelinek (stellv. Bürgermeister), Konrad Lischka (Geschäftsführer Paritätischer Wohlfahrtsverband Essen) und Dirk Heidenblut (MdB SPD).

Offizielle Eröffnung des SOS-Kinderdorfs an der Hammacherstraße im Ostviertel, v.l. Matthias Hauer (MdB CDU), Herbert Stauber, Oberbürgermeister Thomas Kufen, Birgit Lambertz (Geschäftsführerin SOS-Kinderdorf), CDU-Ratsfrau Christiane Moos, hinten v.l. Prof. Johannes Münder (Ehrenvorsitzender SOS-Kinderdorf), Rudolf Jelinek (stellv. Bürgermeister), Konrad Lischka (Geschäftsführer Paritätischer Wohlfahrtsverband Essen) und Dirk Heidenblut (MdB SPD).

Foto: Nadine Przystow

Essen-Ostviertel.  SOS-Kinderdorf e.V. hat seit Donnerstag, 10. Juli, einen Anlaufpunkt für Kinder und Familien aus dem Essener Norden: Hammacherstraße 33.

Das Haus an der Hammacherstraße 33 hat schon verschiedene Nutzungen erfahren, Ursprünglich war es als Schule gebaut worden, später war dort auch mal das „Haus der Jugend“ untergebracht und zuletzt vom „Förderturm e.V.“ genutzt worden. In diesen Tagen war nicht zu übersehen, dass dort etwas Neues entstanden ist. Nun ist es (wieder) eine Anlaufstelle für Kinder und ihre Familien, die in Not sind. Die blassgrüne Fassade des mehrstöckigen Gebäudes, das der Anneliese-Brost-Stiftung gehört, harmoniert gut mit dem grünen Logo von SOS-Kinderdorf (nicht zu verwechseln mit SOS-Friedensdorf).

OB Thomas Kufen führt die Gästeliste an

Es ist die offizielle Eröffnung, denn schon seit dem 1. Januar 2019 ist es der Sitz des SOS-Kinderdorf Essen. Herbert Stauber, Leiter des Hauses, begrüßte bei der (Wieder-)Eröffnung im Versammlungsraum im 1. Stock viele Gäste. Oberbürgermeister Thomas Kufen war gekommen – dazu Lokalpolitiker wie Bundestagsabgeordnete. Und selbstverständlich Vertreter des weltweit tätigen SOS Kinderdorf e.V.

Umbau gelang in nur vier Monaten

Herbert Stauber erinnerte an den Sommer 2018, als bei vollem Betrieb der Umbau des Gebäudes aus dem Jahre 1933 begann. Unter anderem wurden aus der alten Turnhalle im Obergeschoss Wohnungen. Für das Café mussten unter anderem Decken durchbrochen werden. Überhaupt musste die eine oder andere Wand weichen. „In nur vier Monaten war alles fertig. Alle Beteiligten haben einen Riesenjob gemacht.“

Der hielt durchaus Überraschungen parat, wie Rüdiger Kersten, Geschäftsführer der Anneliese Brost Immobilien, vor Augen führte. „Da tauchten Stützen auf, wo keine sein sollten. Und dann fehlten welche, wo sie laut Plan sein sollten.“ Die Folge: Es mussten neue Berechnungen erfolgen und tonnenweise Stahl verarbeitet werden. SOS-Kinderdorf sei durch einen langfristigen Mietvertrag nicht nur ein verlässlicher Partner, sondern auch einer, der sich „mit erheblichen eigenen finanziellen Mitteln“ beteiligt hat. Oberbürgermeister Thomas Kufen fand ebenfalls nur lobende Worte für den Verein, der für das Förderturmhaus eingesprungen sei und damit verhindert habe, dass 70 Kinder nicht ins Bergfreie fielen.

Ein behüteter Ort für Kinder

Prof. Johannes Münder, Ehrenvorsitzender des SOS-Kinderdorf, betonte, dass es von Beginn das Ziel war, dort hin zu gehen, wo die Kinder sind. „Wir wollen den Kindern einen behüteten Ort bieten“, sagte Prof. Münder. „Kinder brauchen Menschen, die zu ihnen stehen, auch in schwierigen Zeiten“, pflichtete Birgit Lambertz, Geschäftsführerin des Vereins, bei.

Herbert Stauber steht in Essen von 44 Mitarbeitern vor. Im Betreuungs- und Pädagogikbereich sind es nahezu ausschließlich Festangestellte, im Bistrobereich auch Ehrenamtliche. Unter dem Dach an der Hammacherstraße 33 gibt es betreutes Einzelwohnen, eine Notschlafstelle, Mutter-Kind-Wohnen, eine Wohngruppe, Hausaufgabenhilfe und Lernförderung sowie eine Tagesgruppe. „Wir wollen für alle Menschen offen sein“, betont Herbert Stauber und verweist auf das Café als Ort der Begegnung.

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