Raritätenbörse

Raritätenbörse in Essen: Goldgrube für Jäger und Sammler

Bücher, Schilder, Spielzeug, Sammelkarten: Bei der zweitägigen Raritätenbörse über Pfingsten auf dem Gelände der Zeche Carl wird wieder so manches Sammlerherz höher schlagen.Foto:Socrates Tassos

Bücher, Schilder, Spielzeug, Sammelkarten: Bei der zweitägigen Raritätenbörse über Pfingsten auf dem Gelände der Zeche Carl wird wieder so manches Sammlerherz höher schlagen.Foto:Socrates Tassos

Essen-Altenessen.   Die 13. Raritätenbörse auf der Zeche Carl findet über Pfingsten an zwei Tagen statt, was für eine willkommene Entschleunigung sorgen soll.

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Die Sammelleidenschaft der Menschen ist schier grenzenlos. Nichts, das nicht gesammelt würde, für alles gibt es Anbieter und Abnehmer. Viele Dinge, früher alltäglich, heute aber längst von der Bildfläche verschwunden, findet man meist auf dem Flohmarkt, und auch Antikmärkte stehen hoch im Kurs. Wer jedoch gezielt echte Raritäten sucht oder abgeben möchte, gleichermaßen hochwertige wie urige Seltenheiten, die man sonst fast nur im Museum oder sogar gar nicht mehr sieht, muss schon besondere Veranstaltungen besuchen. Wie die 13. Raritätenbörse auf Zeche Carl.

Seit 2006 und seitdem stets zu Pfingsten gibt es diese Veranstaltung, für die bereits der optische Rahmen wie gemalt erscheint. Die alte Zechenlandschaft, Altenessen. Dass sich alte Schätze und Schätzchen dort wohl fühlen, kann man verstehen. Dinge, die auch heute noch die Herzen nicht weniger Menschen höher schlagen lassen.

Anbieter aus Irland, Frankreich oder Belgien

Als Andreas Henseler, ein 53-jähriger Hattinger, 2006 seine erste Raritätenbörse Ruhr auf dem Carl-Gelände veranstaltete, war alles noch deutlich kleiner. Mittlerweile jedoch hat sich die Veranstaltung rumgesprochen weit übers Ruhrgebiet hinaus. Bei den reinen Besuchern, aber auch bei denen, die nicht nur kaufen, sondern auch verkaufen möchten. Die kommen aus Irland oder Frankreich, aus Belgien, den Niederlanden oder halb Deutschland. „In diesem Jahr haben wir 101 Anbieter“, so Sonja Henseler, die Gattin des Chefs. „So viele wie noch nie.“

Da man jedoch keinen Schnelldurchgang möchte, an dem alle nur noch durch die Hallen und über den Platz hetzen, wurde die Börse im vergangenen Jahr erstmals auf zwei Tage ausgeweitet. Das bewährte sich, so dass die Henselers ihre Raritätenbörse auch diesmal an Pfingstsonntag und Pfingstmontag veranstalten – und das jeweils noch zwei Stunden länger.

Stammgast aus Hongkong

Ob auch Stammkunde Shannon Hellmann wieder vorbeischaut, der bislang nahezu jedes Jahr eigens aus Hongkong zur „amazing Essener Raritätenbörse“ anreiste, „weil ich so etwas in der Form noch nirgendwo anders gesehen habe“, wird sich zeigen. In jedem Fall rücken viele der Verkäufer bereits am Samstag an und treffen sich vor Ort zum Aufbau. Viele, die sich kennen und mittlerweile auch mögen, denn Leidenschaft verbindet.

„Klasse statt Masse“ ist das Motto, angeboten wird Design, Indus­triedesign oder Art Deco der 20er, 50er und 70er Jahre, Schallplatten, Kleidung, Schmuck, Jukeboxen oder Flipper aus den Fünfzigern, natürlich alte Reklame oder historische Werbung wie Emaille- oder Blechschilder und selbstredend allerlei aus den schrill-schrägen Siebzigern. Zudem gibt es alte Technik (Photografika, Nautik, Rechenmaschinen), Bergbauraritäten, altes Blechspielzeug, und, und, und. Henseler: „Natürlich erlauben wir grundsätzlich nur Originale aus ihrer Zeit, auch wenn sie schon Patina angesetzt haben.“

Besonderer Service am Rand: Man kann seine Objekte vor Ort und kostenlos von ausgewiesenen Experten schätzen lassen. Etwa bei den Essenern Markus Krause (Michelin & Bibendum), Udo van Oepen (Automobilia und Autoliteratur, Prospekte) oder Helga Herz (Puppen, Spielzeug).

>>ZWEI VERANSTALTUNGSTAGE

Viele alte Schätzchen gibt’s auf der 13. Raritätenbörse Ruhrgebiet auf dem Industriegelände der Zeche Carl. Wie schon 2017 gibt es aufgrund der zu erwartenden Resonanz auch diesmal gleich zwei Ausstellungstage: Pfingstsonntag und Pfingstmontag, 20./21. Mai, jeweils von 10 bis 18 Uhr.Eintritt: 5 Euro pro Tag, Kinder bis zwölf Jahren frei. Info: www.raritaetenboerse.com

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