St. Johann Baptist

Pfarrgemeinderat ist geplante Kirche im Krankenhaus zu klein

Die Kirche St. Johann Baptist.

Die Kirche St. Johann Baptist.

Foto: Socrates Tassos

Essen-Altenessen.   Im geplanten Contilia-Hospital in Altenessen soll es als Ersatz für St. Johann Baptist eine Kirche geben. Die ist dem Pfarrgemeinderat zu klein.

Nach dem Kirchenvorstand hat am vergangenen Dienstagabend auch der Pfarrgemeinderat von St. Johann Baptist über den ersten Entwurf des Kaufvertrags für die Pfarrkirche diskutiert. 80 Mitglieder der Pfarrei nutzten die Gelegenheit, um erstmals Details aus dem Vertragsentwurf zu erfahren, den Contilia der Pfarrei vorgelegt hat, heißt es in einer Pressemitteilung. Contilia plant bekanntlich ein neues Krankenhaus auf dem Gelände des Marienhospitals sowie der Kirche St. Johann Baptist. In dem Krankenhaus soll es auch eine neue Kirche für die Gemeinde geben. Ein wichtiger Punkt ist deren Größe.

Erster Entwurf: 150 Quadratmeter und 100 Sitzplätze

Im ersten Vertragsentwurf der Contilia sei von einer Kirche mit rund 150 Quadratmetern und etwa 100 Sitzplätzen die Rede, erläuterten die Juristen Marcus Klefken (Leiter des Dezernats Kirchengemeinden im Bistum Essen) und Rudolf Gewaltig (Stabsabteilung Recht des Bistums), die den Vertragsentwurf vorstellten. Auch der Kirchenvorstand habe diesen Punkt bereits kritisiert, so Klefken, „da ist noch Luft nach oben“. Ein Gast der Sitzung verwies darauf, dass in St. Johann Baptist regelmäßig 350 Gläubige die Sonntagsmesse besuchten. „Hier wird auf jeden Fall nachverhandelt“, stellte Klefken klar.

Bücherei und Kleiderkammer sind weitere Themen

Ulrich Hütte, Kirchenvorstandsvertreter im Pfarrgemeinderat, bekräftigte: „Unser Ziel im Kirchenvorstand ist, in den Verhandlungen mit Contilia das Bestmögliche für die ganze Pfarrei und die Gemeinde herauszuholen. Wenn der Vertrag am Ende nicht entsprechend aussieht, werden wir nicht unterschreiben.“ Michael Rüsing, Vorsitzender des Pfarrgemeinderats, brachte die Bücherei und die Kleiderkammer ins Spiel. Gerade bei der Bücherei gebe es durchaus die Idee, dass diese mit einem Standort im Krankenhaus künftig sowohl Gemeindemitgliedern als auch Patienten zur Verfügung stehen könnte.

Sakristei, Pfarrbüro und eigener Eingang

Neben der Kirchen-Größe dürfte der noch nicht fixierte Beitrag der Contilia zum Jugendheim-Umbau ein Diskussionspunkt werden.

Wichtige Punkte seien – so Gewaltig und Klefken – im ersten Vertragsentwurf bereits festgelegt: die Sakristei, das Pfarrbüro und ein eigener Eingang zum Beispiel. Am 11. Februar wird sich der Kirchenvorstand mit den Einwänden und Ergänzungsvorschlägen aus den eigenen Reihen, vom Pfarrgemeinderat und von Pfarrmitgliedern beschäftigen. Eine Verhandlungsgruppe wird dann mit Contilia über diese Themen sprechen. Der ausverhandelte Vertrag werde dann dem Pfarrgemeinderat vor der abschließenden Beschlussfassung durch den Kirchenvorstand vorgelegt.

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