Kita Ostermannplatz

Ostermannplatz ist als Kita-Standort nicht alternativlos

Auf einem Nachbarschaftsfest sprachen sich die Menschen im Eltingviertel für den Erhalt des Ostermannplatzes aus. Foto:Uwe Möller

Auf einem Nachbarschaftsfest sprachen sich die Menschen im Eltingviertel für den Erhalt des Ostermannplatzes aus. Foto:Uwe Möller

Essen-Nordviertel.   Die Linke im Rat hatte der Verwaltung elf weitere Kita-Standorte im Eltingviertel vorgeschlagen. Vier davon sind planungsrechtlich unbedenklich.

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Der Bau einer Kita auf dem Ostermannplatz im Eltingviertel, so wie Vonovia ihn plant, ist offensichtlich nicht alternativlos. Es gibt zumindest vier andere Standorte, auf denen der Bau einer Kita planungsrechtlich möglich wäre. So steht es in einer Antwort, die die Ratsfraktion Die Linke nun auf ihre Anfrage im Ausschuss für Stadtentwicklung und Stadtplanung vom Amt für Stadtplanung und Bauordnung bekommen hat.

Wolfgang Freye, der für Die Linke im Ausschuss für Stadtentwicklung und Stadtplanung sitzt, hatte Anfang September die Verwaltung um alternative Standorte gebeten und zugleich elf mögliche Standorte für eine Kindertagesstätte selbst zur Prüfung vorgeschlagen.


Es sollte rasch geklärt werden, wie es weitergeht

Nun erhielt er die Antwort: Es gibt vier alternative Standorte im Eltingviertel oder in seinem Einzugsgebiet, die planungsrechtlich in Frage kämen. Drei dieser Flächen – der RWE-Parkplatz an der Beisingstraße, die alte Tankstelle an der Stoppenberger Straße und die Brachfläche der ehemaligen Kirche an der Süderichstraße – befinden sich in Privateigentum. Die Parkplätze an der Blücherstraße gehören der Stadt.

„Es gibt also doch Alternativstandorte für eine Kita im Eltingviertel, was Vonovia immer bestritten hat“, so Wolfgang Freye. „Und da ist die Alternative, mehrere Wohnungen zusammenzulegen und zu einer Kita umzubauen, noch nicht mitgerechnet.“ Jetzt sollte rasch geklärt werden, wie es weitergehe. Auf jeden Fall gebe es nun noch weniger Grund, die benötigte neue Kita auf dem Ostermannplatz zu bauen, worauf der Wohnungsbaukonzern Vonovia sich versteift.“

Die Linke sieht Chancen auf den Erhalt gestiegen

Die Chancen, dass der Ostermannplatz als grüne Oase und sozialer Treffpunkt mitten im dicht besiedelten Nordviertel erhalten bleiben könne, sind nach Ansicht der Ratsfraktion Die Linke mit der aktuellen Auskunft der Verwaltung gestiegen.

>>> Nachbarn sehen sich in ihrer Auffassung bestätigt

„Wir sehen uns in unserer Auffassung bestätigt, weil wir immer schon gesagt haben, dass es Alternativen zum Ostermannplatz gibt“, erklärt Roland Wulftange, ein Sprecher der Nachbarschaftsinitiative im Eltingviertel.

Vonovia hat einen Bauantrag für eine Kita auf dem Ostermannplatz gestellt. Eine Entscheidung darüber ist noch nicht gefallen.

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