Wohnungsbau

Neues Wohnquartier am Schulzentrum in Essen-Stoppenberg

Blick über das Gelände, das die Allbau GmbH vom Bistum Essen erwarb, um dort neue Wohnungen zu bauen. Im Hintergrund liegt das Schulzentrum Stoppenberg.

Blick über das Gelände, das die Allbau GmbH vom Bistum Essen erwarb, um dort neue Wohnungen zu bauen. Im Hintergrund liegt das Schulzentrum Stoppenberg.

Foto: Christof Köpsel

Essen-Stoppenberg.   Die Allbau GmbH hat vom Bistum Essen ein Teilstück auf dem Gelände im Mühlenbruch erworben. 119 Wohnungen und Eigenheime sollen entstehen.

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In einem Investorenwettbewerb hatte das Bistum Essen eine Teilfläche des bischöflichen „Schulzentrum am Stoppenberg“ zum Verkauf angeboten. Am Ende machte die Allbau GmbH mit ihrem städtebaulichen Konzept für das rund 27 000 Quadratmeter große Areal an der Straße Im Mühlenbruch das Rennen. Nun sollen dort 119 Wohnungen und Eigenheime entstehen.

Neue Kita für vier Gruppen

Unweit des Unesco-Welterbes Zollverein will Allbau einen Mix aus 44 öffentlich geförderten Mietwohnungen (3100 m2), weiteren 18 frei finanzierten Einfamilienhäusern zur Miete (1900 m2) sowie 56 Eigenheimen (5800 m2) auf einer Wohn-/Nutzfläche von 11 500 m2 realisieren. „Für das Allbau-Konzept sprach nicht zuletzt auch der Plan, eine Kindertagesstätte mit vier Gruppen vor Ort zu etablieren. Das vorgestellte städtebauliche Konzept, die Mischung an Wohnformen und die geplante Kita begrüßt das Bistum Essen sehr“, sagt Jörg Niermann, Leiter der Abteilung Bau und Immobilien im Bistum Essen. „Wir freuen uns über diesen attraktiven Beitrag zur Quartierentwicklung im Umfeld des Schulzentrums.“

Auch Allbau-Chef Dirk Miklikowski wertet das eigene Konzept als positive Ergänzung zum vorhandenen Wohnbestand: „Das Umfeld des Schulareals ist geprägt durch eine aufgelockerte, offene Bauweise mit Geschosswohnungsbau, Einfamilienhäusern und einer guten Durchgrünung. Die von vielen Bürgern herbeigesehnte Kita wird zusätzlich für viel Leben im Quartier sorgen.“

Schulbetrieb wird nicht eingeschränkt

Zwingende Voraussetzung für den Verkauf des Grundstücks sei gewesen, dass durch den Neubau der Schulbetrieb vor Ort nicht leidet. Bekanntlich wird im Stoppenberger Schulzentrum derzeit am Gymnasium und in der Sekundarschule unterrichtet, nachdem im vergangenen Sommer die Realschule nach 48 Jahren schloss.

Ganz im Gegenteil soll sich die Situation für die Schülerinnen und Schüler in Stoppenberg sogar noch verbessern. Bistumssprecher Ulrich Lota: „Im Gegenzug werden wir die bestehende Sporthalle des Schulzentrums nicht nur sanieren, sondern auch erweitern.“ Außerdem soll eine bedarfsgerechte Außensportanlage entstehen.

Stillschweigen über Kaufpreis

Wie viel Geld das Bistum Essen in diese Projekte investiert, ist momentan noch offen. Sicher ist, dass der Verkaufserlös in Stoppenberg reinvestiert werden soll. Über den Kaufpreis des abgegebenen Grundstücks haben beide Parteien allerdings Stillschweigen vereinbart.

Sicher ist jedoch, dass die Stadt Essen erst noch einen rechtswirksamen Bebauungsplan aufstellen muss, damit Allbau sein Projekt realisieren kann. „Die Vorgespräche mit dem Planungsamt signalisieren eine breite Unterstützung unseres städtebaulichen Konzepts“, gibt sich Miklikowski zuversichtlich. „Der von uns vorgesehene Nutzungsmix entspricht der politischen Interessenlage.“

>> WEITERE BAUPROJEKTE IN VOGELHEIM UND KATERNBERG

Die Allbau GmbH ist zurzeit an mehreren Stellen im Essener Stadtgebiet aktiv. Erst vor ein paar Wochen begann sie mit dem Bau von 19 öffentlich geförderten Mietwohnungen in der Grundstraße in Katernberg.

Ein weiteres Bauprojekt nahm der größte Wohnungsanbieter der Stadt unlängst mit 57 öffentlich geförderten Wohnungen in der Wildstraße in Vogelheim in Angriff. Auch die Großbaustelle in Holsterhausen (Cranachhöfe) geht sichtbar voran.

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