Kolpinghaus Altenessen

Neuer Pächter führt das Kolpinghaus in Altenessen

Bernhard Bietenbeck (l.), Vorsitzender des Kolpinghaus e.V., setzt auf gute Zusammenarbeit mit Restaurant-Pächter Simic Vucina und Jasmina Milosavljevic (3. und 4. v.l.) und deren Team. Am Míttwochabend eröffnen sie an der Kolpingstraße offiziell das Restaurant und die „Zunftstube“ im Kellgergeschoss. Foto:Socrates Tassos

Bernhard Bietenbeck (l.), Vorsitzender des Kolpinghaus e.V., setzt auf gute Zusammenarbeit mit Restaurant-Pächter Simic Vucina und Jasmina Milosavljevic (3. und 4. v.l.) und deren Team. Am Míttwochabend eröffnen sie an der Kolpingstraße offiziell das Restaurant und die „Zunftstube“ im Kellgergeschoss. Foto:Socrates Tassos

Essen-Altenessen.   Ab Mittwoch servieren die neuen Pächter Simic Vucina und Jasmina Milosavljevic im Kolpinghaus Altenessen kulinarische Spezialitäten vom Balkan.

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Die neue Ära im Altenessener Kolpinghaus beginnt am Mittwochabend um 19 Uhr. Dann eröffnen Simic Vucina (44) und Jasmina Milosavljevic ihr neues Balkan-Restaurant an der Kolpingstraße 16. Für das serbisch-kroatische Paar sowie ihre Söhne Bojan (20) und Borko (18) ist das ein großer Schritt in eine für sie hoffentlich erfolgreiche Zukunft.

Aber auch für den Kolpinghaus-Altenessen e.V. hängt viel von der Entwicklung in ihrem Traditionshaus ab.

Denn nach nur gut zwei Jahren sah sich der zehnköpfige Verein gezwungen, den Pachtvertrag mit dem bisherigen Restaurant- und Zunftstuben-Wirt aufzulösen. Vorsitzender Bernhard Bietenbeck möchte keine schmutzige Wäsche waschen und nennt keine Gründe für die Trennung, doch sei sie unumgänglich gewesen.

Schwund an Gästen

Weniger zurückhaltend ist Dieter Stodiek. Als Vorsitzender des VdK-Ortsverbandes Altenessen/Karnap und direkter Nachbar des Kolpinghauses ist der 74-jährige Bezirkspolitiker Stammgast in der „Zunftstube“. „Ich treffe mich hier immer zum Doppelkopfabend mit Freunden“, erzählt er. Und hier habe nicht nur er den Eindruck gewonnen, dass zuletzt „das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht mehr gestimmt“ habe. Die Folge sei ein Schwund an Gästen gewesen, „so dass ich mir nicht vorstellen konnte, dass der Betreiber noch die Pacht zahlen kann“.

Hamburg, Bremen, Oldenburg und Bottrop

Simic Vucina und seine Partnerin Jasmina wollen dagegen die Chance nutzen, die ihnen das Restaurant mit Saal im Erdgeschoss sowie die „Zunftstube“ im Souterrain bieten. 1990 nach Deutschland ausgewandert, arbeitete der ausgebildete Koch und Kellner in verschiedenen Küchen zwischen Hamburg, Bremen und Oldenburg, bis es ihn ins Ruhrgebiet zog. Zuletzt hatte das Paar das Restaurant „Wild Rose“ in der Bottroper Innenstadt betrieben, doch als der Pachtvertrag auslief, stand eine Neuorientierung auf der Karte.

„Wir suchten ein größeres Haus, möglichst mit Saal, Biergarten und Kegelbahn“, erklärt Simic Vucina. Mit Balkan-Spezialitäten, internationalen Speisen und auch gutbürgerlicher Küche, aber auch mit den Weinen aus seiner Heimat möchte er das Kolpinghaus wieder zum Anlaufpunkt im Stadtteil machen.

„Der neue Pächter macht einen sehr offenen Eindruck“

Dieter Stodiek ist jedenfalls verhalten optimistisch, dass seine Doppelkopfrunde ihre Heimat nicht verliert. „Der neue Pächter macht einen sehr offenen und professionellen Eindruck. Ich habe einen positiven Eindruck, auch von der Karte.“ Gleichzeitig befürchtet er jedoch: „Er wird es schwer haben, die Gastronomie wieder aufzubauen.“

>>> Restaurant ist an sieben Tagen pro Woche geöffnet

An sieben Tagen in der Woche ist das Kolpinghaus-Restaurant künftig geöffnet, und zwar montags bis samstags von 16 bis 22.30 Uhr sowie sonn- und feiertags von 11.30 bis 22.30 Uhr.

Der Saal im Kolpinghaus wird weiterhin für Veranstaltungen angeboten wie z. B. Weihnachtsfeiern, Silvesterpartys und Karnevalsfeten. Kontakt: info@kolpinghaus-restaurant-essen.de

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