Mobilitea

Mobilitea heißt Tee trinken und Kontakte knüpfen

Von links: Mustafa Mert (Viertelimpuls), Paul Hendricksen (ISSAB) und Initiatorin Laura Schöler auf dem Schonnebecker Markt. 

Von links: Mustafa Mert (Viertelimpuls), Paul Hendricksen (ISSAB) und Initiatorin Laura Schöler auf dem Schonnebecker Markt. 

Foto: Dietmar Mauer

Essen-Schonnebeck.  Vor zwei Jahren startete Mobilitea in Katernberg. Ab dem 2. April gibt es in Schonnebeck den Tee zum Gespräch – oder umgekehrt.

Am Anfang stand die Bachelorarbeit der Sozialdesignerin Laura Schöler. Ihre Idee: Man fahre mit einem Gefährt durch den Stadtteil, bleibe hier und da stehen, biete den Menschen einen Tee an und komme ins Gespräch. Bis Ende Februar war Mobilitea – der Begriff verbindet Beweglichkeit und Tee – in Katernberg unter dem Dach der evangelischen Gemeinde unterwegs. Ab Dienstag, 2. April, wird nun in Schonnebeck der Tee ausgeschenkt. Laura Schöler, die einen Vertrag über 15-Wochenstunden hat, ist beim kürzlich gegründeten Verein Viertelimpuls beschäftigt. Dieser hat sich Stadtteil- und Gemeinwesenarbeit auf die Fahnen geschrieben.

Der Traum vom Truck platzte

„In Katernberg haben wir auf dem Markt angefangen. Das tun wir nun in Schonnebeck auch“, sagt Paul Hendricksen, ISSAB-Stadtteilmoderator. Laura Schöler ging seinerzeit mit großem Eifer an das Projekt. „Und auch mit ein wenig Naivität“, sagt sie rückblickend. Der Traum war ein Truck mit ausklappbarer Theke. Doch dieser Traum platzte. Statt mit einem Truck ging es mit einem Fahrrad durch den Stadtteil. „Die Arbeit hat sich aber gelohnt. Aus den Treffen an den verschiedenen Standorten ging zum Beispiel einen Frauengruppe und ein Mietertreff hervor“, erzählt Laura Schöler.

Ab Mai sollen regelmäßig zwei Standorte angefahren werden

Und nun erfolgt der Ortswechsel. Erste Kontakte nahmen Laura Schöler gemeinsam mit Paul Hendricksen und Mustafa Mert am vergangenen Donnerstag auf dem Markt auf. Letzterer ist in Doppelfunktion vor Ort. Erstens ist er Mitglied von Viertelimpuls, zweitens – und das ist mindestens ebenso viel Wert – ist er Schonnebecker. Der Auftakt wird auf dem Marktplatz stattfinden. Ab Mai sollen regelmäßig zwei Standorte angefahren werden. Und Mustafa Mert hat sofort Vorschläge parat. „Hohe Straße/Ecke Auf der Reihe zum Beispiel. Oder Karl-Meyer-Straße/Ecke Dornbusch. Oder Beisen.“

Crowdfunding soll Geld einbringem

Finanzielle Unterstützung kann Mobilitea selbstverständlich gebrauchen. Viertelimpuls kann als Verein auch Spenden entgegennehmen, was zuvor nicht ging. Es gibt auch eigene Initiativen. Mobilitea nimmt an einem Crowdfunding auf der Plattform startnext.de teil, das Anfang Mai online gehen wird. Es geht darum, möglichst viele Unterstützer zu mobilisieren. Der Sieger erhält 50.000 Euro.

Bei allem darf und wird der Tee auch in Schonnebeck nicht zu kurz kommen. Es gibt ihn in verschiedenen Sorten. Ob im stilvollen Glas oder praktischen Becher.

>>> Antrag auf Förderung der E-Mobilität gestellt

  • Die automatisierte Mobilität hat Laura Schöler noch nicht abgeschrieben.
  • Sie hat bei der Stiftung eines großen Energiekonzerns einen Antrag auf Förderung gestellt. „Wir sind in Gesprächen“, sagt Laura Schöler. Falls diese ein positives Ende haben werden, wird das jetzige grüne Fahrrad mit Anhänger in den Ruhestand geschickt und durch ein E-Mobil ersetzt werden.

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