MUSIKSZENE

Madrigalchor Essen feiert 50-Jähriges

1968 gründete sich in Altenessen der Madrigalchor, der am übernächsten Sonntag auf der Zeche Carl sein 50-Jähriges feiert. Das Bild zeigt den Chor beim großen Weihnachtskonzert im vergangenen Jahr in der Alten Kirche. Foto:Waclawek

1968 gründete sich in Altenessen der Madrigalchor, der am übernächsten Sonntag auf der Zeche Carl sein 50-Jähriges feiert. Das Bild zeigt den Chor beim großen Weihnachtskonzert im vergangenen Jahr in der Alten Kirche. Foto:Waclawek

Essen-Altenessen.   Großes Jubiläumskonzert am Sonntag, 17. Juni, im Festsaal der Zeche Carl. Motto: „Wir lieben sehr im Herzen, ein musikalischer Querschnitt“.

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Der Lauf der Dinge. Weil sich mit den Zeiten auch das Freizeitverhalten der meisten Menschen geändert hat, ringen etwa auch nahezu alle Chöre mit Nachwuchsproblemen. Viele sind längst von der Bildfläche verschwunden, komplett aus der Mode gekommen ist der klassische Chorgesang aber keineswegs. Im für Essen und Bottrop zuständigen Essener Sängerkreis etwa gibt es immerhin noch über 70 Chöre mit rund 2500 Sängerinnen und Sängern und ähnlich vielen Fördermitgliedern. Einer davon: der tief in Altenessen verwurzelte Madrigalchor, der in diesen Tagen sein 50-Jähriges feiert.

Vorgängerchor: MGV Sängerbund 1861

Sonntag in einer Woche ist es soweit. Am 17. Juni um Punkt 11 Uhr beginnt im Festsaal auf der Zeche Carl die große Festmatinee. Warme Worte wird’s geben, im Mittelpunkt jedoch steht, was die aktuell 33 Aktiven zusammen mit dem Musikalischen Leiter Volker Buchloh am liebsten tun: das Singen. „Man darf sich auf ein gut anderthalbstündiges Programm freuen“, verheißt Sprecherin Clarissa Waclawek. Motto: „Wir lieben sehr im Herzen – ein Querschnitt durch 50 Jahre Chorarbeit“. Am Klavier sitzt diesmal Harald Schollmeyer, die musikalische Leitung liegt wie immer in den Händen von Buchloh.

Um sich vorzubereiten und zudem den Bekanntheitsgrad des Chores weiter zu erhöhen, haben der Vorsitzende Günter Einck und seine Mitstreiter im vergangenen Jahr regelmäßig am ersten Mittwoch im Monat ein offenes Liedersingen angeboten. Das gibt es in der Form nicht mehr, gleichwohl ist natürlich jeder, der möchte, bei den Mittwochsproben im urigen Festsaal des altehrwürdigen Kolpinghauses willkommen, um sich einmal anzuhören, was die Altenessener denn so treiben. Wer die aktuell 20 Frauen und 13 Männer erlebt, merkt aber schnell, dass der Spaß an Musik und Gesang in der ersten Reihe steht.

Erster Musikdirektor 1968: Siegfried Trebing

Angefangen hat alles 1968. Nachdem der über 100 Jahre zuvor gegründete MGV Sängerbund 1861 Altenessen mangels Mitgliedern vor dem Aus stand, sorgte die erste alternative Probe am 26. Januar ‘68 bereits für den Umschwung. Viele Männer, viele Frauen. Genügend Akteure, einen neuen Chor zu gründen, den Madrigalchor. Manfred Gerunde übernahm den ersten Vorsitz, Musikdirektor Siegfried Trebing die Leitung.

Übrigens: Einer, der schon damals dabei war und auch heute noch mit Inbrunst eine der vier Bass-Stimmen singt, ist Wilhelm Mick. Mitte 80, auch Notenwart und eigenen Angaben zufolge „so etwas wie der letzte Mohikaner, der vom ehemaligen Männergesangsverein übrig geblieben ist“.

>>EINTRITT ZUR FESTMATINEE IST FREI

Der Eintritt zum Jubiläumskonzert am Sonntag, 17. Juni, ab 11 Uhr im Festsaal der Zeche Carl an der Wilhelm-Nieswandt-Allee 100 ist frei. Spenden sind gleichwohl willkommen.Geprobt wird immer mittwochs ab 18.30 Uhr im Kolpinghaus an der Kolpingstraße 16 in Altenessen. Weitere Details über den Chor gibt es im Internet unter: www.essenermadrigalchor.de

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