Kinderschutzbund

Lernhäuser können auf Lions und Leos zählen

Treffen beim Kinderschutzbund, v.l. Martin Hollinger (Koordination Lernhäuser) Georg Langer (Lions Club Cosmas und Damian), Thomas Caspari (Leo-Club), Manfred Schlaak (Lions Club Essen Assindia), Corinna Erdmann (pädagogische Leitung Lernhäuser) und Burkhard Fischer, der frühere Governor des Districts Westfalen-Ruhr, des Dachverbandes von über 100 Lions Clubs.

Treffen beim Kinderschutzbund, v.l. Martin Hollinger (Koordination Lernhäuser) Georg Langer (Lions Club Cosmas und Damian), Thomas Caspari (Leo-Club), Manfred Schlaak (Lions Club Essen Assindia), Corinna Erdmann (pädagogische Leitung Lernhäuser) und Burkhard Fischer, der frühere Governor des Districts Westfalen-Ruhr, des Dachverbandes von über 100 Lions Clubs.

Foto: Kerstin Kokoska / FUNKE Foto Services

Altenessen.   Der Kinderschutzbund öffnete vor 19 Jahren sein erstes Lernhaus. Seit sieben Jahren unterstützen die Lions und Leos den laufenden Betrieb.

Bei 25 Grad und strahlendem Sonnenschein an die Adventszeit zu denken, ist kein leichtes Unterfangen. Den Vertretern dreier Lionsclubs, der Jugendorganisation, der Leos sowie des Kinderschutzbundes gelang das mühelos, denn es gab etwas Erfreuliches zu vermelden. Im siebten Jahr fördern die Lions Clubs Essen Assindia, Cosmas et Damian und Ludgerus und der Leo-Club Essen-Zollverein die Lernhäuser mit dem Erlös ihrer Adventskalender-Aktion. In sieben Jahren kamen über 200.000 Euro zusammen.

Die Adventskalender-Verkauf sei schon harte Arbeit, sagt Koordinator Manfred Schlaak vom Lions Club Essen Assindia. Aber es werde immer einfacher. Soll heißen: Der Adventskalender habe mittlerweile bei Sponsoren wie Käufern gleichermaßen einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht. Die Idee stammt von den Leos, der Nachwuchsorganisation der Lions. „Eine solche Zusammenarbeit zwischen Lions Clubs ist in Deutschland wohl einmalig. Uns war wichtig, nicht eine Randgruppe, sondern möglichst viele Kinder zu unterstützen“, sagt Manfred Schlaak. Und das sei bei den Lernhäusern gewährleistet. „Hier versickert nichts“, so Schlaak.

Worte, die Martin Hollinger und Corinna Erdmann, Koordinator und pädagogische Leiterin der Lernhäuser, selbstverständlich gern hören. Die Gründungsidee war, etwas gegen ungleiche Start-, Entwicklungs- und Bildungschancen zu tun. „Und die Idee ist aktueller denn je. Die Situation in der Stadt wird nicht besser“, sagt Martin Hollinger. Da der städtische Beitrag für die Lernhäuser in Altenessen, Borbeck, Katernberg und Stadtmitte bei weitem nicht ausreiche, gebe die jährliche Spende der Lions Sicherheit für die Arbeit. Täglich würden in den vier Häusern rund 200 Kinder gefördert. Für alle Häuser gebe es Wartelisten. „Wir könnten drei, vier Lernhäuser mehr gebrauchen“, so Martin Hollinger.

Die Unterstützung kommt auch dem Vorbeuge-Projekt „Mein Körper gehört mir“ des Kinderschutzbundes zugute. Das ist ein besonderes Anliegen der Leos. „Als das Projekt vor ein paar Jahren auf der Kippe stand, haben wir uns entschieden, es kontinuierlich zu unterstützen“, sagt Thomas Caspari vom Leo-Club Essen-Zollverein. Seit 1998 schickt der Kinderschutzbund auf Anfrage Theaterpädagogen in dritte und vierte Klassen von Grundschulen. In einem Theaterstück wird in vier Abschnitten das Thema Kindesmissbrauch kindgerecht behandelt.

Die Vertreter der Lions Clubs sagten zu, die Unterstützung fortzusetzen. Die Planung für den Adventskalender 2019 läuft. Das Motiv wird diesmal die Margarethenhöhe sein.

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