Kindertagesstätte

„Kleiner Pütt“ bietet ab November 74 Kindern einen Kitaplatz

Andreas Franke, Roger Mondey, Bjorn Steinhoff, Falko Derwald, Hans-Peter Noll, Ulrich Spie, Thomas Grotenhöfer und Thomas Pape (v.l.) zusammen mit Kindern der Kita Blauer Elefant stehen vor der Baustelle der neuen Kita des Deutschen Kinderschutzbundes Ortsverband Essen und der Unternehmensgruppe Derwald auf dem Welterbe Zollverein in Essen

Andreas Franke, Roger Mondey, Bjorn Steinhoff, Falko Derwald, Hans-Peter Noll, Ulrich Spie, Thomas Grotenhöfer und Thomas Pape (v.l.) zusammen mit Kindern der Kita Blauer Elefant stehen vor der Baustelle der neuen Kita des Deutschen Kinderschutzbundes Ortsverband Essen und der Unternehmensgruppe Derwald auf dem Welterbe Zollverein in Essen

Foto: Socrates Tassos

Essen-Stoppenberg.   Der Kinderschutzbund Essen stellte seine künftige Kindertagesstätte „Kleiner Pütt“ vor. Im November wird sie auf dem Zollverein-Gelände eröffnet.

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„Kleiner Pütt“ heißt die neue Kindertagesstätte auf dem Zollverein-Gelände. Es ist die dritte Tagesstätte des Kinderschutzbundes in Stoppenberg und Katernberg. Ab November werden dort 74 Kinder, davon 24 Kinder unter drei Jahren, spielen und lernen.

Auf den ersten Blick deutet derzeit nichts darauf hin, dass an der Martin-Kremmer-Straße einmal ein Kinderparadies entstehen könnte. Das von der Dortmunder Firma Derwald errichtete Bürogebäude steht noch im Rohbau, das Außengelände ist noch eine öde Schotterlandschaft. Doch Hans-Peter Noll, der Vorstand der Stiftung Zollverein, kann schon stolz erste Entwürfe für den Spielplatz im hinteren Bereich präsentieren. An der konkreten Planung werden später auch Kinder aus dem Stadtteil beteiligt. „Das Weltkulturerbe Zollverein und die umliegenden Wohnquartiere sollen stärker zusammenwachsen“, wünscht sich der Stiftungsvorstand. Die neue Kita bildet mit dem neuen Hotel sowie der Folkwang Universität der Künste quasi ein Dreieck. Platz genug für weitere Bauten ist auf der Brachfläche gegenüber noch vorhanden.

„Wir fühlen uns hier mitten im Stadtteil“

Kritik an dem Standort, den der parteilose Bezirksvertreter Thomas Schäfer – „Weit entfernt von dem eigentlichen Katernberger Innenstadtbereich.“ – geäußert hatte, weist Ulrich Spie, Vorstandsvorsitzender des Essener Kinderschutzbundes, zurück: „Wir fühlen uns hier mitten im Stadtteil.“ Er hebt vielmehr das besondere Konzept hervor, das die viergruppige „Kleiner-Pütt“-Kita auszeichnet: „Neben der Kindertagesstätte mit klassischen Betreuungsangeboten und Bildungsprojekten für Kinder und Familien werden auch die Beratungsstelle für Eltern, Jugendliche und Kinder sowie zusätzliche Therapieangebote unter dem Dach der neuen Einrichtung ihren Platz finden.“

Einhergehend mit über 40 Kita-Plätzen für Kinder unter drei Jahren richten sich viele Angebote an den derzeit vier Kinderschutzstandorten auch an werdende Mütter und junge Eltern. Dazu zählen Mutter-Kind-Treffpunkte, aber auch Beratungsangebote von Hebammen. Lern-, Bildungs- und Förderangebote für Schulkinder bilden einen weiteren Schwerpunkt.

200 Kita-Plätze im kinderreichsten Stadtteil

Die neue Kita „Kleiner Pütt“ wird mit den zwei weiteren Standorten in Katernberg an der Bullmannaue und an der Viktoriastraße unter dem Namen „Kinderförderzentrum Zollverein“ zu einem Verbund gefasst. „Der Kinderschutzbund bietet dann im kinderreichsten Stadtbezirk von Essen mit seinem Kinderförderzentrum Zollverein insgesamt 200 Kita-Plätze und ein umfangreiches Angebot an Netzwerken und Hilfen für Familien“, so der Vorstandsvorsitzende Ulrich Spie.

Erziehungsberatungsstelle zieht nach Zollverein um

Der Kinderschutzbund ist seit 30 Jahren in Katernberg aktiv. „Wir haben hier sehr frühzeitig Handlungs- und Hilfebedarf gesehen und 1991 eine Kindertagesstätte und Erziehungsberatungsstelle eröffnet“, erklärt er weiter. Die Erziehungsberatungsstelle, derzeit an der Gelsenkirchener Straße gegenüber des Triple Z beheimatet, wird allerdings nach Zollverein umziehen. Erhalten bleiben die Blauer-Elefant-Kita an der Bullmannaue sowie die Kita an der Viktoriastraße. Für diese in einer alten Villa untergebrachte Einrichtung steht der Kinderschutzbund mit Vonovia als Vermieterin in Verhandlungen, um das marode Gebäude zu sanieren. Außerdem möchte der Kinderschutzbund hier sein Angebot noch ausbauen.

Mitmachzeche mit Kinderspielflächen

Die Stiftung Zollverein wird in unmittelbarer Nähe der Kita „Kleiner Pütt“ eine Mitmachzeche sowie mehrere Kinderspielflächen ab Herbst 2020 errichten. Darüber hinaus werden in dem soeben denkmalgerecht hergerichteten Wagenumlauf im sogenannten neuen Denkmalpfad 1/2/8 ab Sommer diesen Jahres insgesamt 14 verschiedene Stationen eingerichtet, die insbesondere Kindern, Jugendlichen und Familien auf spielerische Art und Weise das Thema Bergbau näherbringen: darunter ein Zechenparcours, verschiedene Geleuchtstationen, eine Förderwagenreparatur – die sich tatsächlich zu Betriebszeiten dort in dem Wagenumlauf befand – sowie eine Koepeförderung. In einem Förderkorb stehend, können kleine und große Besucher künftig hautnah nachvollziehen, wie es ist, „anzufahren“, das heißt in den Berg einzufahren. Darüber hinaus ist im Außenbereich ein Stollen geplant, in dem man tatsächlich Kohle abbauen kann.

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