Kita Stauderstraße

Kita Stauderstraße bietet nun Platz für 130 Kinder

Die Kinder begrüßten die Gäste mit einem Lied.

Die Kinder begrüßten die Gäste mit einem Lied.

Foto: STEFAN AREND / FUNKE Foto Services

Altenessen.  Christiane Schroeter schüttelte viele Hände. Der Grund: „Ihre“ Kita feierte die offizielle Einweihung des Neubaus.

„Es hat lange gedauert“, sangen die kleinen Mädchen und Jungen nach der Melodie von „We will rock you“ von Queen und forderten die Gäste, den Rhythmus mit den Füßen zu stampfen und/oder mit den Händen zu klatschen. Dass es lange gedauert, bis der 2,5 Millionen teure Neubau stand und es zwischenzeitlich wegen der Zufahrt auch mal Streit mit Nachbarn gab, ist an diesem Tag Vergangenheit. Korrekterweise muss auch erwähnt werden, dass der Neubau bereits seit August 2018 in Betrieb ist. Mit der offiziellen Einweihung hat man nur gewartet, bis die Verbindung zwischen dem neuen und dem alten Gebäude fertiggestellt war.

Der Kita-Leiterin Christiane Schroeter steht die Freude über den Neubau ins Gesicht geschrieben, wenn sie von „mein“ Haus spricht. Von der ursprünglichen Spielfläche mussten gut 1000 Quadratmeter für den Neubau und die Verbindung zum Bestandsgebäude, einem ehemaligen Herrenhaus, hergegeben werden. Ein wirkliches Opfer ist es nicht, denn einerseits ist die Freifläche mit ihren Spielgeräten weiterhin recht üppig. Und andererseits erlaubt das neue Haus, deutlich mehr Kinder aufzunehmen. Früher waren es 80 Kinder, heute sind es 130 Plätze (15 U3- und 115 Ü3) in sechs Gruppen. Von der Kapazität ist die Kita an der Stauderstraße damit eine der größten städtischen Kitas.

Der Bedarf an Kitaplätzen ist aber noch nicht gedeckt – in Altenessen nicht, aber auch anderswo. „Ich könnte noch zwei Gruppen eröffnen, so lang sind unsere Wartelisten“, stellt Christiane Schroeter bei aller Freude sachlich fest. Bei der Versorgung mit Plätzen für Ein- bis Dreijährige hinken Altenessen-Süd (24,9 Prozent) und Altenessen-Nord (24,2 Prozent) im Kitajahr 2018/19 dem städtischen Durchschnitt (33,3 Prozent) hinterher.

Oberbürgermeister Thomas Kufen, der mit Dezernent Muchtar Al Ghusain zur Eröffnung kam, war voll des Lobes für das neue Gebäude. „Darin sehen wir, wofür wir über 2 Millionen Euro investiert haben“, sagte Kufen, dem die Mädchen und Jungen eine Oberbürgermeister-Kette gebastelt hatten. Auf eines wies er besonders hin. „Um die Frischküche werden Sie viele andere Kitas beneiden.“ Bisher gab es ein Catering, ab 1. September wird vor Ort frisch gekocht für die Kinder aus 25 Nationen. Das Kita-Team umfasst 21 Personen – von der Halbtagskraft bis zur „Chefin“ Christiane Schroeter.

Das Kita-Gebäude ist die eine Sache, die Menschen, die sich um die Kinder kümmern, die andere. Vor der Arbeit der Betreuerinnen und Betreuer habe er – so Thomas Kufen – großen Respekt und bat darum, so weiter zum machen, denn „Kinder haben einen guten Start verdient“. Die neue Umgebung dürfte dazu beitragen.

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