Karnaper Kiesel

Karnaper Steinmaler unterstützen Brustkrebs-Kampagne

Marie Nowald-Grambow, genannt „Märchenmarie“, beteiligt sich mit den Karnaper Kieseln an einer Brustkrebs-Kampagne.

Marie Nowald-Grambow, genannt „Märchenmarie“, beteiligt sich mit den Karnaper Kieseln an einer Brustkrebs-Kampagne.

Foto: Martin Horn / FUNKE Foto Services

Karnap.  Die „Karnaper Kiesel“ erfreuen sich wachsender Beliebtheit: 200 Mitglieder zählen zur Facebook Gruppe. Die beteiligt sich an Brustkrebs-Aktion.

Die rosa Schleife „Pink Ribbon“ steht weltweit als unverkennbares Symbol im Bewusstsein gegen Brustkrebs. In diesem Herbst finden in vielen deutschen Städten Aktionstage zur Brustkrebsfrüherkennung statt. In Karnap beteiligt sich die mittlerweile rund 200 Mitglieder zählende Gruppe „Karnaper Kiesel“ daran. Im Rahmen des „Treffpunkt Karnap“ im Gemeindezentrum an der Hattramstraße 32 können am Samstag, 12. Oktober, von 14 bis 16 Uhr Steine bemalt werden. Alle dürfen mitmachen, Klein und Groß. Die gestalteten Kiesel werden anschließend im Quartier ausgelegt und dürfen dann gern gesucht, gefunden und per Facebook geteilt werden.

Ein Trend aus den USA erreichte im Sommer auch den Essener Norden: „Rock painting“. Es macht Spaß, hat etwas von Schnitzeljagd und zieht immer mehr Leute in den Bann. Viele Steinmaler sind mit anderen in ganz Deutschland über das Internet vernetzt. Man tauscht sich über soziale Netzwerke aus. Marie Nowald-Grambow, Gründerin der Gruppe „Karnaper Kiesel“ (KAKI), freut sich über die wachsende Begeisterung.

Die Idee für die Kampagne stammt aus Hamburg

„Die ursprüngliche Idee, sich für die Kampagne gegen Brustkrebs zu engagieren, stammt aus Hamburg“, weiß sie. Dort hatten die „ElbStones“ ihre Beteiligung zugesagt und schnell weitere „Kiesel-Künstler“ im ganzen Land dafür begeistern können. Auch die Karnaper überlegten nicht lange und sind nun am Samstag mit von der Partie und feiern wie an vielen Orten der Welt den Tag der „Rosa Schleife“ im Brustkrebs-Bewusstseinsmonat Oktober.

Natürlich wird nicht nur gemalt. „Wir legen im Gemeindeheim Material zur Info-Kampagne von Pink Ribbon aus, auch auf anderen Sprachen wie Arabisch oder Türkisch“, sagt die 53-Jährige Organisatorin. Die Steinmalerei sei im Stadtteil mittlerweile ein weit verbreitetes Hobby. Immer mehr Leute im Quartier begeben sich auf die Suche nach den Karnaper Kieseln oder legen die bunten Fundstücke in anderen Stadtteilen oder gar am Urlaubsort aus. Wer einen Stein entdeckt, postet den Fund am besten noch mit einem Foto.

Kinder, Senioren und Eltern haben Spaß am Verstecken und Suchen der Steine

Nowald-Grambow, die im Stadtteil auch als „Märchen-Marie“ und „Botschafterin des Märchenlandes“ mit Froschpuppe „Rüdiger von Quak“ bekannte Maskenbildnerin, tritt seit 25 Jahren bei Festen und Feiern als Erzählerin in einem Zelt auf. Erst im Sommer hatte sie im Quartier die „KAKIS“ ins Leben gerufen. Im Kistengarten an der Timpestraße ist sie häufig anzutreffen, einen Korb voll bunter Steine an der Hand. Kinder, Senioren, Eltern und „sogar“ Männer zeigen mittlerweile Spaß am Gestalten, Verstecken und Suchen der Steine.

Zum „Treffpunkt Karnap“ mit den bunten „Ribbon Stones“ am Samstag, 12. Oktober, sind Gäste willkommen. Der Fantasie sind – wie immer – keine Grenzen gesetzt. Nur die kleine rosa Schleife – Motiv der Initiative „Pink Ribbon“ sollte auf den Kieseln zu sehen sein. Marie Nowald-Grambow: „So können wir andere Frauen an die regelmäßige Vorsorge erinnern.“ Die Teilnahme ist kostenlos. Bei Facebook haben die Karnaper die Gruppe #KAKI. Neue Mitglieder werden gern aufgenommen.wie karnaps letzte wirtin dem kneipensterben trotzt

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