Jobbörse

Jobbörse Altenessen will Schüler informieren und begeistern

Feuerwehrmann Marvin Imm (li.) erklärt Phil bei der Altenessener Jobbörse den Umgang mit der großen Blechschere, die bei Unfällen zum Einsatz kommt.

Feuerwehrmann Marvin Imm (li.) erklärt Phil bei der Altenessener Jobbörse den Umgang mit der großen Blechschere, die bei Unfällen zum Einsatz kommt.

Foto: Socrates Tassos / FUNKE Foto Services

Essen-Altenessen.  Die 6. Jobbörse in Altenessen steht an. Am Samstag, 7. September, von 11 bis 14 Uhr können sich Schüler aus dem Essener Norden informieren.

Wann sollten sich Jugendliche Gedanken über ihren späteren Beruf machen? Möglichst früh, sagen die Organisatoren der Jobbörse „Komma Gucken“ – Ausbildung im Essener Norden. Die nunmehr sechste Auflage steigt am Samstag, 7. September, unter freiem Himmel auf dem Altenessener Marktplatz. Erwartet werden wieder mindestens 700 Schülerinnen und Schüler aus dem Quartier.

Jobbörsen gibt es viele, doch in Altenessen bemüht man sich um eine gewisse Originalität, seit die Idee im Jahr 2014 erstmals umgesetzt wurde. „Ich habe bislang noch keine größere Open-Air-Veranstaltung dieser Art gesehen“, sagt Peter-Arndt Wülfing, Vorsitzender der Interessengemeinschaft „Wir in Altenessen“. In enger Zusammenarbeit mit dem Jugendamt, der Jugendhilfe und der Universität Duisburg Essen (ISSAB) wurde das Event aus der Taufe gehoben. Genau diese Akteure sind auch diesmal federführend. Unterstützt von der Stiftung der Sparda-Bank West, die 1500 Euro spendierte, und von Schirmherr Thomas Kufen, Essens Oberbürgermeister.

„Die seit Jahren gewachsene Akzeptanz sowie die Nachfrage sowohl bei den Unternehmen als auch bei den Schülern haben Mut gemacht, das Format fortzusetzen“, erklärt Pascal Klär. Im Auftrag des Essener Jugendamtes moderiert er den Arbeitskreis, der sich seit einem Dreivierteljahr alle sechs Wochen trifft, um die Jobbörse vorzubereiten.

Lokale Betriebe sind bei der Jobbörse in Altenessen gefragt

Seit Anbeginn bemühen sich die Organisatoren, Unternehmen zu gewinnen, die aus dem Essener Norden kommen. Bislang klappte dies gut, fanden sich doch im Vorjahr 31 lokale Betriebe ein. Diesmal sind es 25 Unternehmen, die am Samstag von 11 bis 14 Uhr Schüler verschiedenster Schulformen – von der Hauptschule über Förderschulen bis hin zur gymnasialen Oberstufe – für Berufsfelder, Ausbildungen und das eigene Profil begeistern wollen.

Der gelinde Aderlass an Anbietern kommt nicht von ungefähr: „Um insbesondere die Chancen der Jugendlichen auf Ausbildungsplätze im Jahr 2020 zu verbessern, haben wir die Jobbörse bewusst von Juni in den September verschoben“, sagt Pascal Klär. Doch zu diesem Zeitpunkt werden etliche Jobbörsen gestartet, „was die Ansprache an die Unternehmen erschwert hat“, wie Peter Arndt Wülfing zugibt. „Die Konkurrenz ist dadurch größer.“ Deshalb ist der Premiere-Termin nicht fix. „Möglich, dass wir wieder auf den angestammten Starttermin zurückkehren. Zumal unsere erste Intention nicht darin liegt, den Schülern eine Ausbildung zu vermitteln, sondern sie zu informieren und zu begeistern.“

Praktische Übungen und Aktionen

Begeisterung – schon deshalb unterscheidet sich die Altenessener Jobbörse von ähnlichen Veranstaltungen. „Wir wollen die Berufe möglichst erlebbar präsentieren und den Jugendlichen die Chance geben, sich auf Augenhöhe zu informieren und sich auszuprobieren“, so Pascal Klär. Interesse zu wecken, sei besonders durch praktische Übungen und Mitmachaktionen zu erreichen. „Deshalb stellen viele Unternehmen den Jugendlichen kreative Aufgaben.“

Das kommt an: Bei zuletzt 700 Besuchern werteten alle teilnehmenden Firmen die Jobbörse als Erfolg. Vier von fünf Schülern sehen die Veranstaltung durchweg positiv an. „Die Schulen haben diese schon längst zur Schulveranstaltung erklärt“, freut sich Wülfing. „Dementsprechend werden die Schüler am Samstag von den Lehrern begleitet.“

Laufzettel als Tombola-Los

Aber auch das Rahmenprogramm punktet. Zum einen das Bühnenprogramm, für das die Schulen zum großen Teil selbst sorgen, zum anderen die Jobbörse-Rallye. Mittels eines personalisierten Laufzettels, auf dem die Schüler ihre persönlichen Erfahrungen und auch Neigungen schriftlich festhalten und Fragen über die besuchten Unternehmen beantworten müssen, nehmen sie an einer Tombola teil. „Hauptpreise sind ein Tablet und zwei Smartphones“, sagt Wüfling. „Doch wir haben knapp 40 weitere Preise im Korb, auch Kinokarten.“

Am Ende steht – so die Hoffnung – eine Win-Win-Situation für Firmen und Schüler. Was heißt: Frühzeitige Kontakte knüpfen, um allen den Übergang zwischen Bildung und lokaler Wirtschaft zu erleichtern. „Denn in erster Linie sollen die Unternehmen vor Ort profitieren“, so Peter-Arndt Wülfing und Organisator Pascal Klär unisono.

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