Kirchenabriss

Initiative für Erhalt der Kirche St. Johann gründet Verein

Im Dezember demonstrierten Altenessener für den Erhalt der Kirche St. Johann Baptist.

Im Dezember demonstrierten Altenessener für den Erhalt der Kirche St. Johann Baptist.

Foto: Socrates Tassos

Altenessen.   Um die Kräfte zu bündeln, gründet die Initiative „Rettet St. Johann“ einen Verein. Offener Brief an den Kirchenvorstand wird Sonntag verteilt

Die Initiative „Rettet St. Johann“ unternimmt in ihrem Kampf um den Erhalt der katholischen Pfarrkirche in Altenessen, die einem Neubau des Marienhospitals weichen soll, einen weiteren Schritt: Sie schließt sich in dem Förderverein „Rettet St. Johann“ zusammen. Auf der Gründungsversammlung wurde am Donnerstagabend Tobias Urban zum 1. Vorsitzenden gewählt, sein Stellvertreter ist Uwe Waldmann, Schriftführerin Irmgard Bradel.

Der Verein soll laut Satzung nicht nur den Erhalt des Kirchengebäudes anstreben, sondern auch das kirchliche Leben fördern. „Außerdem können wir als Verein einen Rechtsanwalt beauftragen, als Initiative können wir das nicht“, begründet der 38-Jährige die Vereinsgründung, die noch nicht notariell beglaubigt ist.

Tobias Urban ist der 1. Vorsitzende

Am Freitag, 18. Januar, lädt „Rettet St. Johann“ um 19 Uhr ins Kolpinghaus, Kolpingstraße 16, ein. Dann wird über die Einsprüche und den juristischen Beistand informiert und über das Treffen mit dem Kirchenvorstand am vergangenen Dienstag gesprochen. Weitere Themen sind die Vereinsgründung sowie die weiteren Aktionen. Eine dieser Aktionen ist ein offener Brief an die Mitglieder des Kirchenvorstands. Darin bedauert die Initiative erneut, dass eine Einladung zu einem Gespräch mit allen Mitgliedern des Kirchenvorstandes mehrfach abgelehnt worden sei. Man habe „den Eindruck, dass Teile des Kirchenvorstandes und das Generalvikariat vor der Entscheidung über die Einsprüche kein offenes Gespräch mit allen Mitgliedern des Kirchenvorstandes wünschen“, heißt es in dem offenen Brief.

Verwundert sei man, dass „der Beschluss zum Kirchenabriss ohne Beteiligung des Pfarrgemeinderates und vorheriger Information der Pfarrei erfolgt“ sei, nun aber die Beteiligung des Pfarrgemeinderates an dem Gespräch sehr wichtig gewesen sei.

Brief wird vor dem Gottesdienst verteilt

Das Schreiben endet mit der Aufforderung: „Nutzen Sie die in den letzten Wochen deutlich sichtbar gewordene Energie und Leidenschaft der Abrissgegner für die weitere Gestaltung des Pfarrentwicklungs- und Fusionsprozesses.“ Den Brief möchte die Initiative am Sonntag vor dem 11.30-Uhr-Gottesdienst verteilen und möglichst auch dort öffentlich verlesen.

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