Emscher-Umbau

Ideenbörse: Katernberger Bach weckt das Interesse

Viele Menschen mit vielen Ideen: Die Ideenbörse der Emschergenossenschaft zum Katernberger Bach stieß erneut auf große Resonanz. Sehr zur Freude von Projektleiter Sebastian Ortmann (vor Kopf). Fotos:Socrates Tassos

Viele Menschen mit vielen Ideen: Die Ideenbörse der Emschergenossenschaft zum Katernberger Bach stieß erneut auf große Resonanz. Sehr zur Freude von Projektleiter Sebastian Ortmann (vor Kopf). Fotos:Socrates Tassos

Essen-Katernberg.   Um für die Zeit nach den Kanalbaumaßnahmen gewappnet zu sein, reichen viele Menschen viele Ideen ein. Emschergenossenschaft ist begeistert.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen – könnte man meinen. Dass in der Renaturierung des Katernberger Bachs jede Menge Arbeit, Aufwand und Geld stecken, ist keine Frage. Umso mehr freut es die Emschergenossenschaft, dass ihr längst auf die Zielgerade eingebogenes und Milliarden schweres Generationenprojekt „Emscher-Umbau“ auch in Teilbereichen bei den Menschen gut ankommt und Interessen weckt. So wie nun bei einer erneuten Mitmachaktion zum „Katernberger Bach“, bei der Paul Hendricksen, Stadtteilmoderator Bezirk VI, und Projektleiter Sebastian Ortmann von der Emschergenossenschaft auf zahlreiche offene Ohren stießen.

Renaturierungsstart: 2019

Derzeit ist die Emschergenossenschaft noch dabei, die nötigen Voraussetzungen zu schaffen. Bevor der Katernberger Bach ab 2019 in ein geklärtes und naturnahes Gewässer umgebaut werden kann, müssen zunächst die Abwässer umgeleitet werden, die dort über Jahrzehnte lang flossen und hier und da für wahrlich dicke Luft sorgten. „Wir rechnen damit, dass die Kanalbaumaßnahmen irgendwann im Herbst abgeschlossen werden können“, so Ilias Abawi, Sprecher der Emschergenossenschaft. Erst dann könne man sich handfeste Gedanken über einen geklärten oberirdischen Bach machen. Denn um den ökologisch umzugestalten, müssen wie berichtet ein neues Gewässer im Grünzug Katernberg sowie die vorhandenen offenen Sohlschalenprofile im Unterlauf naturnah umgestaltet werden.

Die vielen Gäste aus Katernberg und Umgebung, die dieser Tage nun bei der Ideenbörse erschienen, strotzten ebenfalls voller Tatendrang. „Wir sind geradezu begeistert, dass sich so viele Menschen für den Umbau interessieren und auch aktiv an der Gestaltung mitarbeiten“, lobte Abawi das Engagement. Bereits in der näheren Vergangenheit hatte es mehrere Aktionen wie etwa einen Stadtteilspaziergang gegeben, die sich allesamt mit dem Katernberger Bach beschäftigten.

So sehr die Ideen auch diesmal wieder sprossen, so interessant etwa mögliche Sitzgelegenheiten an einem geklärten Bach oder auch kleinere „Querungshilfen“ sein könnten: Aktuell tritt Abawi noch ein wenig auf die Bremse. „Wir sind natürlich brennend an allen Anregungen interessiert, können uns aber erst konkretere Gedanken machen, wenn die Wünsche ausgewertet worden sind.“ Heißt: Auch bei der Gestaltung muss die Emschergenossenschaft natürlich allerlei Regeln beachten, muss laut Abawi vor allem schauen, „was sich planerisch und ingenieurtechnisch umsetzen lässt“. Am wichtigsten aber sei ohnehin die wasserwirtschaftliche Machbarkeit mit Themen wie Hochwasserschutz oder Sicherheit.

Regeln und Fallstricke

All das haben natürlich auch Projektleiter Sebastian Ortmann, Stadtteilmoderator Paul Hendricksen, das gesamte Planungsteam der Stadt, Grün und Gruga, das Landschaftsarchitekturbüro Hoff und natürlich auch die vielen Teilnehmer auf dem Schirm. Schrecken jedoch lassen sie sich davon kein bisschen. Motto: Was die Emschergenossenschaft nicht weiß, darüber kann sie auch erst gar nicht nachdenken.

>>KEINE KLASSISCHE „KÖTTELBECKE“

Der Katernberger Bach fließt seit den 1960er Jahren größtenteils verrohrt durch Katernberg. Er liegt größtenteils unterhalb eines Grünzuges und wird daher nicht als klassische „Köttelbecke“ empfunden. Zusätzlich zu den Maßnahmen der ökologischen Verbesserung sollen Stationen entstehen, die das Gewässer zugänglich machen und somit in das Stadtteilleben einbinden.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben