Kulturszene

Dellwiger Fans widmen großem Idol einen Heinz-Erhardt-Abend

Hereinspaziert: Christoph Pieper (l.) und Tobias Moersen veranstalten am morgigen Mittwoch einen urigen Heinz-Erhardt-Abend in Dellwig.

Hereinspaziert: Christoph Pieper (l.) und Tobias Moersen veranstalten am morgigen Mittwoch einen urigen Heinz-Erhardt-Abend in Dellwig.

Foto: Stefan Arend

Essen-Dellwig.   Christoph Pieper und Tobias Moersen widmen ihrem Vorbild am Mittwoch, 8. Februar, einen Abend im Gemeindehaus St. Michael am Langhölterweg 15.

Heinz Erhardt. Der Pionier der Unterhaltungskunst und ein Schwergewicht unter den dichtenden Komikern und komischen Dichtern ist selbst fast 40 Jahre nach seinem Tod noch immer eine Berühmtheit. Grund genug für Christoph Pieper und Tobias Moersen aus Gerschede und Dellwig, einem ihrer großen Vorbilder am Mittwoch, 8. Februar, einen sicherlich urigen Abend zu widmen. „Drillinge in Dellwig“ heißt es in Anlehnung an den Film „Drillinge an Bord“ ab 19.30 Uhr im Gemeindehaus St. Michael am Langhölterweg 15. Der Besuch ist kostenlos, umsonst ist er sicherlich nicht.

Als der in Riga geborene Heinz Erhardt 1979 mit 70 Jahren starb, da waren Pieper und Moersen noch Kinder, die damals in Xanten lebten. Heranwachsende Jungs, die mit Erhardt womöglich nie etwas am Hut gehabt hätten, hätte nicht Pieper als Sechsjähriger diese Cassette geschenkt bekommen. „Ich fand ihn gleich toll, obwohl ich den Wortwitz nur in Ansätzen verstanden habe.“ Egal. Die Leidenschaft war geweckt und ist bis heute groß und noch größer geworden.

Regelmäßige Lesungen in der Gemeinde

Als Jungs verloren sich Moersen und Pieper irgendwann aus den Augen, als gestandene Männer aber trafen sie sich wieder. In Essen, welch Zufall. Beide sind sie 40, beide verheiratet, beide haben jeweils drei Kinder. Und irgendwann steckte Pieper seinen alten Kumpel, der sich als Deutschlehrer am Berufskolleg Stadtmitte in Mülheim eher mit Kafka oder Ringelnatz beschäftigt, auch mit dem Heinz Erhardt-Fieber an. Was folgte, lag irgendwie auf der Hand.

Tobias Moersen, der regelmäßig und auch in der Michael-Gemeinde Lesungen abhält, war direkt hin und weg und wird Pieper, der im normalen Leben das Rechnungswesen der evangelischen Adolphi-Stiftung leitet, bei der Premiere am Mittwoch daher nur zu gern als Moderator zur Seite stehen. „Christoph gibt Heinz Erhardt, ich bin so etwas wie der Moderator.“

70 Minuten volles Programm

70 Minuten volles Programm, und für den guten Ton sorgt Rolf Baumgarten-Wenderoth. Der Rest ist Heinz Erhardt pur, ist aber auch Freestyle, der vielleicht sogar über Tische und Bänke geht, „denn wir wollen mit dem Publikum möglichst in den Dialog kommen“.

„Drillinge in Dellwig“, „Klassisch Erstklassisches“ und „Das Wetter“. Drei Blöcke, die das Publikum erwartet, und auch „Ritter Fips“ und natürlich „Die Made“ werden nicht fehlen.

„Klassisch Erstklassisches“ und „Das Wetter“

Und da man sich im Gemeindehaus irgendwie ja auch auf „heiligem Boden“ bewegt, könnte eventuell sogar Kantor Hampel zum Zug kommen. Kantor wer? Nie „Der Ölprinz“ gesehen? Erhardt hampelte rum zwischen Winnetou und Old Surehand („Ich biete mich an wie Sauerbier“). Sehr lustig und sehr typisch. Also: Hingehen.

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