Energie

Gigantischer Transformator sichert Essens Stromversorgung

70 Tonnen schwer ist der Transformator, der jetzt auf der neuen  Umspannanlage Victoria Mathias aufgestellt wurde.

70 Tonnen schwer ist der Transformator, der jetzt auf der neuen Umspannanlage Victoria Mathias aufgestellt wurde.

Foto: Carsten Klein / FUNKE Foto Services

Essen-Nordviertel.  13 Millionen Euro investiert die Westnetz ins neue Umspannwerk Victoria Mathias. Jetzt wurde ein 70 Tonnen schwerer Transformator angeliefert.

Aus der Entfernung wirkt er inmitten der Generatoren und des Hochspannungsleitungen gar nicht so groß. Doch auf der Straße ist der Transformator, den die innogy-Tochter Westnetz jetzt ins Nordviertel bringen ließ, ein Gigant. Das 70-Tonnen-Energieschwergewicht hat jetzt seinen neuen Standort in der Umspannstation Victoria Mathias bezogen. Künftig wandelt er die Stromspannung von 110.000 Volt auf die darunter liegende Ebene von 10.000 Volt herunter.

Aufwendiger Schwertransport ins Nordviertel

Neun Meter lang und drei Meter breit ist das Ungetüm, das ein aufwendiger Schwertransport jetzt aus Köln nach Essen brachte. Gebaut wurde das Teil allerdings von dem mittelständischen Transformatorenhersteller SGB-Smit Group in Regensburg mit seinem Produktionsstandort in Nimwegen (Niederlande).

Mit zwei weiteren Transformatoren versorgt der Gigant gemeinsam mit weiteren Umspannstationen einen großen Teil des Essener Stadtgebiets mit Strom. Dazu gehören auch in der Nachbarschaft die Universität und das Einkaufszentrum Limbecker Platz.

Zwei Großbaustellen an der Altenessener Straße

Auf dem Gelände zwischen Altenessener- und Gladbecker Straße baut Westnetz derzeit die 110 kiloVolt (kv)-Umspannstation Victoria Mathias um. Das geschieht parallel zum Neubau des RWE-Campus an der Altenessener Straße. Auf beiden Baustellen wird mit Hochdruck gearbeitet. Die Anwohner spüren es unter anderem an dem massiven Schwerlastverkehr in der Altenessener Straße.

Westnetz investiert 13 Millionen Euro

Für Westnetz ist die Großbaustelle ein geeigneter Anlass, die bisher getrennten Anlagenteile der 10-kv-Schaltanlage samt Trafos und der 110-kv-Schaltanlage an einem Standort zusammenzuführen. „Der neue Transformator ist leistungsstärker und effizienter. Für uns steht aber vor allem die Sicherheit an erster Stelle: Während des gesamten Umzugs und des Neubauvorhabens möchten wir eine zuverlässige Stromversorgung gewährleisten“, sagt Dr. Kai Uwe Dettmann, Leiter des Regionalzentrums Ruhr. Die neue Umspannstation wird im laufenden Betrieb am bestehenden Standort der 110-kV Schaltanlage gebaut. Dabei benötigt die neue Station insgesamt weniger Platz, bietet eine höhere Betriebs- und Personensicherheit und kann aufgrund der Digitalisierung vollständig aus der Ferne überwacht und bedient werden.

Außerdem kann demnächst die Hochspannungsleitung von dem Umspannwerk in Richtung Innenstadt abgebaut werden Dagegen bleibt die Leitung aus Richtung Norden, über die der Strom aus den Kraftwerken angeliefert wird, weiter in Betrieb.

Insgesamt investiert Westnetz mehr als 13 Millionen Euro in das Projekt. Im Jahr 2022 soll das Umspannwerk fertiggestellt sein.

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