Seniorenarbeit

Gemeinde und Vivawest-Stiftung verlängern Kooperation

Die Kooperation der Ev. Gemeinde Altenessen-Karnap und Vivawest wird fortgesetzt, v.l. Ulrika Bauza (Kirchmeisterin für Finanzen), Robert Hartung (Leiter Kundencenter Vivawest), Uwe Goemann (Geschäftsführer Vivawest Stiftung), Antje Behnsen (Quartiersbüro) und Dirk Matuschek (Pfarrer)

Die Kooperation der Ev. Gemeinde Altenessen-Karnap und Vivawest wird fortgesetzt, v.l. Ulrika Bauza (Kirchmeisterin für Finanzen), Robert Hartung (Leiter Kundencenter Vivawest), Uwe Goemann (Geschäftsführer Vivawest Stiftung), Antje Behnsen (Quartiersbüro) und Dirk Matuschek (Pfarrer)

Foto: Dietmar Mauer

Essen-Altenessen.   Die Angebote für Senioren sollen in der Ev. Kirchengemeinde Altenessen-Karnap erweitert werden – mit Unterstützung der Vivawest-Stiftung.

Die Evangelische Kirchengemeinde Altenessen-Karnap und die Vivawest-Stiftung verbindet seit zehn Jahren eine Kooperation im Quartier rund um den Palmbuschweg. Am Dienstag wurde sie formell für zwei weitere Jahre verlängert.

„Wir erhöhen dabei unsere Förderung um 10.000 Euro auf 30.000 Euro pro Jahr, weil uns das Projekt überzeugt hat“, sagt Uwe Goemann, Vorsitzender der Vivawest-Stiftung. Nachhaltig könne eine Förderung nur dann sein, wenn sie auch längerfristig angelegt sei. Die Resonanz, die im Kundencenter zu hören wäre, sei durchweg positiv.

Demenz bleibt Schwerpunkt am Palmbuschweg

Das Projekt umfasst weiterhin das Angebot für Demenzkranke und ihre Angehörigen im Quartierszentrum Palmbuschweg („Café Palmbüschken“), das noch erweitert werden soll. „Für viele Menschen ist das Thema Demenz noch schambehaftet“, sagt Antje Behnens vom Quartierzentrum, die eine kleine Angehörigengruppe leitet.

Neben dem Palmbuschweg soll aber zukünftig das Paul-Humburg-Haus an der Hövelstraße verstärkt eine Anlaufstelle für Senioren sein. „Das ist ein bedeutendes Projekt für die Gemeinde“, betont Pfarrer Dirk Matuschek. Gedacht sei dabei nicht nur an Beratung (z.B. zu Armut im Alter), sondern auch an Bildungs- und Freizeitangebote.

Ältere Menschen sollen ihre Interessen äußern

„Wir wollen die Menschen nicht immer bespielen, sondern es soll eine offene Arbeit sein“, sagt Matuschek, der sich ausdrücklich auf den Stadtteil und nicht nur das Quartier bezieht. Senioren sollen möglichst, wenn nötig mit ein wenig Hilfestellung, Angebote selbst zu organisieren. In einer Art „Bürgerforum“ soll zunächst herausgefunden werden, wo die Interessen der älteren Menschen liegen. Danach könne die Gemeinde Räumlichkeiten zur Verfügung stellen. „Viele ältere Menschen beklagen, dass es an Wochenenden zu wenig Angebote für sie gäbe“, weiß Antje Behnsen aus Gesprächen.

Ohne städtische Grundförderung ginge nichts

Das Geld von der Vivawest-Stiftung wird überwiegend für Personal-, aber auch Sachmittel verwandt. Ulrike Bauza, in der Gemeinde für Finanzen zuständig, und Uwe Goemann sind sich aber einig, dass die Förderung durch den Wohnungsanbieter allein nicht reicht. „Ohne die städtische Grundförderung über den Seniorenförderplan wäre das Projekt nicht zu tragen“, sagt Ulrike Bauza.

>>> 3800 Wohnungen in Altenessen

  • Vivawest hat in Altenessen neun Quartiere mit insgesamt 3800 Wohnungen.
  • Die Vivawest-Stiftung verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke. Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch die Förderung von Nachbarschaften, insbesondere in den Städten des Ruhrgebiets und angrenzenden Bereichen und die Versorgung von hilfebedürftigen Menschen mit Dienstleistungen.

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