Radwege

Erster Abschnitt des Radwegs Zangenstraße vor der Einweihung

Noch versperrt ein Zaun den Grünzug Zangenstraße. Ende nächster Woche wird die Trasse freigegeben. Foto: RüdigerHagenbucher

Noch versperrt ein Zaun den Grünzug Zangenstraße. Ende nächster Woche wird die Trasse freigegeben. Foto: RüdigerHagenbucher

Essen-Westviertel.   In einigen Jahren soll der Radweg „Grünzug Zangenstraße“ eine Verbindung zwischen der Rheinischen Bahn und dem Helenendamm herstellen.

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Der 1. Bauabschnitt des Grünzugs Zangenstraße wird in der kommenden Woche eröffnet. Am Freitag, 2. November, sind Radfahrer, Politiker und Mitglieder der Verwaltung um 12.30 Uhr zur kleinen Feier an der Brücke des neuen Radwegs über die Pferdebahnstraße eingeladen.

Völlig ohne Schwierigkeiten gingen die Bauarbeiten bisher nicht über die Bühne. Eigentlich sollte die etwa 700 Meter lange Trasse bereits im Sommer eröffnet werden. Hierzu wurde sie bereits Anfang von Pflanzen und Gleisen geräumt und der Schotter aufbereitet. Doch dann verzögerte sich nicht nur die Ausschreibung der Brückenbauarbeiten, sondern es wurden noch Blindgänger aus dem Krieg am alten Widerlager entdeckt. Schließlich dauerte auch die Montage der Brücke länger als geplant.

Doch nun ist die Asphaltpiste zwischen dem Radweg Rheinischen Bahn und der Bottroper Straße weitgehend fertig. Lediglich der Anschluss muss hier noch zu Ende gebaut werden. Auf die Brücke über die Bottroper Straße müssen die Radfahrer allerdings noch warten. Vorerst müssen sie die viel befahrene Straße ohne Ampel, lediglich durch eine Verkehrsinsel halbwegs gesichert, überqueren. Projektleiter Hermann-Josef Steins (Grün und Gruga) hofft, dass sie im kommenden Jahr errichtet werden kann. „Den Förderantrag werden wir noch in diesem Jahr stellen“, kündigt er an.

ADFC: „Das wird haarig für Radfahrer“

Für den Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) ist das natürlich ein erhebliches Manko. „Denn es wird sehr haarig für Radfahrer, über die Mittelinsel zu fahren“, befürchtet ADFC-Vorsitzender Mirko Sehnke.

Trotzdem begrüßt er selbstverständlich den neuen Radweg entlang des Segerothparks: „Es hat etwas länger gedauert, aber wir freuen uns, dass die Einweihung kurz bevor steht.“

Allerdings sei der Nutzen noch gering, so lange nicht die beiden weiteren Bauabschnitte realisiert sind. Diese verbinden den Abschnitt von der Bottroper Straße über den Berthold-Beitz-Boulevard bis zum Bahnhof Altenessen und schließen dahinter dann an den Helenendamm Richtung Zollverein an...

Förderantrag für die Brücke über die Bottroper Straße

Hermann-Josef Steins geht davon aus, dass der 2. Bauabschnitt inklusive der Brücke über die Bottroper Straße in den Jahren 2020 bis 2022 gebaut wird. „Und wenn es gut läuft, werden wir den Förderantrag für den 3. Bauabschnitt Ende 2019 einreichen.“

Weiterhin keine wirklich guten Nachrichten gibt es von dem Radweg Rheinische Bahn. Hier warten die Benutzer des Radschnellwegs weiterhin auf die Brücke über den Berthold-Beitz-Boulevard. Nach Angaben des Regionalverbands Ruhr (RVR) liegt noch immer kein Förderbescheid vor. „Es zieht sich noch bis ins nächste Jahr“, so Pressesprecherin Barbara Klask.

>>> Baugenehmigung für Appartements fehlt noch

Nicht gestört wird die weitere Entwicklung des Grünzugs Zangenstraße östlich der Bottroper Straße durch das neue Appartementhaus, das an der Ecke Zangenstraße/Berthold-Beitz-Boulevard bereits in diesem Herbst errichtet werden sollte. Noch ist die Baugenehmigung noch nicht erteilt. Auf dem Gelände einer Autowerkstatt, unmittelbar an der alten Eisenbahnbrücke, plant die Firma Eyemaxx Real Estate 157 Wohneinheiten.

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