Neue Schulküche

Endlich wieder Schnitzel für Stoppenberger Schüler

Modernste Anlagen: die neue Schulküche in Stoppenberg.

Modernste Anlagen: die neue Schulküche in Stoppenberg.

Foto: André Hirtz

Essen-Stoppenberg.   Gemeinsames Essen verbindet. Zehn Wochen mussten die Schüler im Bischöflichen Schulzentrum darauf verzichten. Nun ist die neue Küche fertig.

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Paniertes Schnitzel, Kroketten, dazu Blumenkohl mit Sauce Hollandaise – solide Hausmannskost, mit Produkten aus der Region, die ankommt. Denn im Bischöflichen Schulzentrum in Stoppenberg steht Chefkoch Sebastian Kreß mit seinem 16-köpfigen Team selbst am Herd für die rund 2000 Schüler und Lehrer des Gymnasiums und der Sekundarschule des Bistums, und das nun endlich in einer nagelneuen Küche: „Es ist schon ein kleines Wunder“, staunt Rüdiger Göbel, Direktor des Gymnasiums, immer noch.

Zweitgrößte Kantine nach der Uni-Mensa

Das Wunder in der nach der Uni-Mensa zweitgrößten Essener Kantine hatte seinen Preis: Rund 1,5 Millionen Euro hat sich das Ruhrbistum die neue Schulküche für die beiden Ganztagsschulen Im Mühlenbruch kosten lassen. „Das war wirklich keine leichte Entscheidung“, unterstreicht Generalvikar Klaus Pfeffer den Stellenwert des Investments, und spricht von einigen Hürden, die es im finanziell nicht gerade auf Rosen gebettetem Bistum zu nehmen galt.

Nach 50 Jahren war die Küche nicht mehr zeitgemäß

Doch Göbel und Adelheid Bohn, die Leiterin der Sekundarschule, ließen nicht locker – und überzeugten schließlich alle Kritiker. Nach 50 Jahren war die alte Küche, vor allem die Lagerstätten und Kühlhäuser im Keller, aber auch einfach zu marode, „es war alles nicht mehr zeitgemäß“, sagt Göbel. So rückten die Handwerker in den Sommerferien an, rissen die alte Anlage heraus und fügten modernste Kühlhäuser, vor allem die Küche und den Spülbereich zu einer Einheit, und das auf einer Ebene. Die Schlepperei aus dem Keller über eine lange Treppe hat sich damit erledigt, vom Lkw landet die Ware über eine Tür direkt auf der Küchenetage, „wir sparen damit unglaublich viel Zeit und Kraft“, sagt Küchenchef Sebastian Kreß: „Die tägliche Schlepperei ging ganz schön auf die Knochen.“

„Das Essen ist hier wirklich gut und abwechslungsreich“

Zumindest das Resultat hat darunter nicht gelitten, wie Schülersprecherin Hannah Buchholz (16) versichert: „Das Essen ist hier wirklich gut und abwechslungsreich.“ 54 Euro im Monat als Versorgungspauschale zahlt jeder Schüler, dafür wird er auch bei Wandertagen verpflegt. Die Mensa und das gemeinsame Mittagessen sind für die Schule und die Schüler aber mehr, „es ist unser zentraler Schulort, hier treffe ich jeden, den ich treffen will, hier ist unser sozialer Mittelpunkt“, sagt Hannah Buchholz.


Darauf legen die Schulen viel Wert. Als die Mensa wegen der Bauarbeiten zehn Wochen lang gesperrt war, habe man das sofort gemerkt: „Die Gemeinschaft war plötzlich weg.“ Jetzt ist sie wieder da, bei Schnitzel und Kroketten.

>>> Sekundarschule und Gymnasium laden ein

An beiden Schulen des Ruhrbistums laufen bereits die Anmeldungen. Die Schulen informieren die Grundschuleltern, die Sekundarschule lädt zu einer zusätzlichen Infoveranstaltung am Montag, den 14. Januar, um 18 Uhr im Konferenzraum der Sekundarschule (Weg ist ab dem Schultor ausgeschildert) ein.

Das Gymnasium lädt zum „Tag der offenen Tür“ am Samstag, den 19. Januar, von 10 bis 13 Uhr ein. Der Termin für die Anmeldung zur Klasse 5 ist am 9. Februar von 9 bis 13 Uhr.

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