Pfarrentwicklungsprozess

Das Aus für katholische Kirche St. Thomas Morus naht

Wird im September geschlossen und dann verkauft: Die Kirche St. Thomas Morus in Vogelheim.

Wird im September geschlossen und dann verkauft: Die Kirche St. Thomas Morus in Vogelheim.

Essen-Vogelheim.   Seit einem halben Jahr steht fest, dass die Kirche St. Thomas Morus abgerissen wird. Im September wird dort die letzte Heilige Messe gefeiert.

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„Die Kirche St. Thomas Morus wird Mitte/Ende September dieses Jahres als Kirchenstandort aufgegeben!“ Dick schwarz umrandet, absichtlich im Stil einer Traueranzeige, verkündet die katholische Gemeinde in Vogelheim das jetzt bevorstehende Aus ihrer Kirche. Im kommenden Monat wird der Kirchenvorstand bekanntgeben, an wen das Grundstück an Stakenholt/Vogelheimer Straße verkauft wird, um hier Wohnungen zu errichten.

Die Vogelheimer Katholiken wissen spätestens seit Januar, dass ihre Kirche St. Thomas Morus aufgegeben wird. Im Votum zum Pfarreientwicklungsprozess (PEP) wird ausführlich begründet, warum die Kirchengebäude St. Johannes Bosco bis 2020 sowie St. Thomas Morus „baldmöglichst“ aufgegeben und „anderweitig“ genutzt werden sollen. Eine Frist bis 2030 hat die Kirche St. Maria Rosenkranz mit ihrem Gemeindeheim, die künftig auch durch die kroatische Gemeinde mitgenutzt werden soll.

Seitdem kursieren offenbar „Spekulationen und Gerüchte“ in Vogelheim. „Uns wurden immer wieder Daten genannt, wann die Kirche abgerissen wird. Mal war es schon im Winter, dann war es der 1. Mai, doch es gab nie etwas Handfestes“, sagt Diakon Thorsten Schrüllkamp. „Deshalb haben wir uns selbst eine Frist gesetzt, dass wir den Kirchenraum noch bis September nutzen wollen und müssen.“

Ökumene im Markushaus

Dann bleibe bis Ende des Jahres Zeit, den Bischof um die Profanisierung der Kirche zu bitten. „Irgendwann findet die letzte Heilige Messe statt und wir werden das Allerheiligste aus der Kirche tragen“, plant der Diakon. Vermutlich wird er es zu St. Maria Rosenkranz bringen, „denn dort haben wir einen Tabernakel“. Das weitere Gemeindeleben werde dann im evangelischen Markushaus an der Forststraße stattfinden, das ökumenisch genutzt werden soll.

Im Juni steht der Käufer des Grundstücks fest

Über die Zukunft des Kirchengrundstücks am Stakenholt verhandelt derzeit der Kirchenvorstand mit mehreren Interessenten. Namen möchte Rüdiger Rehm, als Architekt für die Immobilien der St. Dionysius-Pfarrei zuständig, noch nicht nennen. Dass die Allbau GmbH, die rund um die Kirche bereits kräftig in neue Wohnungen investiert hat, dazugehört, ist kein Geheimnis. Ziel solle es auf jeden Fall sein, „günstigen Wohnraum in einem Stadtteil zu schaffen, der bunt und lebhaft ist“, so Rüdiger Rehm. „Der Verkaufserlös wird dringend gebraucht, um andere Standorte und Projekte zu entwickeln. Wir müssen drei historische Kirchen erhalten. Und für die Gemeinde müssen wir auch etwas schaffen.“

>>>>>>St. Dionysius nimmt Homepage aus dem Netz

Die Homepage von St. Dionysius www.dionysius.de wurde offline gestellt. Das hat der Gemeinderat jetzt beschlossen, um damit dem Gesetz über den Kirchlichen Datenschutz (KDG) nachzukommen.

Die neue Homepage ist zu erreichen über www.st-dionysius-essen-borbeck.de

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