Einkaufszentrum

Das Altenessen-Süd Karree soll eine Skulptur bekommen

Das Einkaufszentrum Altenessen-Süd Karree füllt sich. Nun zogen in Rewe und dm-Markt zwei weitere Großmieter ein.

Das Einkaufszentrum Altenessen-Süd Karree füllt sich. Nun zogen in Rewe und dm-Markt zwei weitere Großmieter ein.

Foto: Julia Tillmann / FUNKE Foto Services

Essen-Altenessen.  Die Arbeiten am neuen Einkaufszentrum Altenessen-Süd Karree nähern sich dem Ende. Mieter um Mieter zieht ein und ein Kunstobjekt ist geplant.

Die Arbeiten am neuen Einkaufszentrum Altenessen-Süd Karree an der Ecke Altenessener Straße/Lierfeldstraße nähern sich dem Ende. Nun zogen mit dem Rewe-Discounter und dem dm-Drogeriemarkt zwei weitere Großmieter ein. Wie es weitergeht, erklärt Investor Marc Wierig.

Der Spatenstich auf dem 1,5 Hektar großen Gelände des ehemaligen Altenessener Schweinemarktes liegt rund anderthalb Jahre zurück. Und noch ist der Komplex mit 8000 Quadratmetern Mietfläche zum Teil von rot-weißen Barken umzingelt. Doch im Inneren tut sich einiges. Unter der Führung von Bauherr Marc Wierig nutzte CDU-Ratsherr Uwe Kutzner die Gelegenheit und schaute sich gemeinsam mit rund 50 interessierten Bürgern vor dem offiziellen Einzug die Ladenlokale an. Sein Resümee: „Diese neue Einkaufsmeile wird eine Bereicherung für den gesamten Stadtteil. Wir freuen uns schon riesig.“

Bis auf zwei Praxen ist im Einkaufszentrum Altenessen-Süd Karree alles vermietet

Von Bauherr Marc Wierig erhielten die Besucher Informationen aus erster Hand: Am 16. September eröffnet eine Lotto-Stelle, bis Ende dieses Monats werden zudem eine Gastronomie, ein Eis-Café (an der verglasten Eckfront) und eine Apotheke im Erdgeschoss Einzug halten. Gleiches gilt für Arztpraxen und Büros im ersten und zweiten Stock. „Bis auf zwei Praxen ist alles vermietet“, erklärt Marc Wierig. Auch Wohnungen, zehn an der Zahl, wird das ehrgeizige Projekt beherbergen: „Mit der Vermietung werden wir zeitnah beginnen. Zum Jahresende wollen wir komplett aufgestellt sein“, verspricht Marc Wierig.

Seit der Investor seine Pläne im Jahr 2014 vorstellte, wurde über das neue Einkaufszentrum intensiv diskutiert. Insbesondere auch darüber, wie das Haus denn heißen solle. Ratsherr Kutzner erinnert sich gut, rief die Bezirksvertretung die Bürger im Stadtteil doch gleich zweimal dazu auf, sich einen passenden Namen auszudenken. „Vorschläge gab es reichlich“, sagt Kutzner. Von „Einkaufszentrum am Bahnhof“ über „Berne-Karree“ bis hin zu „Helmut-Rahn-Karree“ reichte die Palette. Bekanntlich hatte der Nationalspieler in seiner Jugend mal beim SV Altenessen gekickt.

Der aktuelle Name hat Bestand. An den historischen Schweinemarkt soll eine Skulptur erinnern

Doch so richtig wollte keiner der Vorschläge fruchten. Bauherr und Mieter favorisierten unisono den Namen „Altenessen-Süd Karree“, der längst mehr als nur ein Arbeitstitel ist. „Ich denke, dieser Name hat sich als Marke etabliert“, so Wierig.

Eine Nachricht, die möglicherweise bei einigen Altenessenern auf Kritik stoßen dürfte. Besonders bei jenen, die sich einen Namen mit historischem Bezug zum Standort gewünscht hätten. Idealerweise „Schweinemarkt Altenessen“, denn schließlich wurden dort in den 1940er Jahren täglich Ferkel zu Tausenden angeboten und verkauft. Doch dass Marc Wierig seinem Projekt einen neuen Anstrich geben will, ist verständlich. „Schließlich steht das Einkaufszentrum für die Zukunft des Stadtteils und nicht für die Vergangenheit.“ Auch Ratsherr Kutzner sieht das so: „Der Name Schweinemarkt passt nicht so recht zum neuen Zentrum. Und die junge Generation kann mit dem Namen sowieso nichts mehr anfangen.“

Bauherr steht mit mehreren Künstler in Kontakt

Ganz außer Acht lassen möchte Bauherr Wierig die Historie nicht. „Wir bemühen uns um eine Skulptur oder Plastik zum Thema und stehen mit mehreren Künstlern in Kontakt, die dies bewerkstelligen könnten.“ Derzeit prüft Marc Wierig die Vorschläge für ein Kunstobjekt, das künftig ein Symbol für den geschichtsträchtigen Ort sein soll.

Dieses Kunstwerk würde – so die Planung – auf der Wiese nahe eines mächtigen Baums an der Einfahrt zum Einkaufszentrum stehen. „Da kommen alle Besucher dran vorbei“, so Marc Wierig. „Doch das wird noch dauern. Die Suche ist anspruchsvoll und nicht ganz einfach.“ Die Kosten dafür würde der Investor selbst übernehmen, wenn auch Ratsherr Uwe Kutzner nicht ausschließt, dass die Bezirksvertretung ein paar Euro dazugeben könnte.

Aufzugshäuschen direkt gegenüber ist marode und müsste saniert werden

Gesprochen wurde zuletzt auch über das direkte Umfeld des Einkaufszentrums. „Wir haben hier viel gemacht“, sagt Wierig, . „haben die Bushaltestelle verlegt und auch einen Radweg etabliert.“ Doch damit könnte es noch nicht getan sein. Viele Bürger haben sich bei dieser Zeitung gemeldet und den maroden Zustand des Aufzugs beklagt, der gegenüber des Zentrums zur U-Bahn hinabführt. Kutzner: „Die Fassade sieht schlimm aus und müsste dringend saniert werden.“ Beispielsweise durch eine neue Verkleidung. Am 12. September tagt der Bau- und Verkehrsausschuss. Dann will Ratsherr Kutzner eine mündliche Anfrage stellen, wie man den Aufzug wieder attraktiver gestalten könnte.

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