Bücherschrank

Bezirk Zollverein darf sich über drei Bücherschränke freuen

Hans-Jürgen Greve, Vorstand der „urbanlife“-Genossenschaft, stellte gemeinsam mit Petra Kox (RWE) den Bücherschrank in Karnap vor.Foto:Wrobel

Hans-Jürgen Greve, Vorstand der „urbanlife“-Genossenschaft, stellte gemeinsam mit Petra Kox (RWE) den Bücherschrank in Karnap vor.Foto:Wrobel

Essen-Stoppenberg.   Der Bezirk Zollverein erhält drei Bücherschränke. Die Standorte: Katernberger Markt, Karl-Meyer-Platz und der Platz Gelsenkirchener-/Hallostraße.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Als Karnap im Rahmen einer Bürgerbefragung als Standort eines weiteren Innogy-Bücherschranks ausgewählt wurde, da resignierten die Bezirksvertreter in Stoppenberg nicht, sondern ergriffen selbst die Initiative, damit auch der Stadtbezirk VI in den Genuss der attraktiven Literaturkisten kommt. Mit Erfolg: Anfang des Jahres werden am Bürgerzentrum Kontakt am Katernberger Markt, auf dem Karl-Meyer-Platz in Schonnebeck sowie auf dem kleinen Platz an der Gelsenkirchener-/Ecke Hallostraße in Stoppenberg drei neue Bücherschränke aufgestellt. Die Koordination übernimmt, wie auch in anderen Stadtbezirken, Klaus-Peter Böttger, der Direktor der Stadtbibliothek.

Noch zur Verfügung stehende Mittel des Haushaltsjahres

Damit der Stadtbezirk gleichmäßig mit den Schränken ausgestattet wird, holte sich die Verwaltung das Angebot gleich für drei Schränke ein. Von der Genossenschaft „urbanlife“ in Köln bekam sie eine Kostenaufstellung, die sie offenbar nicht ablehnen konnte. Für knapp 20.000 Euro liefert sie drei 2,10 Meter hohe Stahlschränke mit 50 cm hohem Sockel, Fundamenten in 60 cm Tiefe und Schildern aus Acrylglas. Auch ohne Abstimmung in der Bezirksvertretung einigten sich die Fraktionen darauf, diese Summe aus den noch zur Verfügung stehenden Mitteln des laufenden Haushaltsjahres bereitzustellen.

„Wir würden sie gerne im Januar aufstellen“

Die Schränke warten bereits in der Kölner Werkstatt auf die Auslieferung nach Essen. „Und wir würden sie gerne im Januar aufstellen“, sagt Hans-Jürgen Greve, der Vorstand der Genossenschaft. Seit der gelernte Architekt vor gut zehn Jahren in Bonn den ersten von ihm gefertigten Bücherschrank aufstellen konnte, sind etwa 450 weitere Exemplare hinzugekommen. So stehen in Frankfurt bereits 64 von ihm sogenannte Bokx, in Köln sind es 25 und in München 14. In Essen sind es zwischen Karnap und Rüttenscheid inzwischen acht von Innogy gesponsorte offene Bücherschränke und am Theaterplatz in der Innenstadt eine eigene Bokx von urbanlife.

Jeder Bücherschrank hat zwei Paten

Besonders stolz ist Hans-Jürgen Greve über die große Anzahl an ehrenamtlichen Paten. Nach seinen Angaben hat jeder Bücherschrank zwei Paten, so dass sich bereits fast 1000 Menschen in Deutschland unentgeltlich für die Bücher engagierten. Mit ihrer Hilfe möchte der Kölner ein Netzwerk aufbauen und damit die Kulturarbeit rund um die Bücherschränke intensivieren. Für die drei Standorte im Stadtbezirk Zollverein wurden bereits Paten gefunden, wie die evangelische Kirchengemeinde Katernberg, SPD-Bezirkspolitiker André Vollmer sowie ein Mitglied der CDU Stoppenberg.

Bezirksbürgermeister Michael Zühlke freut sich über die Anschaffung. „Wir werden die Schränke im Rahmen einer kleinen Einweihungsfeier aufstellen“, kündigt er an.

>>> Schrank ist täglich rund um die Uhr geöffnet

Der Bücherschrank ist aus wetterfestem zehn Millimeter dickem Cortenstahl gefertigt. Deshalb hat er auch die Rostfarbe.

Der Schrank ist täglich rund um die Uhr geöffnet. Bürger können Bücher entnehmen und selbstverständlich auch welche hineinstellen.


Das unterste Fach ist dabei für Kinderbücher gedacht.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben