Flächenentwicklung

Altenessener Logistiker sollen nach Emil-Emscher umziehen

Platz für Logistik-Unternehmen gibt es auf Emil-Emscher reichlich.

Platz für Logistik-Unternehmen gibt es auf Emil-Emscher reichlich.

Foto: Socrates Tassos

Essen-Altenessen.   In Altenessen fehlen Wohnbauflächen. Logistik-Firmen besitzen große Flächen. Sie sollten auf die Zechenbrache umziehen, schlägt die Politik vor.

Die Zechenbrache Emil Emscher an der Gladbecker-/Vogelheimer Straße wird Standort von Logistikunternehmen. Dessen sind sich die Fraktionen in der Bezirksvertretung V Altenessen sicher. Die Hälfte dieser Fläche, einem Teil des Plangebiets „Freiheit Emscher“, ist dafür vorgesehen. Doch welche Firma wird der Grundeigentümer, die Ruhrkohle AG, dorthin locken? Die CDU machte jetzt die Anregung, dorthin die Logistik- und Gewerbebetriebe zu verlagern, die in den Wohnbereichen stören. Sie sollten Platz für Wohnbebauung schaffen. „Wir möchten einen Impuls setzen, damit nicht nur etwas Neues auf Emil-Emscher angesiedelt wird. Wir sollten Emil-Emscher zur Strukturverbesserung nutzen“, begründet CDU-Fraktionssprecherin Stefanie Kölking ihren Antrag.

Ausdrücklich vermied es die Bezirkspolitikerin, eine Firma namentlich zu nennen, denn noch habe sie mit keiner über eine Umsiedlung gesprochen. Doch dass besonders das Helf-Autolager gemeint ist, sprach Grünen-Ratsherr Walter Wandtke aus. „Helf sollte besser eine Wohnfläche sein“, sagt er.

Werkstatt der Stadtwerke wäre auch ein Umzugskandidat

Mit der Werkstatt der Stadtwerke an der Twentmannstraße brachte Dieter Stodiek (fraktionslos) noch ein weiteres Grundstück ins Gespräch, das sich zur Wohnbebauung eignen könnte.

Die Stadt mit ihrer Wirtschaftsförderung habe wohl kaum Einfluss auf die Entwicklung des ehemaligen Zechenstandortes, warf SPD-Fraktionsvorsitzender Theo Jansen ein. Denn die Fläche gehöre nun mal der RAG, und die sei bekanntlich „mit Logistikunternehmen verbandelt“. Trotzdem lehnt auch er zusätzliche Logistikfirmen ab. Jeder weitere Lastwagen, der nach Altenessen komme, sei einer zuviel.

Dieter Stodiek sprach noch ein – aus seiner Sicht – anderes Manko an. Er vermisst in der Planung für die „Freiheit Emscher“ die Anbindung an den Öffentlichen Nahverkehr, sei es per Straßenbahn oder Bus. Man müsse doch an die Bediensteten – auch an die aus Bottrop – denken, die ihre Arbeitsplätze erreichen müssten: „Es ist nicht sinnvoll, dorthin mit dem Auto anzureisen.“

Am Ende der Diskussion einigte sich die Mehrheit der Bezirksvertretung auf den Standpunkt: Wenn schon Logistik auf Emil-Emscher nicht zu vermeiden ist, dann sollten es wenigstens heimische Unternehmen sein.

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