4. Kurzstummfilmfestival

32 kurze Stummfilme starten beim 4. Festival in Altenessen

Die Organisatoren Simone Bury und Richard Poser mit zwei Trophäen, die vergeben werden

Die Organisatoren Simone Bury und Richard Poser mit zwei Trophäen, die vergeben werden

Foto: Dietmar Mauer

Essen-Altenessen.   Um Preisgelder in Höhe von 1100 Euro bewerben sich Filmemacher aus vier Ländern. Die Filme müssen sich um die Farbe „Gelb“ drehen und stumm sein.

Welch eine spannende Aufgabe: Filmemacher sollen einen Streifen drehen, der sich mit der Farbe „Gelb“ befasst, in dem aber nicht gesprochen werden darf und der nicht länger als etwa zehn Minuten dauert. Beim 4. Kurzstummfilmfestival in der Zeche Carl sind 32 Ergebnisse zu bestaunen. Es findet am Freitag, 17. Mai ab 18.30 Uhr sowie am Samstag, 18. Mai, ab 17.30 Uhr statt. Der Eintritt ist frei.

Veranstalter ist die Evangelische Jugend Essen, gemeinsam mit dem Diakoniewerk Essen. Organisiert wird die vierte Auflage des Festivals von Simone Bury und Richard Poser. Dank mehrerer Sponsoren mit der Inge-Severin-Stiftung an der Spitze ist es ihnen möglich, Preisgelder in Höhe von 1100 Euro zu vergeben. Die Preise werden in drei Kategorien vergeben: „Bester Film“ (Preisgeld: 500 Euro), „Bestes Gelb“ für die überzeugendste Umsetzung des Festival-Themas (Preisgeld: 300 Euro) und „Bester Low-Budget-Film“ mit Produktionskosten bis maximal 150 Euro (Preisgeld: 300 Euro). In jeder der drei Jurys sind hörende und nichthörende Mitglieder vertreten. Außerdem wählen die Zuschauer an beiden Tagen einen Film für den – nicht dotierten – Publikumspreis aus. Die Moderation durch Kassandra Wedel (München) erfolgt in Gebärdensprache und wird in Lautsprache übersetzt.

Beiträge aus vier Nationen

Die Filmemacher kommen zum Teil aus Essen, aber auch aus ganz Deutschland, aus Slowenien, Australien und der Schweiz. Ein Beitrag aus Tschechien erfüllte, wie andere auch, nicht die Kriterien, um für das Gelb-Festival grünes Licht zu bekommen. Dagegen wird ein Animationsfilm aus Süddeutschland sowie ein Film aus Hamburg zu sehen sein, den angehende Gebärdendolmetscher der Universität Hamburg gedreht haben.

„Viele Filmemacher kommen selbst zum Festival“, sagt Simone Bury voller Vorfreude. Für sie wird auf der Bühne eine Couch bereit stehen, auf der sie in der Pause mit den Besuchern und anderen Filmemachern ins Gespräch kommen können, zum Beispiel über das Thema Gehörlosigkeit.

Die Stummfilme flimmern nicht völlig geräuschlos über die Leinwand, sondern sind meist mit Musik unterlegt. „Weil die Hörenden unter den Zuschauern an Geräusche gewöhnt sind“, erklärt Simone Bury. „Zwei Stunden Filme ohne Ton zu sehen ist kulturell nicht interessant.“

>>DIE 32 FILME WERDEN IN BLÖCKEN VORGEFÜHRT

  • Die Filme werden in Blöcken von fünf bis sechs Beiträgen vorgeführt. Anschließend kann über sie diskutiert werden.
  • Unterstützt wird das Festival vom Evangelischen Jugendhaus „Buschhütte“ in Steele, der Zeche Carl sowie dem Landesverband der Gehörlosen und Gebärdensprachgemeinschaft.

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