Raritätenbörse

Edel-Trödel: Jäger und Sammler treffen sich auf Zeche Carl

Volles Haus: Aufgrund der großen Resonanz in den vergangenen Jahren wird die Raritätenbörse auf Zeche Carl erstmals auf zwei Tage ausgedehnt. Foto:Ulrich von Born

Volles Haus: Aufgrund der großen Resonanz in den vergangenen Jahren wird die Raritätenbörse auf Zeche Carl erstmals auf zwei Tage ausgedehnt. Foto:Ulrich von Born

Essen-Altenessen.   Über Pfingsten steigt auf der Zeche Carl die mittlerweile 12. Raritätenbörse, die so gar nichts mit den Trödelmärkten zu tun hat, die man kennt.

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Egal ob verklärter Nostalgiker oder gewiefte Geschäftsfrau, egal ob Flohmarkt-Profi oder Hobby-Trödler. Jäger und Sammler gibt es ohne Ende. Menschen, die Dinge kaufen und verkaufen, die man eigentlich nicht braucht. Nippes und Stehrumchen. Aber selten. Oder wunderschön. Oder einfach gut für die Seele. Genau solche Menschen werden an Pfingsten sicher auch die 12. Raritätenbörse auf der Zeche Carl ansteuern, die aufgrund des Andrangs in den vergangenen Jahren erstmals auf zwei Tage ausgedehnt wurde und sonntags und montags steigt.

„In etwa 80 Händler aus ganz Deutschland und dem Ausland werden ihre ungewöhnlichen Waren anbieten“, so Andreas Henseler, der 52-jährige Hattinger, der die Börse 2006 und damals noch im eher kleinen Rahmen erstmals organisierte. Bares für Rares ist auch nun wieder das Motto. Henseler: „Aber keine Sorge. Neben den seltenen und auch teuren Stücken, gibt’s auch was für kleines Geld.“

Automobilia und Petrolania

Natürlich wieder mit jeder Menge Emailleschildern und Figuren, und auch Automobilia und Petrolania in Form von alten Zapfsäulen oder schick gestalteten Ölkanistern aus vergangenen Jahrzehnten sind längst wieder im Kommen.

Ein neuer Schwerpunkt liegt laut Henseler diesmal aber auf Indus­triedesign, auf alten Fabriklampen, Werkbänken mit jahrelanger Geschichte oder urigem Loftdesign. „Natürlich erlauben wir aber grundsätzlich nur Originale aus der Zeit, auch wenn sie schon Patina angesetzt haben.“

Haben schon die Maschinenhalle und das Außengelände des Industriedenkmals Zeche Carl ihren ureigenen Charme und könnten selbst genügend Geschichten aus vergangenen Zeiten erzählen, so wird das Angebot an den einzelnen Ständen bei den Besuchern sicherlich mehr als nur eine Erinnerung wachrufen. Design, Möbel und Deko aus den 1920er Jahren oder den grellen Siebzigern gibt’s genauso wie Objekte aus den „Fifties“. Schallplatten oder Kleidung, Schmuck oder Möbel, Jukeboxen oder Flipper.

Wer auf alte Reklame und historische Werbung steht, auf Emaille- oder Blechschilder, Werbefiguren, Spielzeug und andere Reklameobjekte aus den Tante-Emma-Laden von 1890 bis 1970, der könnte gut und gerne fündig werden.

Experten bieten Schätzungen an

Und auch alte Technik spielt eine Rolle. Längst vergessene Dinge aus Photographie oder Nautik, Rechenmaschinen, Bergbauraritäten und, und, und. Henseler: „Es gibt auch zahlreiche Kuriositäten, Dinge, die man noch nie gesehen hat.“

Besonderer Service am Rand: Die Inhaber von Sammelobjekten können ihre Stücke bei ausgewiesenen Experten schätzen lassen, denn nicht selten werden Dinge für 10 Euro verkauft, obschon sie 1000 wert sind. Schatz oder Schätzchen? Die Liste der Experten gibt’s unter www.raritaetenboerse.com

>> ZWEI AUSSTELLUNGSTAGE

Viele alte Schätzchen gibt’s auf der 12. Raritätenbörse Ruhrgebiet auf dem Industriegelände der Zeche Carl an der Wilhelm-Nieswandt-Allee 100 in Altenessen. Neu aber ist: Erstmals gibt es zwei Ausstellungstage: Pfingstsonntag, 4. Juni, und Pfingstmontag, 5. Juni, jeweils von 10 bis 16 Uhr. Eintritt: 5 Euro pro Tag

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