Kirche

Sechs Damen aus Frintrop handarbeiten für den guten Zweck

Gestricktes. Gehäkeltes, Gebasteltes und Stickarbeiten bietet der Handarbeitskreis aus Unterfrintrop auf den Basaren feil (v.l. Margret Severin. Elisabeth Leppersjohann, Wolfgang Mertens (Friedensdorf Oberhausen), Renate Rubarth, Katharina Tatar, Adelheid Becker, Helga Ochmann).

Gestricktes. Gehäkeltes, Gebasteltes und Stickarbeiten bietet der Handarbeitskreis aus Unterfrintrop auf den Basaren feil (v.l. Margret Severin. Elisabeth Leppersjohann, Wolfgang Mertens (Friedensdorf Oberhausen), Renate Rubarth, Katharina Tatar, Adelheid Becker, Helga Ochmann).

Foto: Stefan Arend

Essen-Frintrop.   Der Handarbeitskreis Herz-Jesu Frintrop spendet erneut fürs Friedensdorf Oberhausen eine hohe Summe. Warum die Frauen dennoch aufhören wollen.

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Wenn sich immer mittwochs die Damen vom Handarbeitskreis Herz-Jesu im Pfarrheim am Leoplatz treffen, dann gibt’s erst mal eine Runde Kaffee und Gebäck, bevor das Strickzeug ausgepackt wird. Diese Woche steht allerdings eine Sahnetorte auf dem Tisch, denn es ist ein besonderer Besuch da: Wolfgang Mertens. 6000 Euro darf der stellvertretender Leiter des Friedensdorfs Oberhausen aus den Händen von Leiterin Margret Severin entgegennehmen – Erlöse aus den beiden Basaren des Handarbeitskreises.

„Das erste Mal vor 25 Jahren waren es 7000 DM, die wir gespendet haben“, erinnert sich Margret Severin. Und nicht nur sie ist stolz, dass sich die Zuwendungen an das international tätige Friedensdorf stetig erhöht haben. „Wenn es um Geld geht, sind wir dabei“, bekräftigen auch die anderen fünf Seniorinnen. Unterstützt wurden u.a. Jugendprojekte der kath. Gemeinde St. Josef Frintrop, die Kinderkrebshilfe und der benachbarte Kindergarten. „Die neuen Rutschen der Kita haben wir natürlich zuerst selbst ausprobiert“, merkt Margret Severin lachend an.

Handarbeitskreis gründete sich 1972

Sogar Nasszellen für das Frintroper Altenheim finanzierte der Handarbeitskreis – drei Jahre hintereinander. Inzwischen ist das Gebäude leider abgerissen, ein Neubau entsteht. Die Damen nehmen es gelassen auf. Mit den insgesamt 258 000 Euro, die ihre Basare im Laufe der Jahrzehnte eingebracht haben, haben sie ja viel Gutes tun können.

Begründet wurde der Handarbeitskreis 1972. Margret Severin gehörte dazu und inzwischen ist die 77-Jährige die Einzige der ursprünglichen Besetzung. Von 21 Frauen reduzierte sich der Kreis auf elf im Jahr 2008. Jetzt sind es noch sechs, die basteln, nähen, sticken, häkeln und stricken. Und das sogar auf Bestellung.

Material ist noch genug da

„Bei uns ist alles möglich“, sagt Elisabeth Leppersjohann, die mit Vorliebe Socken strickt. Für einen jungen Mann zum Beispiel, der schon von Kindheit an mit den selbst gestrickten Exemplaren versorgt wurde. Die Tradition der Eltern, zweimal im Jahr den Basar zu besuchen, führt er schon seit Jahren fort – und nimmt gleich immer mehrere Paare mit. „Er hat Größe 42 bis 44“, weiß die Seniorin inzwischen.

Doch der kommende Basar im Advent wird wohl der letzte seiner Art sein. Die Arbeit des Aufbauens, vor allem aber der mehrstündige Standverkauf, sei einfach zu anstrengend geworden, erzählen die Handarbeiterinnen. Wobei: „Material haben wir noch unendlich viel“, sagt Margret Severin. „Wir handarbeiten ja auch zu Hause ganz viel“, berichtet Adelheid Becker, die „einfach alles strickt“. Und Katharina Tatar, spezialisiert auf Engel, möchte ebenfalls weiter basteln. Severin: „Wir werden uns weiter treffen und töttern. Und das eine oder andere Stück wird sicher dabei doch noch entstehen.“

>> Adventsbasar am 11. und 12. November

Zum Handarbeitskreis gehören neben Margret Severin Renate Rubarth, Adelheid Becker, Helga Ochmann, Elisabeth Leppersjohann und Katharina Tatar. Ihr wohl letzter Basar findet am 11. November (15 bis 18 Uhr) und am 12. November (9 bis 12 Uhr und 15 bis 18 Uhr) im Pfarrheim, Leoplatz 2, statt.

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