Mehrgenerationenhaus

Frohnhausen: Mehrgenerationenhaus bekommt zweites Standbein

Ein kräftiger Farbtupfer in Frohnhausen: Das ehemalige Lutherhaus erstrahlt jetzt als Mehrgenerationenhaus in Gelb, Rot-Orange und Blau.

Ein kräftiger Farbtupfer in Frohnhausen: Das ehemalige Lutherhaus erstrahlt jetzt als Mehrgenerationenhaus in Gelb, Rot-Orange und Blau.

Foto: Socrates Tassos

Essen-Frohnhausen.   Das alte Gebäude an der Sälzerstraße in Altendorf bleibt erhalten, dazu kommt ab März ein neues Gebäude in Frohnhausen an der Kerckhoffstraße.

Welch ein Farbtupfer für Frohnhausen: In kräftigem Gelb, Rot-Orange und Blau erstrahlt jetzt die Fassade des künftigen Mehrgenerationenhauses (MGH) an der Kerckhoffstraße nahe dem Friedrichsbad. Derzeit laufen die letzten Renovierungsarbeiten in dem früheren Lutherhaus, im März soll das neue Haus eingeweiht werden. Am heutigen Mittwoch, 21. Dezember, haben schon alle Bürger die Gelegenheit, vorab das Haus bei einer Weihnachtsfeier ab 18 Uhr besichtigen zu können. Anmeldung unter 8 06 65 06 ist allerdings erwünscht.

Das Essener Mehrgenerationenhaus mit Stammsitz an der Sälzerstraße wächst weiter. Den Kinderschuhen ist es zehn Jahre nach der Vereinsgründung schon längst entwachsen, inzwischen tummelt sich der Nachwuchs in Vogelheim, Frohnhausen, Kray, Freisenbruch und Altendorf. Zum Trägerverein kam inzwischen eine gemeinnützige GmbH hinzu, deren Vorsitzender und Geschäftsführer Arndt Sauer ist.

Vor 14 Tagen nach Frohnhausen umgezogen

Der Herr über zwei Smartphones und ein Handy, dessen Bürotür kaum länger als eine Minute geschlossen bleibt, ist im Moment noch mehr gefordert als ohnehin schon.

„An der Kerckhoffstraße arbeiten wir jetzt seit Februar, vor 14 Tagen sind wir hier hin gezogen“, berichtet er. Trotzdem werde das Haupthaus, der rote Backsteinbau neben der inzwischen abgerissenen St. Anna-Kirche, weiterhin genutzt, und zwar mit einer Betreuung für zwölf Kinder, die sprachlich gefördert werden müssen, einem seit Jahren funktionierenden Tageselternverbund für neun Kinder, einem Büro sowie zwei Wohnungen für Jugendliche und einen Priester.

Neuer Standort bietet alle Möglichkeiten

Der neue Standort bietet jedoch ganz andere Möglichkeiten. Allein der Veranstaltungssaal, in dem heute die Weihnachtsfeier steigt, bietet mit seinen zwei Bühnen jede Menge Möglichkeiten z. B. für Musik und Theater. „Wir haben hier alles, was man braucht. Man kann sich selbst engagieren, dazu bieten wir Beratung, Kurse und Hilfe an.“ Dazu bleibt der Kontakt zu drei Kirchengemeinden, von denen die schwarzafrikanische in der ehemaligen Kirche ihre Gottesdienste veranstaltet.

Neu zum Frohnhauser Mehrgenerationenhaus gehören auch die beiden Kindertagesstätten, die es von der evangelischen Kirche übernommen hat. Aus der „Kinderzeit“ an der Grieperstraße wurde der „Krümmelpott“ und aus der Luther-Kita wurden die „Stadtpiraten“. „In beiden Einrichtungen haben wir das Konzept geändert. Wir möchten viele der christlichen Ziele erhalten, aber haben uns für die dänische Pädagogik entschieden, nach der Kinder und Erwachsene die gleiche Wertigkeit besitzen und nicht einer über dem anderen steht.“

Bundesregierung fördert bis Ende 2020

Froh ist Arndt Sauer, dass das Frohnhauser MGH nun bis Ende 2020 von der Bundesregierung mit 40 000 Euro jährlich gefördert wird. Eng bleibt die Zusammenarbeit mit der Stadt, z. B. in der Betreuung von alleinreisenden minderjährigen Flüchtlingen in Vogelheim. Seminarräume mietet zudem die Neue Arbeit der Diakonie für ihre Sprachkurse an, so dass die Finanzierung des Hauses auf vielen Beinen steht.

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