Hain der Menschenrechte

Der Hain der Menschenrechte wird nie ein englischer Rasen

Nicht ohne Stolz steht Rolf Fliß, Ratsherr der Grünen, am Hain der Menschenrechte. Im vergangenen Jahr war an der Arendahls Wiese die Gedenkstätte entstanden, die auf die 30 Artikel der Menschenrechte hinweist.

Nicht ohne Stolz steht Rolf Fliß, Ratsherr der Grünen, am Hain der Menschenrechte. Im vergangenen Jahr war an der Arendahls Wiese die Gedenkstätte entstanden, die auf die 30 Artikel der Menschenrechte hinweist.

Foto: André Hirtz

Essen-Stoppenberg.   Zuletzt stand der Pflegezustand des Hains der Menschenrechte in der Kritik. Schnelle Abhilfe schaffte Grünen-Ratsherr Rolf Fliß mit der Stadt.

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Der heiße Sommer hat auch vor dem Hain der Menschenrechte an der Arendahls Wiese nicht Halt in Stoppenberg gemacht. Drei der insgesamt 30 Bäume, die für die 30 Artikel der Menschenrechtscharta der Vereinten Nationen stehen, sind trotz massiver Gießaktionen eingegangen, werden aber bis zum nächsten Frühjahr von Grün und Gruga ersetzt.

Eingegangene Bäume werden bis zum Frühjahr ersetzt

Ansonsten präsentiert sich den Spaziergängern und Schülern des benachbarten bischöflichen Gymnasiums, die die Fläche als außerschulischen Lernort benutzen und auch eine Pflegepatenschaft haben, eine recht grüne Wiese, die der grüne Ratsherr Rolf Fliß nicht ohne Stolz präsentiert. Er war es, der gemeinsam mit Farah Moussawi die Idee ausgearbeitet und mit Hilfe von zahlreichen Spenden im vergangenen Jahr realisiert hat. „Insgesamt hat das Projekt rund 40 000 Euro gekostet und ist eines der wenigen Projekte der Grünen Hauptstadt, das ohne städtisches Geld finanziert wurde“, berichtet er.

Doch über sein „Baby“ gab es in letzter Zeit Beschwerden, die auch Bürgermeister Rolf Jelinek und die Bezirksvertretung VI erreichten. Von mangelndem Pflegezustand war da die Rede, so dass die Grünflächengestaltung nicht mehr erkennbar sei. Der Ratsherr nahm dies zum Anlass, diese Beschwerden auf dem „kleinen Dienstweg“ zu lösen. „Ich habe mich bei Grün und Gruga gemeldet, und sie haben innerhalb von zwei Tagen die Fläche geschlägelt. Nun ist eine naturnahe Wiese zu sehen, die man betreten kann und die erfreulicherweise recht grün ist“, freut er sich über die schnelle Hilfe.

Der 31. Baum im Hain ist die Gerichtseiche

Allein der kleine Hügel rund um die Gerichtseiche, der 31. Baum auf der Fläche, ist bislang ausgespart worden. „Hier konnte der Mäher nicht in Einsatz kommen, da sonst der Hügel beschädigt worden wäre“, so der Ratsherr, der aber die Zusage der städtischen Abteilung hat, auch dort den Wildwuchs zu stutzen. Schließlich sollen die Sitzsteine, die als Aufenthaltsplatz vor allem für die Schüler der benachbarten Schule dienen sollen, wieder genutzt werden können. „Ich kann gut verstehen, dass die Bezirksvertretung auch diesen Bereich gemäht haben möchte, damit er richtig genutzt werden kann.“

Beschwerden einiger Anwohner über den nicht gemähten Rand der Fläche kann er dagegen weniger nachvollziehen. „Es war von Anfang an festgelegt, dass die Fläche nur ein- bis zweimal im Jahr geschlägelt wird, dass dort eine Wildblumenwiese entsteht, die wichtige Blühaspekte hat für Schmetterlinge und Insekten. Dass nun am Rand noch einige Pflanzen höher stehen, ist für die Umwelt sehr gut. Nicht umsonst habe ich hier gerade zwei Libellen gesehen“, so Rolf Fliß. Man müsse eben einen Ausgleich finden zwischen artenreich und gepflegt.

Ausgleich finden zwischen artenreich und gepflegt

„Einen englischen Rasen wird man hier nicht finden“, ist der Ratsherr sicher.

Auf großes Interesse stieß die im Jahr 2016 ins Leben gerufene Aktion des Hains der Menschenrechte, der an die 1948 verabschiedete Charta der Menschenrechte erinnern soll.

Jeder der 30 Bäumesteht für einen der Artikel der Charta, die Bäume stammen aus Asien, Europa und Australien. Die Schüler des benachbarten Gymnasiums sollen an die Wichtigkeit von Menschenwürde erinnert werden.

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