Gastronomie

Nelson Müller eröffnet neue Schote am Rüttenscheider Stern

Sichtlich glücklich: Nelson Müller eröffnete am Dienstagabend seine neue Schote am Rüttenscheider Stern: Besonders ist, dass er das Sterne-Restaurant in das bestehende Müllers-Gastrokonzept integriert.

Sichtlich glücklich: Nelson Müller eröffnete am Dienstagabend seine neue Schote am Rüttenscheider Stern: Besonders ist, dass er das Sterne-Restaurant in das bestehende Müllers-Gastrokonzept integriert.

Foto: Socrates Tassos / FUNKE Foto Services

Essen-Rüttenscheid.  Viel dunkles Grün, jede Menge Naturmaterialien: Nelson Müller hat sein Sterne-Restaurant Schote am Rüttenscheider Stern neu eröffnet.

Viele Feinschmecker hatten spekuliert in den vergangenen Wochen: Wie will der Koch Nelson Müller sein Sternerestaurant Schote mit dem Müllers verschmelzen, seinem lebhaften Bistro am Rüttenscheider Stern? Liegt eben jenes Bistro mit Markthallen-Flair schließlich direkt im Eingangsbereich zum Edeka-Supermarkt, neben der Drogerie-Kette dm und mitten im hektischen Herzen des Stadtteils. Die mit Promis besetzte Neu-Eröffnung wird viele Kritiker wohl verstummen lassen.

Spagat zwischen Schote und Müllers ist gelungen

Innerhalb von nur einer Woche haben es jede Menge „Vollblut-Handwerker“, wie sie Nelson Müller nennt, tatsächlich vollbracht, neben dem Laurushaus Essens einziges verbliebenes Sterne-Restaurant derart zu integrieren, dass die nötige „Cozyness“ gewahrt wird. So jedenfalls bezeichnet Nelson Müller jenen Mix aus Gemütlichkeit und Privatsphäre, die nun in einem Teil seines neuen Restaurant-Konzepts Einzug gehalten hat.

Dunkles Grün, viele Naturmaterialien, dazwischen grellbunte moderne Kunst aus der benachbarten Galerie Schulte-Goltz: Der Bereich der Schote wurde bewusst abgegrenzt, ohne sich zu verschließen. So wurde im Bereich der Toiletten eine neue Wand eingezogen, die beide Bereiche auch räumlich etwas voneinander trennt. Dennoch gelingt der Spagat, Menschen anzusprechen, die sonst kein Sternerestaurant betreten würden.

Nelson Müller wollte Anmutung eines Waldrestaurants

„Ich wollte gern die Anmutung eines Waldrestaurants“, sagte ein sichtlich glücklicher Nelson Müller, der seinen einstigen Patron Berthold Bühler als Inspiration nannte. In dessen mittlerweile geschlossenen Résidence-Restaurant habe ein Leitspruch gehangen: „Feinschmecker ist der, der die Natur als Kunst begreift.“

Dieses Motto wolle auch er nun am Rüttenscheider Stern leben: „Hier würde ich gerne die nächsten Jahre wirken“, sagte Müller und wurde von vielen Gästen aus der Essener Gastroszene beglückwünscht: Neben Berthold Bühler gratulierten auch Franco Giannetti und viele weitere Gastronomen zum Neustart am Stern.

Gerald Asamoah und Mola Adebisi bei der Eröffnung

Darüber hinaus schauten auch Promi-Freunde von Müller wie Gerald Asamoah und Mola Adebisi vorbei. Der 40-Jährige Star-Koch wurde seinem Ruf als Gastgeber auf hohem Niveau gerecht und gab mit fein abgestimmten Spargel- und Lachs-Variationen einen Vorgeschmack auf das, was seine Gäste künftig am Rüttenscheider Stern erwartet.

Seit Mittwoch, 29. Mai, ist der Mix aus Müllers und Schote für alle geöffnet, ebenso eine vergrößerte und umgestaltete Terrasse, die Platz für rund 70 Gäste bietet.

Dabei öffnet der abgetrennte Restaurantbereich abends als Schote, kann tagsüber aber von den Müllers-Gästen genutzt werden. Die können den Küchenteams weiterhin über die Schulter schauen: Die offene Küche ist als Herzstück des gesamten Gastronomiekonzepts geblieben.

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