Nachbarn halten nichts von Radweg-Plänen

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„Wir lehnen einen Rad- und Fußweg vor unserer Haustür ab“, sagt Oliver Wollenberg. Er lebt in der Neubausiedlung am Helgaweg, die 2009 fertiggestellt wurde. Die still gelegten Gleise verlaufen direkt hinter den Häusern. Nachdem die Deutsche Bahn eine zum Rommenhöller Gleis zählende Fläche Anfang des Jahres von Betriebszwecken freigestellt hat, kann die Stadt das 719 Quadratmeter große Gelände für städtebauliche Planung verwenden. Darüber hinaus hat Grün und Gruga einen noch unbeantworteten Förderantrag für den Umbau der Trasse gestellt.

Wollenberg hat kein Verständnis für die Pläne: „Es gibt eine gute Verbindung, die genau parallel auf der Müller-Breslau-Straße verläuft. Ich habe kein Verständnis, warum hier für geschätzt rund 1,6 Millionen Euro ein Radweg gebaut werden soll, den niemand braucht.“ Er fürchtet auch um die Natur, die sich ihr Refugium zurückerobert habe: „Viele seltene Vogelarten, Füchse und Fledermäuse können hier beobachtet werden. Wegen der Fledermäuse hat sich nun auch der Naturschutzbund gemeldet, um sich die Situation anzuschauen.“

Noch ist ein Rad- und Wanderweg ohnehin in weiter Ferne: So müsste noch mit Grundstückseigentümern verhandelt werden und auch ein politischer Beschluss ist noch nicht gefasst. „Wenn es soweit ist“, kündigt Wollenberg an, „wird sich unsere Nachbarschaft dagegen wehren“.

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